Vossloh G 6

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Vossloh G 6
G6 0650 076-9 1.jpg
Hersteller: Vossloh
Baujahr(e): seit 2008
Achsformel: C
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 10.350 mm / 10.790 mm
Höhe: 4225 mm
Breite: 3080 mm
Gesamtradstand: 4400 mm
Kleinster bef. Halbmesser: 50 m
Dienstmasse: 60 – 67,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Installierte Leistung: 650 kW
Anfahrzugkraft: 194 – 219 kN
Treibraddurchmesser: 1000 mm
Motorentyp: Cummins, MTU, Caterpillar
Nenndrehzahl: 1800 /min
Leistungsübertragung: hydraulisch
Tankinhalt: 1800 l

Die Vossloh G 6 ist eine dreiachsige dieselhydraulische Rangierlokomotive des Herstellers Vossloh, die seit 2008 gebaut wird. Zugewiesene Baureihen im deutschen Fahrzeugeinstellungsregister sind 98 80 0279 und 98 80 0650.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Loktyp hat Vossloh nach längerer Zeit wieder einen dreiachsigen Typ im Angebot, nachdem die MaK G 765 zuletzt 2002 gebaut wurde. Vorgestellt wurde die G 6 auf der InnoTrans 2008. Durch diverse Anpassungen an neue Bahnvorschriften wird der Typ als erster Vertreter einer fünften Generation von Mak- bzw. Vossloh-Loks bezeichnet. Dies wird auch durch die Wahl eines neuen Bezeichnungsschemas (zuletzt war die der Motorleistung entsprechende Zahl ausgeschrieben worden, hier wird nur die Hunderterstelle angegeben) unterstrichen.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konstruktion der Baureihe G 6 ist für den Rangiereinsatz ausgelegt. Mit einer Auswahl an Zusatzausrüstungen können die Lokomotiven an spezifische Einsatzbedingungen angepasst werden.

Der Lokrahmen der G 6 ist bereits für verschiedene Ausstattungsvarianten vorbereitet. Die Aufbauten sind in einzeln abnehmbare Sektionen gegliedert, was zur Wartungsfreundlichkeit beiträgt. Sie wurden aus denen der vorherigen Typen weiterentwickelt, der Führerstand ist komplett neu entwickelt.

Die Verwendung von Motoren dreier verschiedener Hersteller ist vorgesehen. Neben der Variante als Rangierlok mit einer Höchstgeschwindigkeit von 35 km/h wird auch eine Variante mit bis zu 80 km/h Höchstgeschwindigkeit angeboten.

Die Kraft überträgt ein Turbogetriebe der Bauart L3r4zeU2 von Voith.

Die Radsätze sind scheibengebremst. Kühl- und Abgasanlage sind für zukünftige Emissionsvorschriften vorbereitet und können beispielsweise mit Partikelfilter ausgerüstet werden.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein erstes Vorführexemplar wurde im Jahr 2008 fertiggestellt und auf der InnoTrans präsentiert. In den nächsten Jahren folgten mit dieser und einer weiteren Lokomotive dieser Bauart umfangreiche Testfahrten im In- und Ausland.

Im September 2010 wurden zwei der bis dahin fertiggestellten Exemplare zunächst als Mietlokomotiven an die Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter ausgeliefert. Im Jahr 2011 soll dieses Unternehmen mit 18 Lokomotiven dieser Bauart die erste Serienlieferung erhalten.[1] Im Juni 2011 bestellte VPS 22 weitere G6, so dass ab 2016 40 Lokomotiven der Baureihe G6 bei VPS im Einsatz sein werden. [2] Drei weitere Maschinen sind ebenfalls leihweise bei der BASF in Ludwigshafen im Einsatz, Ende 2011 bestellte BASF u. a. 16 G6. [3] Die erste verkaufte G 6 wird seit 2011 beim Zellstoffwerk Stendal eingesetzt.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vossloh liefert 18 Diesellokomotiven an Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter. Vossloh AG, abgerufen am 8. September 2010 (html, deutsch).
  2. Vossloh: Weitere G 6 für die VPS. Vossloh AG, abgerufen am 17. April 2012 (html, deutsch).
  3. BASF ordert bei Vossloh 22 Dieselloks. Vossloh AG, abgerufen am 17. April 2012 (html, deutsch).
  4. Beschreibung und Lieferliste der G 6 bei www.loks-aus-kiel.de. Abgerufen am 11. Februar 2011 (html, deutsch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vossloh G 6 – Sammlung von Bildern