Wiener Schiedsspruch

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Der Wiener Schiedsspruch, auch Wiener Diktat genannt, sind zwei Schiedssprüche, bei denen Schiedsrichter des nationalsozialistischen Deutschen Reichs und des faschistischen Italiens die Gebietsansprüche des revisionistischen Ungarn unter Reichsverweser Miklós Horthy an seine Nachbarn auf friedlichem Wege durchzusetzen versuchten. Sie ermöglichten es Ungarn, Gebiete in der heutigen Slowakei, Ukraine und Rumänien friedlich zu besetzen, die Ungarn 1920 mit dem Friedensvertrag von Trianon im Rahmen der Auflösung Österreich-Ungarns nach dem Ersten Weltkrieg verloren und seitdem immer zurückzugewinnen versucht hatte.

An Ungarn abgetretene Gebiete der heutigen Slowakei
Nordsiebenbürgen, von Ungarn annektiert

Erster Wiener Schiedsspruch[Bearbeiten]

Hauptartikel: Erster Wiener Schiedsspruch

Der Erste Wiener Schiedsspruch war das Ergebnis der Wiener Arbitrage vom 2. November 1938 im Wiener Belvedere, in dem Gebiete mit ungarischer Bevölkerungsmehrheit in der Südslowakei und in der Karpatenukraine von der Tschechoslowakei abgetrennt und Ungarn zugesprochen wurden.

Zweiter Wiener Schiedsspruch[Bearbeiten]

1940 erhielt Ungarn von Rumänien auf deutschen Druck einen sichelförmigen Abschnitt des nördlichen Siebenbürgen sowie die Kreise Szatmár/Satu Mare und Máramaros/Maramureș zugesprochen, um die magyarischen Szekler in das ungarische Staatsgebiet integrieren zu können. Ungarn musste jedoch auch dieses Gebiet 1947 wieder abtreten, nachdem es sich 1941 an deutscher Seite (wie auch Rumänien) am Angriff auf die Sowjetunion beteiligt und den Krieg verloren hatte.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiener Schiedsspruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien