Verlorene Illusionen

Verlorene Illusionen (frz. Illusions perdues) ist der Titel eines dreiteiligen gesellschaftskritischen Romans von Honoré de Balzac, der zwischen 1837 und 1844 publiziert wurde. Er ist Bestandteil seines monumentalen Zyklus Die menschliche Komödie, in dem er zu den Szenen aus dem Provinzleben (Scènes de la vie de province) gehört. Anhand des Aufstiegs und Niedergangs von Lucien Chardon beschreibt Balzac exemplarisch die Mechanismen, die er im Frankreich der Restauration vorfindet, speziell im Literaturbetrieb, im Journalismus und in der vornehmen Gesellschaft.
Inhalt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die zwei Dichter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der erste Romanteil spielt in dem Provinzstädtchen Angoulême und seinem Vorort l’Houmeau, die Balzac wie folgt beschreibt: Zwischen l’Houmeau und Angoulême besteht eine sonderbare, durch die sozialen Gegebenheiten verursachte Spannung, ja, man kann ruhig sagen: Feindschaft. L’Houmeau ist durch seinen aufstrebenden Handel, besonders durch seine Papierfabriken, reich geworden. Es liegt im flachen Land. Alles, was Geld bringt, der Frachtverkehr, die Post, die Gasthäuser, die Brauereien, die Fabriken drängen sich unterhalb Angoulêmes am Ufer der Charente zusammen. Oben der Adel und die Macht, unten der Handel und das Geld. Zwei soziale Sphären, die in unaufhörlicher Gegnerschaft stehen. Der Handel ist reich, der Adel im allgemeinen arm, und jeder rächt sich am anderen durch Verachtung.


Die Handlung beginnt 1793 mit der Übernahme der einzigen Druckerei der Stadt durch den Angestellten Jérôme-Nicolas Séchard, der durch seine äußerst sparsame Wirtschaftsweise ein kleines Vermögen verdient. Trotzdem übergibt der geizige Vater seinem Sohn David, nachdem dieser 1819 von seiner Ausbildung aus Paris zurückgekehrt ist, seinen technisch veralteten Betrieb nur zu ungünstigen Bedingungen und zieht sich auf sein Weingut zurück. Erschwert wird die Arbeit des Sohnes durch einen neu etablierten Konkurrenten, der ihm die alte Kundschaft abwirbt, und außerdem durch seinen mangelnden Geschäftssinn. Lieber unterhält er sich mit seinem geistesverwandten emphatischen Freund Lucien Chardon, den er für einen begnadeten Poeten hält, über Literatur (Bild) und finanziert ihn durch eine Proforma-Anstellung als Lektor. Dieser schöne Jüngling wird auch von seiner durch ein Adelsprädikat ihrer Familie de Rubempré ausgestatteten Mutter, einer verarmten Apothekerwitwe, und seiner Schwester Eva bewundert und durch deren Pflege- bzw. Näharbeiten finanziell unterstützt, damit er sich ganz seinem Ruhm und Reichtum versprechenden Dichtertum widmen kann. Dieses gemeinsame Interesse verbindet David und Eva und fördert ihre Liebe zueinander (Bild).
In dieser Situation setzt die Haupthandlung, mit Rückblicken auf die Familiengeschichten Chardon und Bargeton, im Jahr 1821 ein. Luciens Lehrer hat seinen poetisch begabten ehemaligen Schüler der „Königin“ des Stadtadels, Frau Naïs (Louise) de Bargeton als Schützling empfohlen. Diese ist von dem schönen 21-jährigen Jüngling angetan und lädt ihn, trotz des Standesunterschieds, zu ihren Gesellschaften ein. Er verliebt sich in die fast doppelt so alte Mäzenin und sie in ihn, er besucht sie fast täglich in ihrer Villa und darf sie als einziger Louise nennen. Dies gibt zu Gerüchten Anlass und man spekuliert über die Intensität der Beziehung, v. a. nachdem er bei einer Lesung ein Liebesgedicht auf die Hausherrin vorgetragen hat. Doch während Naïs, die er Louise nennen darf, auf ihren Ruf und den ihres zwanzig Jahre älteren Mannes bedacht ist und die Liebe auf platonischer Ebene belassen will, ist er damit nach ca. sechsmonatiger Bekanntschaft unzufrieden.

