Verwertungsgesellschaftengesetz

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Basisdaten
Titel: Gesetz über die Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten durch Verwertungsgesellschaften
Kurztitel: Verwertungsgesellschaftengesetz
Abkürzung: VGG
Art: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Rechtsmaterie: Gewerblicher Rechtsschutz
Fundstellennachweis: 440-18
Erlassen am: 24. Mai 2016
(BGBl. I S. 1190)
Inkrafttreten am: 1. Juni 2016
Letzte Änderung durch: Art. 14 G vom 17. Juli 2017
(BGBl. I S. 2541, 2545)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
25. Mai 2018
(Art. 31 G vom 17. Juli 2017)
GESTA: G042
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Das Verwertungsgesellschaftengesetz regelt die Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten durch Verwertungsgesellschaften, abhängige und unabhängige Verwertungseinrichtungen. Es löste zum 1. Juni 2016 das Urheberrechtswahrnehmungsgesetz ab. Mit ihm wird die Richtlinie 2014/26/EU (VG-Richtlinie) umgesetzt, die den Rechtsrahmen zur Regulierung der Tätigkeit von Verwertungsgesellschaften harmonisiert. Zum anderen wird das Verfahren zur Ermittlung der Vergütung für Geräte und Speichermedien schneller und effizienter ausgestaltet.[1]

Novelle 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am 20. Dezember 2016 erlassene Änderung des VGG schuf eine Übergangslösung für die Folgen der Urteile des KG Berlin vom 14. November 2016 (24 U 96/14) und des BGH vom 21. April 2016 (I ZR 198/13).

  • § 27 Abs. 2 VGG bestimmt, dass Verleger nach einer im Verteilungsplan der Verwertungsgesellschaften bestimmten Quote an den Einnahmen der Urheber beteiligt werden können – egal, wer die Rechte in die Verwertungsgesellschaft eingebracht hat (sprich: egal, ob der Urheber zum Zeitpunkt des Abschlusses des Verlagsvertrags bereits Mitglied der Verwertungsgesellschaft war und ihr die Rechte am jeweiligen Werk im Voraus abgetreten hat – dadurch wird das Prioritätsprinzip ausgehebelt)
  • § 27a VGG bestimmt, dass der Urheber, nachdem das Werk veröffentlicht oder bei der Verwertungsgesellschaft angemeldet wurde, der Verwertungsgesellschaft gegenüber zustimmen kann, dass der Verlag auch an den gesetzlichen Vergütungsansprüchen beteiligt wird. Das war bislang aufgrund des § 63 UrhG nicht möglich, da nach zutreffender Ansicht gesetzliche Vergütungsansprüche nicht schon mit der Vollendung des Werks entstehen, sondern mit der Nutzung.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entwurf des Gesetzes mit Begründung BT-Drs. 18/7223
  2. https://verlegerbeteiligung.de. Abgerufen am 4. Januar 2017.
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