Wikipedia:Archiv/WP 1.0/FAQ

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Diese Seite gehört zum Wikipedia-Archiv.

Der Inhalt dieser Seite ist nicht mehr aktuell. Sie wird aber nicht gelöscht, damit die Geschichte der Wikipedia nicht verlorengeht. Falls es sich um eine Arbeitsunterlage handelt, ist sie womöglich durch andere Seiten ersetzt worden. Bestehende Weiterleitungen auf diese Seite sollen das Wiederauffinden ermöglichen.

Wenn du meinst, diese Seite sei weiterhin von aktueller Bedeutung, solle weiter benutzt werden und ihre Funktion sei nicht besser in bestehende Seiten integriert, dann kümmere dich bitte um ihre Aktualisierung.

Auf dieser Seite sollen einige der zentralen Fragen rund um die gedruckte Version der Wikipedia, die WP 1.0 aus Verlagssicht beantwortet werden. Die Auswahl der Fragen resultiert vor allem aus den Anmerkungen in Diskussionen um dieses Projekt sowie aus kritischen Stimmen, denen hier eine Antwort gegeben werden soll. Diskussionen und Anmerkungen bitte auf der Diskussionsseite, gerne auch weitere Fragen.

Allgemein[Quelltext bearbeiten]

Warum sollte man die Wikipedia drucken?[Quelltext bearbeiten]

  • Wikipedia-Texte erreichen eine neue Zielgruppe (ältere Menschen, "Nicht-Techniker", soziale Einrichtungen, ...).
  • ein Schnappschuss der Wikipedia aus ihren Anfangstagen wird festgeschrieben und auf einem Medium archiviert, das man auch in 100 Jahren garantiert lesen kann (Datenformatproblematik).
  • eine gut gemachte (!) gedruckte Ausgabe sorgt für einen Glaubwürdigkeitsgewinn für die Wikipedia auf einer eher irrationalen Ebene (Autorität des gedruckten Wortes)
  • Anreiz für eine systematische - nicht nur interessengesteuerte - Überarbeitung der Online-Ausgabe

Welche Vorteile bringt das Projekt der Wikipedia?[Quelltext bearbeiten]

  • Der Artikelbestand wird systematisch von A bis Z überarbeitet, wobei eine der eigentlichen Arbeitsweise (bottom up oder top down) eine grundsätzlich andere Vorgehensweise für eine umfassende Erfassung sorgt.
  • Korrekturen des Lektorats und erste redaktionelle Zuarbeiten werden direkt in der Wikipedia erfolgen und somit der Artikelqualität direkt zugute kommen.
  • Das Feedback von Verlagsmitarbeitern und dem wissenschaftlichen Beirat kommt jeweils ein paar Monate später auch Wikipedia zugute, besonders wichtig sind dabei die entdeckten echten Fehler.
  • Mit so einem Projekt sammelt die deutschsprachige Wikipedia Erfahrungswerte, die anderen Sprachausgaben zugute kommen können. Das gilt letztlich auch für die Sprachen, für die es mal für das Afrika-Projekt Bedarf geben wird.
  • Es wird bewiesen, daß freie Lizenzen und eine sinnvolle kommerzielle Nutzung vereinbar sind.
  • Die versprochenen Spenden pro verkauftem Band helfen der Unabhängigkeit der Wikipedia weiter.

Welche Risiken birgt der Druck für die Wikipedia?[Quelltext bearbeiten]

  • Es können durch die Arbeit an der WP 1.0 Kräfte innerhalb der Wikipedia gebunden werden für etwas, das auch (irgendwie) sinnvoller genutzt werden könnte.
  • Ein potentieller Fehlschlag des Druckprojektes könnte in negativer Weise auf die Community projiziert werden.

Technik[Quelltext bearbeiten]

Wie soll die Realisierung technisch erfolgen?[Quelltext bearbeiten]

Der technische Teil ist vollständig in der Hand des Verlages. Dieser hat durch die Arbeiten an der CD, der DVD und auch der WikiPress-Reihe bereits einige Erfahrung mit Wiki-Texten gemacht. Im einzelnen erfolgt der Transfer von der Wikipedia in das gedruckte Buch über folgende Schritte:

  • Lektorat: Das Lektorat der Inhalte erfolgt noch in der Wikipedia und die Korrekturen werden direkt eingebracht.
  • Export in ein Redaktionswiki: In einem separaten Wiki erfolgt die redaktionelle Bearbeitung, Kürzung und Glättung der Artikel, von hier aus werden die Artikel auch an den wissenschaftlichen Beirat gegeben.
  • Transfer: Über einen XML-Zwischenschritt werden die Daten in ein Satzsystem transferiert, danach erfolgt der manuelle Satz.
  • Korrektorat: In einem abschließenden Korrektorat werden letzte Fehler (übersehene und Satzfehler) korrigiert.
  • Druck

Inhalt[Quelltext bearbeiten]

Folgt noch.

