Weinbau in Nordmazedonien

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Weingärten in Nordmazedonien
Ein Vranec von Tikves

Der Weinbau in Nordmazedonien hat wie in den Nachbarländern eine lange Tradition. Das Klima in Nordmazedonien ist gemischt mediterran-kontinental, die Rebfläche umfasst rund 22.400 Hektar. In den 1980er-Jahren wurden zwei Drittel der gesamten Weinproduktion Jugoslawiens in der SR Mazedonien erzeugt. Heute sind die etwa 40 Kellereien vollständig privatisiert.[1] Der bedeutendste Weinbaubetrieb ist die 1946 als Genossenschaft gegründete Kellerei Tikves. Das 2004 in Kraft getretene Weinbaugesetz orientiert sich an den EU-Standards.[1] 80 % der Rebfläche sind mit Rotweinsorten bepflanzt, neben Cabernet Sauvignon und Merlot, vor allem mit einheimischen Sorten wie Vranec, Prokupac und Kratosija. Weiße Rebsorten sind Smederevra, Welschriesling sowie etwas Chardonnay und Sauvignon Blanc.[2]

2011 hatte das Land eine Weingartenfläche von 22.000 ha und produzierte 2011 665.000 hl Wein.[3]

Weinbauregionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weinbauregionen in denen „Vrvno Vino“ mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung erzeugt werden sind:[4]

Povardski (Vardartal)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentral entlang des Vardar gelegene – hier werden 85 % der Weine Nordmazedoniens produziert – Weinbaugebiete:

  • Gevgelija-Valandovo
  • Kochani-Vinica
  • Ovce Pole
  • Skopje
  • Strumica-Radoviste
  • Tikveš
  • Titov Veles
  • Veles

Pcinsko Osogovski[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten gelegen – Weinbaugebiete:

  • Kocani
  • Kratovo
  • Kumanovo
  • Pijanecki

Pelagonijsko-Poloski[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westen gelegen – Weinbaugebiete:

  • Bitola
  • Ohrid
  • Tetovo
  • Kicevo
  • Prilep
  • Prespa

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weinbau in Nordmazedonien – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hugh Johnson: Der kleine Johnson 2009. Hallwag, Bern 2008, ISBN 3-8338-1220-6, S. 301.
  2. Jancis Robinson (Hrsg.): The Oxford Companion to Wine. Oxford University Press 1999, ISBN 0-19-866236-X, S. 420.
  3. OIV Paris, Jahresbericht
  4. The Macedonian wineries (Memento vom 14. Juni 2009 im Internet Archive)