Cuciens leidenschaftliche Werbung in ihrem Boudoir (Bild) löst eine Kettenreaktion aus. Sie werden in der zweideutigen Situation von einem Besucher, Stanislaus de Chandour, gesehen und dieser erzählt sofort seine durch seine Phantasie gesteigerte Beobachtung in seinen Kreisen. Ein anderer Verehrer Naïs', Baron du Châtelet, nutzt die Situation und hofft Mme de Bargetons nach der Trennung von Lucien und dem Tod ihres Mannes heiraten zu können. Er tritt als ihr Verteidiger auf und informiert sie über die Gerüchte. Auch sie geht strategisch vor und erzählt sofort ihrem Mann von der Liebeserklärung des schwärmerischen Poeten, die diesen wegen der versicherten Einseitigkeit nicht beunruhigt, und den böswillig verbreiteten Gerüchten. Dieser fordert, von Châtelet beraten, Chandour zum Duell und verletzt ihn durch einen Pistolenschuss. Damit ist die Ehre des Hauses gerettet, aber die Bargetons beschließen eine Reise, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Naïs kann nun ihren Wunsch erfüllen, die ungeliebte und sie langweilende Provinz zu verlassen und in Paris zu leben. Sie will in der Hauptstadt bei der einflussreichen und mit ihr verschwägerten Frau d’Espard ihrem Mann ein Abgeordnetenamt für den Bezirk Charente besorgen, während dieser vorläufig auf dem Gut ihres Vaters de Nègrepelisse in l‘Èscarbas wohnt. Lucien, mit einem geliehenen Reisegeld ausgestattet, für das sein zukünftiger Schwager David gebürgt hat, begleitet Frau de Bargeton nach Paris. Sie hofft, dass ihre Beziehung in der großen Stadt nicht negativ auffällt und verspricht ihm, ihn in die höchsten Kreise einzuführen und seine Karriere zu fördern. Du Châtelet ist ihr jedoch gefolgt, warnt sie vor den Folgen einer Entdeckung der Mesallianze, besorgt ihr eine standesgemäße Mietwohnung, während Lucien im Touristenhotel bleibt, und bietet sich ihr als Türöffner in die Gesellschaft an.
Ein großer Mann aus der Provinz in Paris
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für Lucien und Naïs sind bereits die ersten Tage in Paris desillusionierend. Im Vergleich zu den Menschen der Großstadt wirken sie sowohl in ihrem Auftreten wie in ihrer Kleidung provinziell. Zwar gelingt es Mme de Bargeton, ihren Freund als Lucien de Rubempré bei der beziehungsreichen Marquise d’Éspard einzuführen, doch in ihrem Kreis verlieren beide ihre bisherigen Reize. Der Angoulême-Zauber löst sich schnell auf und ihnen wird ihr Altersunterschied bewusst: Einerseits ist Naïs für Lucien weniger attraktiv als die jungen eleganten Pariserinnen, andererseits spürt sie seine Unreife im Vergleich zu dem weltmännisch auftretenden und in der Gesellschaft gut vernetzten Châtelet und sie zweifelt an seinem Erfolg als Dichter. Lucian reagiert zuerst auf die abwertenden Blicke mit einer neuen teuren Einkleidung, doch nach gut einer Woche folgt der entscheidende Rückschlag: Frau d’Espard erfährt, dass der ihr unter dem Adelsnamen seiner Mutter vorgestellte Poet ein Apothekersohn ist. Sie fürchtet um ihren gesellschaftlichen Ruf und setzt die von ihr abhängige Anaïs unter Druck, ihre Beziehung zu dem jungen Freund abzubrechen. In einem Abschiedsbrief teilt sie dies Luciene mit. Er müsse jetzt, wie viele arme Künstler vor ihm, aus eigener Kraft Karriere machen. Nach erster Enttäuschung versucht er dies umzusetzen. Da er einen großen Teil seines Reisegeldes bereits aufgebraucht hat, zieht er in ein Mansardenzimmer im Universitätsviertel, verpflegt sich im billigen Studentenlokal Flicoteaux‘ und recherchiert täglich in der Bibliothek für seinen historischen Roman „Der Bogenschütz Karls IX.“ über den Religionskrieg. Nach Abschluss des Werks setzt sich jedoch die Desillusionierung fort: Er findet keinen Verleger, der ihm einen seriösen Preis bezahlt.

Damit beginnt für ihn eine neue Phase. Im Universitätsviertel schließt sich Lucien einem idealistischen Freundeskreis von geistig unabhängigen, liberalen Intellektuellen um den Philosophen und Literaten Daniel d’Arthez an. Nach dessen These gelangt ein echtes Talent letztlich zu Ruhm, selbst wenn es entbehrungsreiche Jahre dauert. Diese Gruppe des Abendmahlssaales (Cénacle) finanziert ihr asketisches Leben mit Gelegenheitsarbeiten und ist bereit, Lucien zu unterstützen, damit er sein Ziel erreichen kann, doch ihm ist dies unangenehm, zumal ihn die kleinen Schecks seiner in Not geratenen Familie belasten. Er zweifelt auch an seiner Durchhaltekraft und will als Journalist in dem naiven Glauben, er könne sich selber treu bleiben, Geld verdienen. D'Arthez warnt ihn davor, sich zu verkaufen, und ermahnt ihn immer wieder, sich treu zu bleiben und Lucien erinnert sich bei seinen Gewissenskonflikten an die Worte des Freundes.
Der ehemalige Provinz-Poet und Journalist Etienne Lousteau klärt ihn über die Spielregeln des Zeitungswesens und besonders der schnell produzierten Regenbogenblätter auf: Die Orientierung der Verlage und Buchhändler am Gewinn und nicht an der Qualität eines Werkes, das Feilschen um Preise, Löhne und Rabatte, die Käuflichkeit der Buch-Rezensionen und Theaterkritiken und die Macht der Presse bei der Meinungsbildung und beim Auf- und Abbau von künstlerischen, gesellschaftlichen und politischen Karrieren. Lousteau träumt davon, als Feuilleton-Chef einer großen Zeitung seine Geliebte, die schöne 16-jährige kleine Boulevard-Schauspielerin Florine vom „Panorama Dramatique“ einmal groß herauszubringen: „…und was mich betrifft, so kann ich noch alles werden, Minister oder ehrlicher Mann, beides steht mir frei.“[1] Bis dahin muss er Florine mit ihrem alten Beschützer Matisat, einem reichen Drogisten, teilen, den ihre elfmonatige Beziehung bereits 60 000 Franken gekostet hat und der bei ihren Premieren hundert Karten an seine Freunde verteilt, damit sie die von den rivalisierenden Bühnen bezahlten Auspfeifer vor die Tür setzen und zusammen mit ihren eigenen Claqueuren applaudieren. Lousteau zeigt dem neuen Freund und Satelliten den literarischen „Basar“ in den beiden „Galerien des Bois“ gegenüber dem Palais Royal, der Börse, und anschließend das Theater „Panorama Dramatique“ und führt ihn in die gemischte Geschäfts-, Prostitutions- und Vergnügungsszene ein und informiert ihn über die „plaque“ genannten Erpressungsmanöver mit der Androhung kritischer geschäftsschädigender oder persönlich desavourierender Zeitungsartikel. Er macht ihn mit dem Verleger Dauriat und dem Zeitungsherausgeber Finot bekannt, die unverblümt ihre skrupellose Macht demonstrieren: „Alles wurde hier gemacht, die öffentliche Meinung, der Ruf, politische und finanzielle Geschäfte. […] Es gab hier Buchhändler, Dichtung, Politik und Prosa, Modemagazine und schließlich Freudenmädchen, die nur am Abend kamen. Es war das Paradies der Nachrichten und der Bücher, des jungen und alten Ruhms, der Verschwörungen der Tribüne und der Lügen der Buchhändler.“[2]

Trotz seinem Gefühl, von d’Arthez proklamiertem Weg abzukommen, folgt Lucien Lousteaus Beispiel und schreibt eine überschwänglich positive Kritik in einem neuen literarischen Rezensionsstil über die „Panorama Dramatique“-Premiere des „Alkaden“ und über die schauspielerischen Leistungen Florines und der 18-jährigen Coralie, die daraufhin ans anspruchsvolle Theater Gymnase engagiert wird. Auch im Privaten kopiert er seinen Mentor und wird der Geliebte Coralies, die sich in den schönen jungen Poeten verliebt hat und auch bei seinen Niederlagen treu zu ihm hält. Ihr Mäzen, der reiche Seidenhändler Camusot, muss dulden, dass Lucien in ihre von ihm finanzierte Wohnung einzieht und von ihr mitfinanziert wird. Nach seiner gelungenen Talent-Probe erhält er von Finot einen außergewöhnlich hochdotierten Anfänger-Vertrag und wird Redaktionsmitglied. Die Kollegen, Hector Merlin, Félicien Vernou, Frédéric u. a., nehmen ihn äußerlich sehr freundschaftlich auf und loben seinen Zeitungsartikel, fürchten aber zugleich seine Rivalität. Finot strukturiert seinen Zeitungsverlag neu. Lousteau wird Chefredakteur und die liberale Journalistenrunde verteilt ihre Aufgaben und legt ihre Strategie fest: Freund- und Feindbilder, aufwertende und abwertende Artikel zur Steigerung der Auflage und des eigenen Profits, Rücksichtsnahme auf Abonnenten, Erpressung kooperationsunwilliger Theater und Verlage durch Androhung schädlicher Berichterstattung. Luciens Sonette und sein Roman sollen zum literarischen Erfolg katapultiert werden: „Zeigt, was ein Artikelchen in der Zeitung vermag! Bevor drei Monate vergangen sind, muss er ein großer Dichter sein!“[3] Lucien zwingt den Verleger Dauriat durch die abwertende Rezension eines von ihm publizierten Romans sein Sonett-Manuskript zu kaufen und schreibt nach Vernaus Ratschlag „Wir sind Händler in Worten und leben von unserem Handel“[4] zwei unterschiedliche Beurteilung über denselben Roman Nathans und verdient durch die schnell verfassten Artikel über Stadtimpressionen viel Geld und Beachtung in der Gesellschaft.
