Villenkolonie Am Priel-Hof

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Die Villenkolonie Am Priel-Hof befindet sich im Münchner Stadtteil Bogenhausen-Priel. Diese Villenkolonie ist nicht zu verwechseln mit der Gartenstadt Bogenhausen-Priel.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Villenkolonie Am Priel-Hof wird von der Effnerstraße durchquert sowie von der Englschalkinger Straße und Oberföhringer Straße (früher: Ismaninger Hauptstraße) eingefasst. Die Anlage besteht aus der Normannen-, Rudlieb-, Frithjof-, Ortnit-, Odin-, Asgard- und Muspelheimstraße, so dass auch „Normannen-Siedlung“ als Name für die Anlage vorgeschlagen wurde.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Villenkolonie wurde ab 1934 im gleichnamigen Ortsteil Priel[2][3][4][5] in Bogenhausen errichtet. Namensgebend war die Straßeneinkehr (Gaststätte) „Priel-Hof“, die an der Ismaninger Hauptstraße (heute: Oberföhringer Straße 42) stand, bis sie 1960 abgerissen wurde. Der Name des Gasthauses wiederum bezog sich auf ein altes Bogenhausener Bauernanwesen, den Prielhof[6] (vergleichbar mit dem Prielhof des Klosters Scheyern[7]), der schon 1288/1304 belegt ist sowie auf den Priel-Wald und die Straße „Am Priel“.[1] Das Richtfest fand bei den ersten drei Villen im September 1934 statt.[8]

Der Architekt Emil Wolf erstellte den Aufteilungsplan für die Villenkolonie, der das Gelände von knapp 123000 m² (36 Tagwerk) in 126 Parzellen aufteilte, welche im Schnitt eine Größe von etwa 600 m² hatten. Für die Bebauung waren freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser mit Erdgeschoss und erstem Stock vorgesehen. Darüber hinaus gab es für die Villen, die hier entstehen sollten, kein festgelegtes architektonisches Schema. Damit stand es den künftigen Villenbesitzern überwiegend frei, wie sie bauen wollten – jedoch lag die Gesamtaufsicht über die Villenkolonie beim Architekten Emil Wolf.[8]

Zeitgenössische Zeitungsberichte über die Villenkolonie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Villenkolonie am Priel-Hof. auf: muenchen.de
  2. Nachtrag zur Urgeschichte der Baiern, ".. Prüel Pruoil ..", S. 35, Vincenz Pall von Pallhausen, 1815, Google eBook.
  3. Phillip Apian Karte, 1568, Signatur: Hbks/F 15b, Bay. Landesbibliothek Online.
  4. Karte von der Gegend um München..., ".. Priel ..", Héritiers de Homan, Nürnberg, 1743, Bibliothèque nationale de France.
  5. München & Umgebung, Gravur, Perrier, J., 1700-1799, Bibliothèque nationale de France.
  6. Monumenta Boica, ".. prülhof gelegen zu pogenhausen ..", Band 21, S. 169, Bayerische Akademie der Wissenschaften, 1813, Google eBook.
  7. Der Prielhof - der Meierhof des Klosters Scheyern, P. Lukas Wirth OSB, Webseite des Klosters Scheyern.
  8. a b Villenkolonie Am Priel-Hof. auf: nordostkultur-muenchen.de

Koordinaten: 48° 9′ 23″ N, 11° 37′ 4″ O