Wertschöpfungskettendiagramm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Wertschöpfungskettendiagramm (WKD) ist ein Modell zur Darstellung von Geschäftsprozessen einer Organisation bei der Geschäftsprozessmodellierung / Darstellung der Prozessorganisation (Prozessarchitektur) bei der Unternehmensabbildung. Es findet hauptsächlich auf hohem Abstraktionsniveau Anwendung.

Elemente des Wertschöpfungskettendiagramms[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wertschöpfungskette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Wertschöpfungskette im Wertschöpfungskettendiagramm besitzt die gleichen Merkmale wie eine Funktion in der Ereignisgesteuerten Prozesskette.

Beziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Beziehungen zwischen Wertschöpfungsketten stehen zur Verfügung:

Beziehung: ist prozessorientiert übergeordnet
Bild 1a
Beziehung: ist Vorgänger von
Bild 1b
zur Darstellung einer hierarchischen Struktur
ist prozessorientiert übergeordnet
zur Darstellung einer Reihenfolge
ist Vorgänger von

Die Beziehungen zwischen Wertschöpfungsketten werden auch als strukturbildende Beziehungen bezeichnet, weil sie entweder die funktionale Aufbaustruktur (Beziehung: ist prozessorientiert übergeordnet) oder die Ablaufstruktur (Beziehung: ist Vorgänger von) einer Organisation beschreiben.

Weitere Elemente und Beziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus ist es möglich,

Die Beziehungen von Wertschöpfungsketten zu den weiteren Elementen werden auch als nicht strukturbildende Beziehungen bezeichnet, weil sie weder die funktionale Aufbaustruktur noch die Ablaufstruktur einer Organisation beschreiben.

Gliederung von Geschäftsprozessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Darstellung von Geschäftsprozessen in Wertschöpfungskettendiagrammen werden diese in Teilprozesse gegliedert, die miteinander in Beziehung treten.

Beispiel eines Wertschöpfungskettendiagramms für ein Produktionsunternehmen
Bild 2: Prozesslandkarte

Wahrung der Übersichtlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Geschäftsprozesse und Teilprozesse in Wertschöpfungskettendiagrammen übersichtlich und ohne Überfrachtung der Darstellung zu gliedern, können mehrere Wertschöpfungskettendiagramme hierarchisch geschachtelt/kaskadiert werden.

Beispiel für die Kaskadierung von Wertschöpfungskettendiagrammen
Bild 3

Einbeziehung zusätzlicher Informationen in Wertschöpfungskettendiagramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Teilprozesse oder Phasen eines Geschäftsprozesses deutlich voneinander abzugrenzen, werden Meilensteine verwendet.

Beispiel für einen Produktentwicklungsprozess mit Meilensteinen
Bild 4

Werden weitere Elemente und Beziehungen im Wertschöpfungskettendiagramm eingesetzt, könnte sich eine Darstellung wie die folgende ergeben:

Beispiel für eine Anforderungsanalyse mit Organisationseinheiten, Datenobjekten und Anwendungssystemen
Bild 5

Vorteile und Nachteile des Wertschöpfungskettendiagramms[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

+ Wertschöpfungskettendiagramme können Geschäftsprozesse sehr einfach und intuitiv erfassbar darstellen (siehe Bilder 2 und 4).
+ Sie ermöglichen gleichzeitig die Darstellung hierarchischer Zusammenhänge und eine Verkettung entsprechend der Reihenfolge.

- Steigt jedoch die Anzahl der dargestellten Teilprozesse und vor allem die Anzahl ihrer Beziehungen zueinander oder zu Organisationseinheiten, Datenobjekten, Anwendungssystemen, Leistungen, Zielen, Messgrößen oder Risiken, so werden Wertschöpfungskettendiagramme schnell unübersichtlich (siehe Bild 5).
- Regeln, nach denen sich Prozesspfade teilen, können in Wertschöpfungskettendiagrammen nicht adäquat dargestellt werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]