Sein Erfolg bringt Lucien Geld und gesellschaftliche Beachtung ein, macht ihn aber in seiner Eitelkeit unvorsichtig: Besondere Freude bereitet ihm nämlich das journalistische satirische Schreiben, wenn er sich für Niederlagen rächen kann. Ein Angriffsziel ist der konservative Monarchist Baron du Châtelet, über den ein Kollege ein satirischen Schlüsselartikel publiziert. Lucien legt nach und beschädigt den Ruf Châtelets und der inzwischen verwitweten Naïs. Die Royalisten sehen in ihm einen gefährlichen Journalisten und versuchen ihn auf ihre Seite zu ziehen und damit zu entschärfen. Man lockt ihn mit der, nie ernsthaft gemeinten, Aussicht auf die von ihm heiß ersehnte königliche Erlaubnis, den Adelstitel seiner Mutter zu führen. Dafür müsse er von der liberalen Presse zur vom Chefredakteur Hector Merlin neugegründeten royalistischen Zeitung „Réveil“ wechseln. Dann stünde ihm, wird ihm suggeriert, mit dem Titel eine Karriere in der höheren Gesellschaft und am Hof offen und er habe als schöner junger Adliger die Chance, eine reiche Frau zu heiraten. Der begabte Journalist und Dichter wird in die Palais eingeladen und umschmeichelt. Marquise d’Espard erklärt ihm ihre damalige Distanzierung von ihm als Strategie, damit sie und die verheiratete Naïs sich insgeheim für ihn einsetzen könnten, und die frühere Freundin scheint ihm „sein Missverständnis“ zu verzeihen. Er habe alles durch mangelnde gesellschaftliche Erfahrung missverstanden. Lucien gastiert nun häufig in den Adelskreisen, schreibt keine aggressiven Artikel mehr gegen die Royalisten, versöhnt sich wieder mit Châtelet und passt sich an den höheren Lebensstil der jungen Barone und Grafen an. Inzwischen hat Naïs durch ihre Vernetzung Châtelet zum Präfekten und Grafen gemacht, um mit ihm, ihrem zukünftigen Gatten, „im Triumph nach Angoulême zurückzukehren“.[5]

Galt Lucien bisher bereits als „Dandy“ der Journalisten, so benimmt er sich jetzt wie ein „bon vivant“: ohne viel zu arbeiten, eilt er auf das beste gekleidet von Party zu Party und gibt sorglos das Geld mit vollen Händen aus oder verspielt es. Das übersteigt bei weitem seine Einkünfte und er verschuldet sich immer mehr, zumal er beruflich erlahmt. Seine Trägheit und die Erschlaffung seines Willens treffen auch Coralie, der man ihren Wagen und ihre Wohnungseinrichtung pfändet. Sie versucht ihn vorsichtig, damit seine Laune nicht verdorben wird, an seine Arbeiten zu erinnern, sieht aber, wie er, im Wechsel zu den Royalisten eine größere Zukunftschance als in der heterogenen liberalen Journalistengruppe.
Neben seiner Verschuldung gerät Lucien immer mehr zwischen die beiden Lager. Die monarchistische Presse verlangt von ihm kritische Artikel gegen die Liberalen, die seinen Wechsel als Verrat ansehen und gegen ihn intrigieren. Dazu kommt der Neid seiner neuen Kollegen auf seinen bisherigen kometenhaften Aufstieg. Er durchschaut nicht, dass es hinter dem Presselagerkampf strategische Verbindungen über die Fronten hinweg gibt und dass liberalen Zeitungen Informationen aus Regierungskreisen zugespielt werden, um internen Konkurrenten zu schaden. So wird Lucien von Finot instrumentalisiert, mit gefälschtem Material einen Artikel gegen einen Minister zu schreiben.
Schließlich überstürzen sich im Jahr 1822 die dramatischen Ereignisse. Luciens auf einer Lüge aufgebauter Artikel gegen den Minister erfreut zwar die Liberalen und den Bruder des Königs, erzürnt aber den König und wird von dessen Generalsekretär vor ihm zerrissen. Das bedeutet das Ende seiner erhofften Royalisten-Karriere. Auf der anderen Seite muss er gegen sein eigenes Urteil einen „Verriss“ über das neu erschienene Buch seines alten Freundes Daniel d’Arthez schreiben und gerät dadurch in einen Gewissenskonflikt. Denn man verspricht ihm als Gegenleistung, Coralie bei ihrer Premiere im „Gymnase“ vor den Pfiffen gekaufter Claqueure zu beschützen. Seine Freundin steht nämlich unter dem Druck ihrer ehemaligen Freundin und neuen Konkurrentin Florine und deren einflussreichem Gönner. Während Lucien nach Rücksprache mit d’Arthez einen Kompromiss findet, kann die Intrige gegen Coralie nicht abgefangen werden und sie muss ihre Rolle an Florine abgeben. Doch die Situation der beiden eskaliert weiter: Lucien wird vom d’Arthez‘ Freund Michel Chrestien wegen der Buchkritik beleidigt, muss sich mit ihm duellieren und wird und durch einen Pistolenschuss schwer verletzt. Coralie gelingt es zwar, sich am Theater mit kleinen Rollen zu halten, erkrankt aber an einer durch die erlittenen Demütigungen, ihre Überarbeitung, die Verwundung Luciens und die finanzielle Notlage verursachten Depression und stirbt psychisch-physisch entkräftet. Luciens versucht für ihre Rettung vergeblich die letzten Ressourcen zu aktivieren. Beruflich und finanziell gescheitert kehrt er in die Provinz zurück und begegnet unterwegs der Kalesche des Grafen du Châtelet und seiner Frau Louise de Nègrepelisse, die ihn zur Mitfahrt einladen, was er ablehnt.
Die Leiden des Erfinders
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im dritten Teil wird in zeitlicher Parallelführung zum 18-monatigen Aufenthalt Luciens in Paris die Geschichte der Familie Séchard in Angoulême erzählt. David experimentiert in seinem Labor an einem Verfahren zur billigen Papierherstellung aus pflanzlichen Rohstoffen, v. a. Schilf, Brennnesseln, Disteln usw., und vernachlässigt die Arbeit der unter mangelnden Aufträgen leidenden Druckerei, aber er hofft durch die Erfindung seine finanzielle Situation sanieren zu können und reich zu werden. Die kaufmännisch geschickter als ihr Mann agierende Eva übernimmt, ein halbes Jahr nach der Hochzeit, als ihre Rücklagen aufgebraucht sind, die Organisation, verbessert die Abläufe und entwickelt einige Ideen, Geld zu verdienen, z. B. durch den Druck volkstümlicher Legenden und Heiligenwundern, die bei den Bauern beliebt sind, und durch die Neuauflage eines farbigen Hirtenalmanachs aus dem alten Bestand der Druckerei, wobei sie selbst mit der Hand die Bilder koloriert.
