Villa Seedorf

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Villa Seedorf

Die Villa Seedorf in Bremerhaven-Lehe, Ortsteil Klushof, Hafenstraße 14, wurde 1877 gebaut. Das Gebäude steht seit 1976/78 unter Bremer Denkmalschutz.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwei- und dreigeschossige, verputzte Villa an der Ecke Hafenstraße / Wilhelm-Busch-Straße wurde 1877 in der Bauepoche des Historismus im Stil des Klassizismus gebaut. Der pompöse dreiachsige und dreigeschossige Portikus im Rundbogenstil der Zeit mit in etwa korinthischen Säulenkapitellen repräsentiert Stärke. Darüber befindet sich das Gebälk mit Gesims und Fries und dem dreieckigen Tympanon mit einer allegorischen Figurengruppe. Eine weibliche Figur steht außen im ersten Obergeschoss.

Bauherr war der Bauunternehmer Friedrich Seedorf. Die großbürgerliche gründerzeitliche Villa mit originären aufwändigen inneren Stuckarbeiten diente zugleich als Musterkatalog für die Kunden des Unternehmers.

Im Gebäude war nach aufwändigen Restaurierungen von 1982 bis März 2018 das Standesamt Bremerhaven untergebracht, das sich seitdem Am Alten Hafen Nr. 118 in Mitte befindet. Das Haus wurde von der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven (STÄWOG) übernommen und aufwendig renoviert. Im Oktober 2018 ist dort die Eröffnung des "Ambulanten Tumorzentrum Bremerhaven" vorgesehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harry Gabcke, Renate Gabcke, Herbert Körtge, Manfred Ernst: Bremerhaven in zwei Jahrhunderten; Band I bis III von 1827 bis 1991. Nordwestdeutsche Verlagsgesellschaft, Bremerhaven 1989/1991, ISBN 3-927857-00-9, ISBN 3-927857-37-8, ISBN 3-927857-22-X.
  • Udo Stoessel: Standesamt in der Hafenstraße. Prachtvilla aus der Gründerzeit restauriert. In: Dietrich Damm: Stiftung Wohnliche Stadt – 25 Jahre Engagement für zwei Städte, Delmenhorst 2005.
  • Wolfgang Brönner: Bremerhaven. Baudenkmäler einer Hafenstadt, Bremen 1976.
  • Hartmut Bickelmann: Zwischen Gewerbeansiedlung und Wohnungsbau. Die südliche Hafenstraße und ihr Einzugsbereich bis zum Ersten Weltkrieg. In: Bremerhavener Beiträge zur Stadtgeschichte Bd. II, Bremerhaven 1996.
  • Dehio Bremen/Niedersachsen 1992
  • Rudolf Stein: Klassizismus und Romantik in der Baukunst Bremens II. Hauschild-Verlag, Bremen 1965.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Denkmaldatenbank des LfD

Koordinaten: 53° 33′ 1,4″ N, 8° 34′ 49,7″ O