what3words

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What3words

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Rechtsform Ltd.
Gründung 2013
Sitz London
Website https://what3words.com/de

what3words ist ein System zur Georeferenzierung von Standorten mit einer Auflösung von drei Metern. what3words kodiert geographische Koordinaten in drei Wörter. Zum Beispiel befindet sich die Freiheitsstatue bei „///dankt.anlegen.kinosaal“[1] (in englischer Sprache bei „///planet.inches.most“). Dies unterscheidet sich von den meisten anderen Standortcodierungssystemen dadurch, dass es drei Wörter anstelle von langen Zeichenfolgen oder Buchstaben anzeigt. what3words hat eine Website, Apps für iOS und Android und eine Programmierschnittstelle, die bidirektionale Konvertierung von what3words-Adresse und Breitengrad/Längengrad-Koordinaten ermöglicht.

Design-Prinzipien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

what3words legt über die Erde ein Raster von 3 mal 3 Metern, bestehend aus 57 Billionen Quadraten. Durch diese Rasterung werden auch Orte auf der Erdoberfläche abgedeckt, die über keine Gebäudeadresse wie Straße und Hausnummer verfügen. Jedes dieser Quadrate wird eindeutig durch eine Kombination von drei Wörtern gekennzeichnet (w3w-Adresse). Diese drei ursprünglich englischen Wörter sind in einer Vielzahl von anderen Sprachen verfügbar. Hierdurch wird es fremdsprachigen Benutzern ermöglicht, das System what3words in ihrer Muttersprache zu nutzen.

Ab Dezember 2016 waren w3w-Adressen (sowie Web- und iOS-App-Benutzeroberfläche) auf Arabisch, Finnisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Mongolisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch und Türkisch erhältlich; Pläne für insgesamt 25 Sprachen sind angekündigt.

Die englische Wortliste von what3words besteht aus 40.000 Wörtern, mit denen das Meer und das Land abgedeckt werden. Jede weitere what3words-Sprache verwendet eine Wortliste mit 25.000 Wörtern zur Abdeckung der weltweiten Landfläche. Die Listen gehen durch mehrere automatisierte und menschliche Prozesse, bevor sie nach einem Algorithmus sortiert werden, der Wortlänge, Unterscheidungskraft, Häufigkeit und Leichtigkeit der Rechtschreibung und Aussprache berücksichtigt. Homophone und Varianten-Schreibweisen werden behandelt, um jegliche Verwechslungsgefahr zu minimieren, und beleidigende Wörter werden entfernt.[2]

Der what3words-Algorithmus verteilt ähnlich klingende Dreifach-Kombinationen über die ganze Welt, um sowohl eine menschliche als auch eine automatisierte Fehlerprüfung zu ermöglichen. Hierdurch wird bei einer eventuell falsch eingegebenen Dreifach-Kombination, die aber dennoch zufällig eine gültige w3w-Referenz ergibt, dieser Standort sehr weit weg vom Bereich des Benutzers liegen. Somit können Falscheingaben leicht als solche erkannt werden.

Das what3words-System verwendet einen proprietären Algorithmus in Kombination mit einer kleinen Datenbank. So kann die Kerntechnologie von what3words mit einer Datei von etwa 10 MB Größe realisiert werden.

Der augenscheinlichste Vorteil von what3words liegt in der leichten Einprägsamkeit und der Eindeutigkeit dieser drei Wörter für die meisten alltäglichen und nicht-technischen Verwendungen.

Die Deutsche Bahn ist an what3words beteiligt.[3][4] Ebenso die Daimler AG.[5] Darüber hinaus hat Daimler angekündigt, ihr Navigationssystem in Deutschland um die Adresseingabe von what3words zu ergänzen.[6]

Postwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere Staaten (Stand Oktober 2017) haben das What3words-Referenzsystem in ihr Postwesen integriert:[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. what3words: 3 word address: dankt.anlegen.kinosaal. In: Interaktive Karte. Abgerufen am 14. September 2017.
  2. Stefan Krempl: Ortung per Sprache: Mercedes-Benz setzt auf Drei-Wort-Adresssystem. heise online, 13. September 2017, abgerufen am 30. Dezember 2018.
  3. Digitalisierung: Deutsche Bahn steigt bei what3words ein. In: Handelsblatt. 13. April 2017 (handelsblatt.com [abgerufen am 30. Dezember 2018]).
  4. what3words: Mit der DB und drei Wörtern an jeden Ort der Welt. In: Presseinformation. Deutsche Bahn, 29. August 2017, abgerufen am 30. Dezember 2018.
  5. 3-Wörter-Adressen: Daimler investiert in Navigations-Startup What3Words. Gründerszene.de, 10. Januar 2018.
  6. Mercedes-Benz nutzt als erster Automobilhersteller innovatives Adresssystem: Die Welt in drei Wörtern | Global Media Site. In: Mercedes-Benz Presseinformation. 12. September 2017, abgerufen am 30. Dezember 2018.
  7. Start-up der Woche: what3words: Mit nur drei Wörtern zum Ziel. Automobilwoche.de, 12. Oktober 2017.