Diese Aktivitäten stören die Brüder Cointet, die den Séchard-Betrieb mit kleinen Aufträgen von sich abhängig halten und an der Selbständigkeit hindern wollen. Sie werben den zwielichtigen Séchard-Angestellten Cérizet als Spion an, lassen sich von ihm über alle Vorgänge berichten, v. a. über Davids Papier-Forschung, und verderben das Almanach-Geschäft mit einer eigenen Ausgabe. Eva reagiert mit einer Gegenstrategie und bietet im Pariser Buchhändlerblatt den Verkauf der Konzession der Druckerei an. Die Brüder fürchten einen auswärtigen Investor, mieten die Druckerei und lassen sie von Cérizet betreiben. Aber sie planen bereits die Kündigung des Mietvertrags als Druckmittel, um die Besitzer, wenn sie in zu erwartende Schwierigkeiten geraten, zum Verkauf entweder der Druckerei oder der Erfindung zu zwingen.
Zuerst bedeutet die neue Situation eine Entlastung der schwangeren Eva und ihres Mannes. Dann erreicht sie die Nachricht vom Debakel Luciens in Paris. David wird für die vom Schwager mit seinem Namen unterschriebenen gefälschten Wechsel über 3000 Franken belangt und soll bei Zahlungsunfähigkeit inhaftiert werden. Die Brüder Cointet nutzen diese Lage aus und beginnen mit einer Intrige: Sie kaufen heimlich die Wechsel und fordern gerichtlich über verschiedene Stationen das Geld von Lucien und David zurück.

Für ihren Feldzug engagieren sie den jungen Advokaten Petit-Claud und versprechen dem Schneidersohn durch ihre gesellschaftlichen Verbindungen die Position eines Staatsanwalts und die Heirat eines reichen adligen Fräuleins, Françoise de la Haye. Dafür verteidigt Petit-Claud erstens seinen Schulkameraden David zum Schein, verzögert den Prozess durch Einsprüche, um ihn durch hohe Gerichts- und Anwaltskosten zu verteuern. Zweitens stachelt er den alten geizigen Nicolas Séchard gegen seinen Sohn auf und hindert ihn so daran, dessen Verpflichtungen zu übernehmen. David soll durch die Androhung seiner Verhaftung und des dadurch entstehenden Ehrverlusts unter Druck gesetzt werden, seine Erfindung zu verkaufen. Obwohl Petit-Claud durch sein geschicktes Doppelspiel mit dem Wechsel zwischen Wahrheit und Lüge seinen Klienten auf die Gefahren hinweist, geht dieser nicht darauf ein und hofft vorher der Verhaftung das Patent anmelden und seine Erfindung vermarkten zu können. Nach langwierigen Verfahren, Klagen, Einsprüchen, Androhung der Pfändung bzw. der Versteigerung, wird im August 1822 schließlich ein Haftbefehl erlassen und David versteckt sich bei Freunden, wo er nicht so leicht wie zu Hause überwacht werden kann. Denn nach dem Gesetz darf er nur außerhalb eines Hauses festgenommen werden. Jetzt setzt man Eva unter Druck, aber sie durchschaut die Intrigen Cointets und weigert sich, das Versteck zu verraten.
Als ihr Lucien im September in die Stadt zurückkehrt, versucht Petit-Claud über ihn, seinen alten Schulkameraden, durch Schmeicheleien hinter das Geheimnis zu kommen: Er schreibt einen Zeitungsartikel, in dem der in Paris Gescheiterte als berühmter Dichter gelobt wird, arrangiert ein nächtliches Ständchen vor seiner Wohnung und vermittelt einen Empfang bei der wieder inthronisierten gesellschaftlichen Stadt-Königin Louise du Châtelet. Während Lucien geschmeichelt ist, seine Pariser Niederlagen verdrängt und seinen Einfluss auf die ehemalige Geliebte für die Aufhebung des Haftbefehls gegen David nutzen will, überredet der Advokat Louise zu einer großzügigen Geste gegenüber dem mittellosen Poeten. Sie empfängt ihn, er bittet um Unterstützung bei der Freilassung Davids und ihr Mann sagt seine Hilfe zu. Damit hat Petit-Claud nicht gerechnet und er muss seine Strategie ändern und David vor der zu erwartenden Schonung für die Verhaftung auf die Straße zu locken. Er hat sein Versteck mit Hilfe des Spions Cérizet, dem er den Kauf der Séchard-Druckerei verspricht, gefunden und lässt den Gehilfen einen Brief an David mit Luciens Unterschrift fälschen: Er solle in der Nacht zu Präfektur gehen, um sich mit ihm zu treffen. Im Folgenden überlagern sich die Ereignisse. David hat einen zweiten Brief erhalten, im dem ihm Lucien seine bevorstehende Befreiung mitteilt. Als er das Haus verlässt, wird er von Gendarmen verhaftet und beschuldigt Lucien des Verrats. Dieser nimmt an, David hätte seinen Brief missverstanden, fühlt sich schuldig und verlässt die Stadt, um sich in der Charente zu ertränken.