Finanzierung[Quelltext bearbeiten]

Wie soll das Projekt finanziert werden?[Quelltext bearbeiten]

Die Finanzierung erfolgt über ein Subskriptionsmodell. Dabei bestellen Subskribenten das Gesamtwerk und bezahlen die jeweils gelieferten Bände um dem Verlag dadurch die finanzielle Grundlage für die nächsten Bände zu geben.

Wo kann ich subskribieren?[Quelltext bearbeiten]

Unter www.wp10.de.

Wie viel Gewinn macht der Verlag an dem Projekt?[Quelltext bearbeiten]

Nach einem vorläufigen Kostenmodell auf der Basis von Faustformeln:

Ladenpreis 18,50
abzgl. Umsatzsteuer zur Zeit 7% 1,30
abzgl. Händlerrabatt & Distributionskosten 50% 9,25
abzgl. Druck und Bindung ein Siebentel des Netto-Ladenpreises (17,20 €) 2,46
abzgl. Spende 0,50
Deckungsbeitrag I 4,99

Diese rund 5 € pro Band müssen alle Kosten decken, die im Zusammenhang mit dem Projekt entstehen, z.B. Personal, Miete + Nebenkosten, externe Dienstleistungen (von der Gebäudereinigung über Korrektorat bis zum Grafikdesign), Technik, Verbrauchsmaterial, Marketing/Werbung (z.B. auf Buchmessen), Rechts- und Steuerberatung usw. Offensichtlich ist das mit 4,99 € pro Band nicht zu leisten. Das es sich für den Verlag trotzdem rechnet, hat mehrere Gründe:

  • Subskribenten sind treue Kunden: Damit hat der Verlag eine hohe Planungssicherheit und tendenziell niedrigere Marketingkosten.
  • In den Fällen, in denen der Verlag direkt (d.h. ohne zwischengeschaltete Buchhändler) ausliefert, sinken die Distributionskosten.
  • Da das Projekt über mehrere Jahre läuft, gibt es einiges Potential für Optimierungen (Erfahrungskurve).

Kritische Fragen[Quelltext bearbeiten]

Antworten des Verlages auf Wikipedia:WP 1.0/Kritik.

Wer braucht schon eine gedruckte Wikipedia?[Quelltext bearbeiten]

Du wohl nicht, denn du bist offensichtlich online und wenn du bis hierher gefunden hast wohl auch ein Poweruser. Gehe nicht von dir aus, sondern sprich mit älteren Menschen und vor allem mit selbsternannten "Computeridioten". Frage sie, ob es richtig ist, dass man ihnen die größte Enzyklopädie der Welt vorenthält. Sprich dann mit Bibliothekaren und Archivaren und frage sie, ob eine Online-Wikipedia für die Zielsetzungen einer öffentlichen Bibliothek ausreicht. Wenn du dann noch Lust hast, sprich mit Experten über die Haltbarkeit elektronischer Daten.

Wer soll das bezahlen?[Quelltext bearbeiten]

Du nicht, siehe oben. Preise sind stets relativ. Im Vergleich zur kostenlosen (na ja...) Online-Wikipedia sind 1.490 € in der Subskription viel Geld, ebenso verglichen mit der 10-€-DVD-ROM desselben Verlages. Vergleicht man den Umfang mit herkömmlichen gedruckten Enzyklopädien ist der Preis jedoch sehr günstig.

Ist der Verlag dafür kompetent genug?[Quelltext bearbeiten]

Schön wäre es, wenn wir tatsächlich selbsternannte studentische Hobby-Verleger wären, wie an einer Stelle in der Diskussion gemutmaßt wurde. Dann wären wir nämlich noch bedeutend jünger. Das Team von Zenodot hat in der Schwesterfirma Directmedia in den letzten 10 Jahren die Digitale Bibliothek erarbeitet, die mit Abstand größte Sammlung digitaler Texte im deutschsprachigen Raum. Die Mitarbeiter haben sehr viel Erfahrung im Umgang mit großen Textmengen lexikalischer Natur. Das gleiche Team hat auch die Wikipedia-CD-ROM und -DVD-ROM, sowie die WikiPress-Bände produziert.

Die Vorteile der Online-Wikipedia gehen dabei verloren![Quelltext bearbeiten]

Tun sie nicht, Wikipedia wird ganz unabhängig von einer gedruckten WP 1.0 hoffentlich noch möglichst lang online bleiben. Dass Bücher keinen "Bearbeiten"-Button haben, sondern einen statischen Inhalt widergeben ist eine Selbstverständlichkeit. Wer darin ein KO-Kriterium sieht, muss dieses Argument folgerichtig auf alle Bücher anwenden, die jemals gedruckt wurden und noch gedruckt werden. Und wer meint, dass gedruckte Enzyklopädien keine Hyperlinks enthalten hat wohl noch nie in eine solche hineingesehen.

Wollt ihr noch mehr Wald vernichten?![Quelltext bearbeiten]

Dermaßen sinnfrei kann man gegen das Drucken jedwelcher Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, sowie gegen individuelles Ausdrucken auf dem eigenen Drucker argumentieren. Der Verlag wird bei der Papierauswahl das Optimum zwischen ökologischer Vertretbarkeit und Haltbarkeit des Papiers suchen.

Wenn der letzte Band erscheint, ist das Werk total veraltet![Quelltext bearbeiten]

Nein. In den nächsten 5 Jahren wird nur ein winziger Bruchteil überholt sein. Vielleicht wird Frau Merkel dann nicht mehr Bundeskanzlerin sein, vielleicht haben wir einen neuen Papst, vielleicht einen neuen Trainer bei Schalke 04. Kein Mensch würde aber im Ernst erwarten, dass ein beliebiges Buch den Jetztstand widerspiegelt.

Sind vier Jahre nicht ein zu langer Erscheinungszeitraum?[Quelltext bearbeiten]

Diese Frage schmerzt bei Marketingerwägungen, aber nicht bei redaktionstechnischen Erwägungen. Große Enzyklopädien sind stets über viele Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg erschienen. Die verschiedenen Ausgaben klassischer Enzyklopädien wie Meyers, Brockhaus oder Zedler wirken heute monolithisch, sind aber natürlich auch über einen größeren Zeitraum hinweg entstanden, da es schlicht unmöglich ist, 30 oder gar 100 Bände auf einmal herauszugeben.

Sind vier Jahre nicht ein zu kurzer Erscheinungszeitraum?[Quelltext bearbeiten]

Dieses Argument (Wikipedia-Artikel sind noch nicht reif für den Druck) kommt von den Praktikern in der Community, die sich der teilweisen schlechten Qualität so mancher Artikel sehr bewusst sind. Man kann dem nur ein "Lasst es uns versuchen!" entgegenhalten - in die Hände spucken und bei A anfangen.

Die GFDL lässt das Drucken der Inhalte wegen Punkt 4.I nicht zu.[Quelltext bearbeiten]

Ihr Geist (siehe Präambel) sagt genau das Gegenteil aus. Bis zum Erscheinen des ersten Bandes wird wohl eine Rechtssicherheit erreicht sein [1].

Wikipedia wird dabei kommerzialisiert, warum soll ich noch mitmachen?[Quelltext bearbeiten]

Die Lizenz, unter der alle Autoren ihre Arbeit der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, sieht explizit die kommerzielle Nutzung der Inhalte vor. Warum das auch gut ist, erklärt Erik Möller sehr treffend.

Wird es dem Verlag gelingen, einen wissenschaftlichen Beirat zu gründen?[Quelltext bearbeiten]

Die ersten geführten Gespräche des Verlages mit Vertretern der Scientific Community waren sehr positiv. Zuerst muss jedoch ein nennenswerter Anteil der Wikipedia-Community hinter der Idee stehen - die Akquisition eines Beirats ist ansonsten eh hinfällig.

Seid ihr größenwahnsinnig?[Quelltext bearbeiten]

Ja. Und? Vor fünf Jahren musste sich die Online-Version auch dieser Frage stellen.