Walter Ziegler (Historiker)

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Walter Ziegler (* 16. Juli 1937 in Reichenberg, Tschechoslowakei) ist ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Ziegler lebt seit 1946 in Bayern. Er besuchte das Gymnasium in München. Nach dem Abitur studierte er für das Lehramt in Freising und an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Das Erste Staatsexamen legte er 1964 ab, das Zweite 1966. Nach seiner Promotion und seiner Habilitation bei Andreas Kraus mit der Arbeit Studien zum Staatshaushalt Bayerns in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts an der Universität Regensburg erhielt er 1980 eine Professur für Neuere Geschichte und Landesgeschichte sowie Didaktik der Geschichte an der Universität Würzburg. Von 1989 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002 lehrte Ziegler als Nachfolger von Andreas Kraus am Institut für Bayerische Geschichte der Universität München Bayerische Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Neuzeit. Seit 1994 ist Ziegler ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft. 2001 wurde ihm der Bayerische Verdienstorden verliehen.

Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Landesgeschichte, besonders Bayerns und des süddeutschen Raumes, im Spätmittelalter sowie der Frühen Neuzeit. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschungen sind Reformation und Gegenreformation. Daneben veröffentlichte er mehrere Werke zur Zeitgeschichte Bayerns im 20. Jahrhundert, besonders über die Zeit des Nationalsozialismus und die Vertreibung.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien

  • Hitler und Bayern. Beobachtungen zu ihrem Verhältnis (= Bayerische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte. Jg. 2004, H. 4). Beck, München 2004, ISBN 3-7696-1628-6.
  • Studien zum Staatshaushalt Bayerns in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die regulären Kammereinkünfte des Herzogtums Niederbayern 1450–1500. Beck, München 1981, ISBN 3-406-07878-8 (Zugleich: Regensburg, Universität, Habilitations-Schrift, 1976).

Herausgeberschaften

  • mit Anton Schindling: Die Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung. 7 Bände. Aschendorff, Münster 1989–1997;
    • Band 1: Der Südosten (= Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung. 49). 1989, ISBN 3-402-02970-7;
    • Band 2: Der Nordosten (= Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung. 50). 1990, ISBN 3-402-02971-5;
    • Band 3: Der Nordwesten (= Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung. 51). 1991, ISBN 3-402-02972-3;
    • Band 4: Mittleres Deutschland (= Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung. 52). 1992, ISBN 3-402-02973-1;
    • Band 5: Der Südwesten (= Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung. 53). 1993, ISBN 3-402-02974-X;
    • Band 6: Nachträge (= Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung. 56). 1996, ISBN 3-402-02977-4;
    • Band 7: Bilanz – Forschungsperspektiven – Register (= Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung. 57). 1997, ISBN 3-402-02978-2.
  • mit Hermann Rumschötel: Staat und Gaue in der NS-Zeit. Bayern 1933–1945 (= Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Beiheft. Reihe B, 21). Beck, München 2004, ISBN 3-406-10662-5.
  • Die Vertriebenen vor der Vertreibung. Die Heimatländer der deutschen Vertriebenen im 19. und 20. Jahrhundert. 2 Bände. Iudicium, München 1999, ISBN 3-89129-046-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]