Dazu kommt es jedoch nicht, denn er wird durch den spanischen Abbé Carlos Herrera[6] vom Suizid abgehalten. In einem langen Vortrag mit vielen historischen Beispielen erklärt ihm der Geistliche seine Sicht der Welt und seine Position: „Es gibt keine Gesetze mehr, es gibt nur noch Gesellschaftssitten, das heißt Künstlichkeit und Schein, immer wieder die Form […] Die einen stammen von Abel, die anderen von Kain. […] ich bin ein Mischling; Kain für meine Feinde, Abel für meine Freunde, und wehe dem, der Kain weckt“.[7] Nachdem er Luciens Leidensgeschichte angehört hat, rät er ihm: „Sie haben wie ein Kind gehandelt, seien Sie ein Jäger, legen Sie sich in den Hinterhalt, schleichen Sie sich in die Welt von Paris ein, warten Sie auf Beute und Zufall, halten Sie sich nicht mit der Ehre auf, denn wir gehorchen alle irgendeinem Laster, irgendeiner Notdurft; aber gehorchen Sie dem obersten Gesetz, der Verschwiegenheit!“[8] Am Ende lässt sich Lucien überzeugen und tritt in seine Dienste ein. Er erhält von Herrera 15 500 Franken, die er seiner Schwester mit der Post schickt. Im beiliegenden Brief erklärt er: „Statt mich zu töten, verkaufte ich mein Leben. Ich gehöre nicht mehr mir, ich bin mehr als der Sekretär eines spanischen Diplomaten, ich bin sein Geschöpf. Ich beginne von neuem ein Leben voller Gefahren“.[9][10]
Für eine Lösung des Falles in Davids Sinn kommt das Geld allerdings zu spät in Angoulême an. Kurz zuvor musste er als Gegenleistung für seine Haftentlassung einen Vertrag mit den Brüdern Cointet abschließen und mit ihnen gemeinsam eine Gesellschaft zur Nutzung der neuen Erfindung gründen. Petit-Claud hat alles in Verbindung mit seiner Karriere vorbereitet. Die Cointets sind ihm verpflichtet. Mit dem gefälschten Brief, den er von Eva zur Prüfung zurückerhält, setzt er Cérizet unter Druck, für ihn parteipolitisch zu agieren. Dafür streckt er ihm die Summe vor, um Séchards Druckerei zu kaufen. Außerdem soll er eine neue Zeitung als Stütze der liberalen Partei gründen, die der zukünftige erste Staatsanwalt vor einem Patententzug schützen will.
Die Séchards bezahlen ihre Schulden, legen Geld für eine Rente an und kaufen in Marsac ein hübsches kleines Gut, das 1829 nach dem Tod des alten Nicolas Séchard um dessen Besitz erweitert und von ihrem treuen Angestellten Kolb verwaltet wird. Im September 1823 gibt David seine Forschungen auf, da die Ergebnisse für Cointet nicht zufriedenstellenden verlaufen, scheidet aus dem Vermarktungsvertrag mit einer Abfindung aus und beschäftigt sich als „Träumer und Sammler“ von Insekten.
Während David und Eva froh sind, die Prozesse überstanden zu haben und mit ihren beiden Kindern auf dem Land ohne finanzielle Sorgen leben zu können, machen die Intriganten Karriere: Boniface Cointet wird Millionär, Abgeordneter, Pair, Handelsminister und heiratet die Tochter eines einflussreichen Staatsmannes. Petit-Claud steigt zum Gerichtshofspräsidenten in Poitiers auf. Der „kühne Cérzet“ hat mit seiner Zeitung in Angoulême während der Amtszeit seines Beschützers in der Stadt für einige Unruhe gesorgt. Er zieht dann nach Paris und agiert erfolgreich für die liberale Partei.
Editionsgeschichte und Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Editionsgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die einzelnen Teile der Illusions perdues erschienen über einen Zeitraum von ca. sechs Jahren und variieren erheblich von Ausgabe zu Ausgabe und auch aufgrund der Veröffentlichung in serieller Form: 1837 (Les deux poètes u.d.T. Illusions perdues in Scènes de la vie de province, Bd. 4), 1939 (Un grand homme de province a paris, 2 Bde.) und 1844 (David Séchard ou Les souffrances. In: L’État 9, 6.-19.6. und 14.7.-14.8.). Lucien Chardons Sonette in Die zwei Dichter wurden von mit dem Autor befreundeten Dichtern, darunter Théophile Gautier, verfasst.[11]

Deutsche Übersetzungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ersten deutschen Ausgaben der Verlorenen Illusionen erschienen unter den Titeln David Séchard und Entschwundene Täuschungen 1845 bzw. 1846, jeweils ohne Übersetzer-Angabe, im Verlag Gottfried Basse, Quedlinburg/Leipzig als Bd. 49/50 bzw. 74 der Sämtlichen Werke-Edition.[12] Es folgten Übersetzungen von Felix Paul Greve (1909: In: Menschliche Komödie, Bd. 4/5) und Hedwig Lachmann (1920, 1936.[13]), jeweils im Insel Verlag Leipzig, Otto Flake (1924 bei Rowohlt Berlin) und Melanie Walz (2014: Hanser München).
