Volker Michael Strocka

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Volker Michael Strocka (* 26. Februar 1940 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Klassischer Archäologe.

Der Sohn eines Mediziners besuchte von 1950 bis 1959 das Altsprachliche Lessing-Gymnasium in Frankfurt am Main. Er studierte von 1959 bis 1965 Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Alte Geschichte und Philosophie an den Universitäten München, Basel, Paris und Freiburg. Dort wurde er 1965 bei Walter-Herwig Schuchhardt promoviert. Von 1965 bis 1974 war er wissenschaftlicher Assistent bei Bernard Andreae an der Universität Bochum, unterbrochen 1968/69 durch das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Im Jahr 1973 wurde er in Bochum mit einer Arbeit zum Thema Die Wandmalerei der Hanghäuser in Ephesos habilitiert. 1975 erhielt er eine Dozentenstelle an der Universität Göttingen. Von 1975 bis 1981 war Strocka als Erster Direktor am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin tätig. 1977 wurde er ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Von 1981 bis zu seiner Emeritierung 2005 lehrte er als ordentlicher Professor für Klassische Archäologie an der Universität Freiburg. In den Jahren 2003 bis 2005 war Strocka erster Vorsitzender und von 2005 bis 2009 zweiter Vorsitzender der Mommsen-Gesellschaft.

Seit 1967 nahm er regelmäßig an den österreichischen Forschungen in Ephesos teil und war hier für die Bearbeitung der Malereien der Hanghäuser sowie für den Wiederaufbau der Celsus-Bibliothek verantwortlich. In seiner Berliner Zeit begann er das Forschungsprojekt Häuser in Pompeji, die Dokumentation ausgewählter Häuser und ihrer Malereien in Pompeji, das er in Freiburg fortsetzte. Von 1996 bis 2000 leitete er Ausgrabungen in Thugga, 2002 bis 2008 in Nysa. Seine Forschungsschwerpunkte sind die griechische und römische Architektur, Bauornamentik, Plastik und Malerei.

Strocka ist seit 1974 verheiratet und hat drei Kinder.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Piräusreliefs und Parthenosschild. Versuch einer Wiederherstellung der Amazonomachie des Phidias. Wasmuth in Komm, Berlin 1967 (= Dissertation, Freiburg i. Br.)
  • Die Wandmalerei der Hanghäuser in Ephesos (= Forschungen in Ephesos. Band 8). 2. Teile. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1977.
  • Das Markttor von Milet (= Winckelmanns-Programm der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin. Bd. 128). de Gruyter, Berlin 1981.
  • Casa del Principe di Napoli (= Häuser in Pompeji. Bd. 1). 1984
  • Casa del Labirinto (Häuser in Pompeji Bd. 4) 1991
  • Römische Fresken in der Antikensammlung des Württembergischen Landesmuseums (= Führer und Bestandskataloge. Bd. 1). Württembergisches Landesmuseum, Stuttgart 1991, ISBN 3-8062-1010-1.
  • Die Regierungszeit des Kaisers Claudius (41–54 n.Chr.) – Umbruch oder Episode? Internationales interdisziplinäres Symposion aus Anlaß des hundertjährigen Jubiläums des Archäologischen Instituts der Universität Freiburg i. Br. 16.–18.2.1991. Zabern, Mainz 1994, ISBN 3-8053-1503-1.
  • Die Gefangenenfassade an der Agora von Korinth. Ihr Ort in der römischen Kunstgeschichte. Schnell & Steiner, Regensburg 2010. ISBN 978-3-7954-2403-9
  • Dokimenische Säulensarkophage. Datierung und Deutung (= Asia Minor Studien. Band 82). Habelt, Bonn 2017. ISBN 978-3-7749-4071-0

Herausgeberschaften

  • mit Herwig Maehler: Das ptolemäische Ägypten. Akten des internationalen Symposions 27.–29. September 1976 in Berlin. Zabern, Mainz 1978, ISBN 3-8053-0362-9.
  • mit Dietrich Papenfuß: Palast und Hütte. Internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Archäologie sowie der Vor- und Frühgeschichte (Symposium der Alexander von Humboldt-Stiftung) 1979. Zabern, Mainz 1982, ISBN 3-8053-0492-7.
  • mit Simon Hoffmann und Gerhard Hiesel: Die Bibliothek von Nysa am Mäander (= Forschungen in Nysa am Mäander. Band 2). Zabern, Darmstadt 2012. ISBN 978-3-8053-4588-0.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]