Vierendeelträger

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— Máel Milscothach D 14:01, 17. Jul. 2016 (CEST)
Vierendeelträger, notwendige Biegesteife Ausführung ist schematisch angedeutet
Vierendeelträger-Brücke in Grammene, Belgien

Der Vierendeelträger ist ein Träger aus zu Rechtecken zusammengesetzten Stäben.

Im Unterschied zum Fachwerkträger mit Stabdreiecken ermöglicht ein in Fassaden oder Wänden eingebauter Vierendeelträger das Anbringen üblicher rechteckiger Fenster, Türen oder Durchgänge in den Zwischenräumen. Anders als bei Fachwerkträgern müssen die Verbindungsstellen zwischen den Stäben aber biegesteif gestaltet werden. Da biegeweiche Verbindungen in der Baustatik üblicherweise als Gelenke behandelt werden, wäre ein Stabviereck mit einfachen Eckverbindungen ein statisch unterbestimmtes und damit unbrauchbares Tragsystem. Die Stabvierecke würden sich bereits bei kleiner Beanspruchung zu Parallelogrammen verformen bzw. bei gelenkiger Betrachtungsweise zu Stabpaketen zusammenfallen. Als Vorteil gegenüber einem (statisch nicht überbestimmten) Fachwerkträger ist zu nennen, dass ein Vierendeelträger bei Ausfall eines vertikalen Stabes noch eingeschränkt betriebstauglich bleibt und nicht sofort in sich zusammenfällt wie ein Fachwerk bei Ausfall irgendeines Stabs.

Der Vierendeelträger ist nach dem belgischen Ingenieur Arthur Vierendeel (1852–1940) benannt.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]