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während die in viele Sprachen übersetzten und häufig adaptierten Verlorenen Illusionen heute als ein Hauptwerk des Autors und als einer der bedeutendsten Romane des französischen Realismus[14] eingeschätzt werden,[15] war die Bewertung der zeitgenössischen Kritiker überwiegend negativ. Aber der Publikumserfolg inspirierte Balzac zu einer vierteiligen Fortsetzung: Splendeurs et misères des courtisanes (in Teilen von 1838 bis 1847 veröffentlicht). Die schlechte Aufnahme durch die Kritik beschädigte jedoch Balzacs Ruf in literarischen Kreisen so sehr, dass das Werk, im Gegensatz zu seinen anderen populäreren Romanen, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts nur noch selten neu aufgelegt wurde.
Jules Janin kritisiert in Le Corsaire das Werk, v. a. den zweiten Teil, als widerwärtiges und zynisches Buch. Wie eine Kanalisation sei es voller übelriechender Beschreibungen und könne nur als Rache Balzacs an der Presse erklärt werden. Zu keiner Zeit seines Talents sei das Denken des Autors diffuser, nie sei seine Erfindung träger, nie sein Stil falscher gewesen. Eusèbe Girault de Saint-Fargeau sieht in dem Roman ohne Handlung und ohne Interesse eine lange und schwere Hetzrede gegen die Provinz.[16]
Die ersten negativen Bewertungen könnten auch mit der sich über mehrere Jahre hinziehenden Publikation der drei Teile zusammenhängen, während spätere Kritiker das Werk als Ganzes kennenlernten: Marcel Proust, z. B., zählt den Roman zu den besten Büchern Balzacs.[17] Thomas Mann spricht „im ganzen von einer wilden Größe“[18] und nach Benjamin sind die Verlorenen Illusionen dazu da, „wie ein nahrhaftes Gericht […] verschlungen zu werden“.[19] Die Fülle der Gestalten, die Vielzahl der zeitgeschichtlich relevanten Details sowie die Verwicklungen und Spekulationen würden am Leser vorüberrauschen „wie das gleichzeitig aufkommende große Orchester“.[20] Bei allen kommentierten Exkursen über die Presse mit den neuen Formen des Journalismus und die Entwicklung ganzer Industriezweige, z. B. Drucktechniken und Papierherstellung, verliere der Autor nie den Faden der Haupthandlung aus dem Auge.[21] In ähnlicher Bewertung lobt Heinrich Mann, Balzacs „herkulisches Genie [habe] Stoffmassen gewälzt wie nie ein anderes.“[22]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Balzacs Roman wurde in die Zeit-Bibliothek der 100 Bücher (1978–1980), in die Liste Das Buch der 1000 Bücher (2002) und in Die neue ZEIT-Bibliothek der Weltliteratur: 100 Bücher, 100 Lebensgefährten (2023) aufgenommen.
Interpretationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Donald Adamson ordnet Balzacs Roman nicht in erster Linie als einen die Entwicklung des Charakters beleuchtenden Bildungsroman ein, sondern als Gesellschaftsroman: Er enthülle eher die geheimen Abläufe der Welt.[23] Dieser Interpretation entsprechend beziehen sich die meisten Analysen hauptsächlich auf die „bissige wie glänzende“ Medienpassage in Paris, die nach Neuschäfer für heutige Leser am ergiebigsten ist:[24]
Der marxistische Literaturkritiker Georg Lukács sieht in den Verlorenen Illusionen das tragikomische Epos der Kapitalisierung des Geistes, d. h. die „Verwandlung der Literatur (und mit ihr aller Ideologie) in eine Ware“, die „Kapitalisierung der Literatur von der Papierproduktion zur lyrischen Sensation“.[25] Naomi Lubrich zeigt in ihrer Analyse, wie im gesamten Buch der Literaturbetrieb mit der Modeindustrie verglichen wird, zum Beispiel durch die Verwendung identischer Begriffe: Der Begriff „plume“ bezieht sich auf ein Schreibutensil und einen Hutschmuck; „tournure“ und „style“ sind Formen des Schreibens und Anziehens; In den „boutiques“ werden Bücher und Kleidung verkauft. Diese sprachlichen Doppelgänger würden das kommerzielle Interesse des Journalismus, der nach Neuem und oberflächlichem Reiz strebt, offenbaren.[26] Nach Maurice Bardèche ist v. a. der zweite Teil des Werkes eine Analyse des Übels des Jahrhunderts, der „Verwässerung der Wahrheit zwischen Betrügereien“.[27]
Adaptionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Illustrationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von Adrien Moreau,[28] Célestin Nanteuil,[29] William Henry Boucher[30] und Alexandre Baulant in Anlehnung an Henry Monnier.
Lesung, Hörspiel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ungekürzte Lesung von Christian Brückner (ca. 25 Stdn.). Audible Hörbuch, Parlando, Berlin 2012.
- WRD-Hörspiel in 6 Teilen, 1971. Regie: Fritz Schröder-Jahn, mit Peter Weis (Lucien Chardon), Michael Thomas (David Suchard) und Dagmar Altrichter (Naïs de Bargeton) u. a. Hörverlag München und ARD Audiothek[31][32][33]
Theater
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2011: Ballett-Choreografie von Alexei Ratmansky am Bolschoi-Theater.
