Volksbank Wolfenbüttel

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Logo der Genossenschaftsbanken  Volksbank eG
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Am Herzogtore 12
38300 Wolfenbüttel
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 270 925 55[1]
BIC GENO DEF1 WFV[1]
Gründung 2016
Verband Genossenschaftsverband
Website www.volksbank-mit-herz.de
Geschäftsdaten 2015[2]
Bilanzsumme 1.736,4 Mio. €
Einlagen 1.321,7 Mio. €
Kundenkredite 975,2 Mio. €
Mitarbeiter 442
Geschäftsstellen 37 (+ 13 SB)
Mitglieder 31.418
Leitung
Vorstand Ernst Gruber (Sprecher), Matthias Gericke, Helmuth Kellner, Ralf Schulz, Thomas Stolper
Aufsichtsrat Gerhard Schwetje (Vorsitzender)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Volksbank Wolfenbüttel ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Wolfenbüttel. Sie wurde 2016 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Volksbanken Wolfenbüttel-Salzgitter, Helmstedt und Vechelde-Wendeburg gebildet. Das Geschäftsgebiet der Bank umfasst den Landkreis Wolfenbüttel, Teile der Stadt Salzgitter sowie Teile der Landkreise Börde, Helmstedt und Peine.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung erfolgte 1902 als „allgemeine Spar- und Kredit-Genossenschaft GmbH“. 1908 wurde die Bank in „Gewerbebank e.G.m.b.H.“ umbenannt. 1934 übernahm sie die „Mittelstandsbank“. 1939 wurde sie zur „ Volksbank Wolfenbüttel“ umbenannt. Auf Anweisung der Landesregierung wurde die Gewerbebank 1943 mit der „ Spar- und Darlehnskasse eGmbH“ verschmolzen. 1974 bekam die Bank den Namen „ Volksbank Wolfenbüttel eG“.

1982 und 1989 wurden die „Waren-Kredit-Genossenschaft Nordharz“ und die „Volksbank Asse“ übernommen sowie 2001 die Volksbank am Elm. Mit der Fusion der „Volksbank Wolfenbüttel“ und der „Raiffeisen-Volksbank Salzgitter“ entstand 1997 die „Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter“. 2016 folgte die Fusion mit den Volksbanken Vechelde-Wendeburg und Helmstedt zur Volksbank Wolfenbüttel mit Sitz in Wolfenbüttel.[3]

Der Kooperationspartner Volksbank Helmstedt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutigen Volksbank Helmstedt geht auf eine 1860 von sieben Helmstedter Einwohnern als „Bürgerhülfskasse“ gegründete Organisation zurück. Im 19. Jahrhundert wurden die Geschäfte unter wechselnden Namen geführt, so etwa unter Helmstedter Bürger-Darlehns-Casse und Spar- und Vorschuß-Verein zu Helmstedt. 1873 wurde erstmals der Zusatz „eingetragene Genossenschaft“ verwendet. In der Inflationszeit um 1922 firmierte der Vorschuß-Verein in Helmstedter Gewerbebank eGmbH um. Als Geschäftsräume dienten in diesen Zeiten oft private Wohnstuben. In der Chronik ist zu lesen, dass die Bank unter anderem in der Kybitzstraße und am Papenberg in Helmstedt ansässig war. An den heutigen Standort in der Kornstraße 2 zog die Gewerbebank am 28. Mai 1924. In diese Zeit fällt auch die Anstellung des ersten hauptamtlichen Bankangestellten. Im Jahr 1939 wurde die Bank im Zuge einer Vereinheitlichung in Volksbank Helmstedt eGmbH umbenannt und baute den Standort an der Kornstraße weiter aus. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verlor die Bank die Hälfte ihres Geschäftsgebietes. Trotz dieser Einschränkung wuchs die Stadt Helmstedt und damit auch die Volksbank. Das alte Bankgebäude wurde abgerissen und durch einen Neubau an der Kornstraße ersetzt, der 1955 fertiggestellt wurde. Ein Jahr später wurde die erste Stadtfiliale am Nordertor eröffnet. Danach folgten Geschäftsstellen in der Ernst-Reuter-Straße und in der Leipziger Straße.

Die Grenzöffnung und die Wiedervereinigung eröffneten der Volksbank Helmstedt eG neue Perspektiven. Am 14. November 1990 wurde der Verschmelzungsvertrag mit der Volksbank Haldensleben geschlossen und damit das Geschäftsgebiet nach Sachsen-Anhalt ausgedehnt. Im Jahr 1991 stimmten die Gremien den Fusionen mit der Volksbank Schöningen und der Genossenschaftsbank Süpplingen zu. So wurde die Geschäftstätigkeit auf das landwirtschaftlich geprägte Umland ausgeweitet. Sechs Jahre später wurden die Volksbanken Oschersleben und Erxleben übernommen. Im Jahr 2000 fusionierte die Volksbank Helmstedt mit der Volksbank Velpke und zuletzt im Jahr 2006 mit der Haldensleber Bank Raiffeisenbank.

Der Kooperationspartner Volksbank Vechelde-Wendeburg eG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbanken Vechelde und Wendeburg wurden jeweils 1901 gegründet. In Wendeburg stand zunächst die ländliche Warenwirtschaft im Fokus. Daraus entwickelte sich ein Spar- und Darlehensverein, der später zur Volksbank wurde. Die ersten Zusammenschlüsse erfolgten im Jahr 1940 und 1941. Die Spar- und Darlehenskasse Sophiental und die Gewerbe- und Landesbank Wendeburg wurden übernommen.

Die Volksbank Vechelde hatte ihren ersten Sitz in Klein Gleidingen und übernahm 1946 die Spar- und Darlehenskasse Wedlenstedt. Später folgten die Übernahmen der Spar- und Darlehenskasse in Vechelade, Geitelde-Sauingen und Vallstedt sowie der Volksbank Bettmar. 2001 fusionierten die Volksbanken Wendeburg, Bortfeld und Vechelde zur späteren Volksbank Vechelde-Wendeburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Ruppelt, unter Mitarb. von Elke Weyershausen und Wolfgang Lange: Wolfenbütteler Album 1902 - 2002 / Die Volksbank in Wolfenbüttel im Spiegel der Zeit, mit einem Beitrag Die Volks- und Raiffeisenbanken im Salzgittergebiet von Jörg Leuschner (hrsg. von der Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter eG), Wolfenbüttel: Roco-Dr., 2002, ISBN 3-9808605-0-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Die neue Volksbank in Zahlen, abgerufen am 16. Juli 2016
  3. lt. Genossenschaftsregister am 14. Juli 2016

Koordinaten: 52° 9′ 52,3″ N, 10° 32′ 27″ O