- 2020: Adaption von Pauline Bayle, uraufgeführt 2020 in Albi, dann auf Tournee, 2022 mit dem Grand Prix für die beste Theatervorführung des Jahres von der Kritikerunion ausgezeichnet.
Film
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1966: 4-teilige Fernsehadaption unter der Regie von Maurice Cazeneuve mit Yves Rénier als Lucien.
- 2021: Französischer Film Verlorene Illusionen. Vorführung bei den 78. Filmfestspielen von Venedig. Regie: Xavier Giannoli. Besetzung: Benjamin Voisin (Lucien du Rubempré), in Nebenrollen u. a. Gérard Depardieu, Cécile de France und Xavier Dolan.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dominique Massonnaud: Illusions perdues, « l’œuvre capitale dans l’œuvre ». In: Romanische Studien. Bd. 3, 2016, online.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Text: Projekt Gutenberg. https://www.projekt-gutenberg.org/balzac/illusion/illusion.html
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 336 ff.
- ↑ Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 353 ff.
- ↑ Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 446.
- ↑ Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 477.
- ↑ Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 565.
- ↑ Hinter diesem Namen verbirgt sich der Protagonist mehrerer La Comédie humaine-Romane Balzacs: der ehemalige Sträfling Vautrin bzw. mit bürgerlichem Namen Jacques Collin.
- ↑ Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 762, 765.
- ↑ Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 762.
- ↑ Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 785.
- ↑ Die Fortsetzung der Lucien-Herrera-Handlung erzählt Balzac im 1838 veröffentlichten Roman Splendeurs et misères des courtesans
- ↑ Herbert J. Hunts Einführung zur Penguin Classics-Ausgabe von Lost Illusions, 1971.
- ↑ Kindlers Literaturlexikon im dtv. Deutscher Taschenbuch Verlag München, 1974. Bd. 11, S. 4761.
- ↑ Projekt Gutenberg https://www.projekt-gutenberg.org/balzac/illusion/illusion.html
- ↑ Kindlers Literaturlexikon im dtv. Deutscher Taschenbuch Verlag München, 1974. Bd. 11, S. 4761.
- ↑ 25 internationale Wikipedia-Artikel weisen darauf hin.
- ↑ zitiert in: Joëlle Gleize: Balzac La Comédie humaine. Illusions perdues. https://archive.wikiwix.com/cache/index2.php?url=http%3A%2F%2Fwww.v1.paris.fr%2Fcommun%2Fv2asp%2Fmusees%2Fbalzac%2Ffurne%2Fnotices%2Fillusions_perdues.htm#federation=archive.wikiwix.com&tab=url
- ↑ Proust schrieb an Boylesve: „weil ich das ungeheure Fresko der verlorenen Illusionen, des Glanzes und des Elends unendlich bewundere, hindert mich das nicht, den Pfarrer von Tours, die alte Jungfer oder das Mädchen mit den goldenen Augen ebenso hoch zu stellen und die Kunst dieser Miniaturen dem Fresko gleichzusetzen“. In: Correspondance de Marcel Proust, Text erstellt, vorgelegt und kommentiert von Philip Kolb, T. XVI, Plon, Paris, 1982, Brief 136, an René Boylesve, kurz vor dem 25. Oktober 1917.
- ↑ Zitiert in: Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977. Rückseite.
- ↑ Zitiert in: Kindlers Literaturlexikon im dtv. Deutscher Taschenbuch Verlag München, 1974. Bd. 11, S. 4761.
- ↑ Theodor W. Adorno, zitiert in: Kindlers Literaturlexikon im dtv. Deutscher Taschenbuch Verlag München, 1974. Bd. 11, S. 4760.
- ↑ Jörg Drews, Kindlers Literaturlexikon im dtv. Deutscher Taschenbuch Verlag München, 1974. Bd. 11, S. 4760.
- ↑ Zitiert in: Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, Rückseite.
- ↑ Donald Adamson: Illusions perdues. London, 1982, S. 86.
- ↑ Hans-Jörg Neuschäfer: Nachwort. In: Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Diogenes Verlag Zürich, 1977, S. 797.
- ↑ György Lukács: Balzac und der französische Realismus. Aufbau Verlag Ost-Berlin, 1952.
- ↑ Naomi Lubrich: Honoré de Balzac und die Semiotik der Mode in: Quo Vadis Romania? Zeitschrift für eine aktuelle Romanistik, 43, 2014, S. 78–97.
- ↑ Maurice Bardèche: Balzac, Romancier. Slatkine Genf, 1967.
- ↑ In: Honoré de Balzac: Lost illusions: The two poets. a provincial great man in Paris. The trials of an inventor. George Barrie & Son Philadelphia, 1898. University of California Libraries.https://archive.org/details/lostillusionstwo01balz/page/n55/mode/2up
- ↑ In: Œuvres complètes, éd. Houssiaux, 1874, tome 8.djvu
- ↑ In: Honoré de Balzac: Comédie Humaine: Un grand homme de province à Paris. J.M. Dent, 1897.
- ↑ https://hoerspiele.dra.de/detailansicht/1443975
- ↑ https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-hoerspiel/audio-verlorene-illusionen--klassiker-von-honore-de-balzac-100.amp
- ↑ https:// www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:44f79edae172a862/