Wikipedia:Spielwiese

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ISCC[Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Quelltext bearbeiten]

ISCC, stehend für International Sustainability & Carbon Certification, ist das erste staatlich anerkannte und international ausgerichtete Zertifizierungssystem im Bereich Treibhausgaseinsparungen und Nachhaltigkeit mit Sitz in Köln. Die Entstehung des ISCC beruht auf einem Multi-Stakeholder-Prozess, welcher über 250 internationale Verbände, Unternehmen, Forschungsinstitute und NROs einbezog. Träger ist der ISCC e.V. als Multi-Stakeholder-Initiative mit knapp 90 Mitgliedern, welcher wichtige Entscheidungen bezüglich der Weiterentwicklung des System übernimmt. Hingegen ist ISCC System GmbH für den operativen Zertifizierungsbereich zuständig. Seit der Gründung in 2010 wurden etwa 13.000 Zertifikate in über 100 Ländern weltweit ausgestellt. Die Zertifizierung durch unabhängige Zertifizierungsstellen gewährt die Einhaltung hoher ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsstandards sowie die Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette.

ISCC steht für:

  • Reduktion von Treibhausgasemissionen
  • Keine Abholzung
  • Keine „Rosinenpickerei“
  • Keine Biomasse von kohlenstoff- und artenreichen Flächen
  • Gute landwirtschaftliche Praktiken und Schutz von Wasser, Böden und Luft
  • Einhaltung von Menschen-, Arbeits-, Land- und Sozialrechten

Anwendungsbereich[Quelltext bearbeiten]

ISCC ist ein globales System zur Nachhaltigkeitszertifizierung aller Arten von Biomasse, Abfällen und Reststoffen. Dabei werden zwei Zertifizierungssysteme, ISCC EU und ISCC PLUS, unterschieden. ISCC EU ist ein von der EU Kommission anerkanntes Zertifizierungssystem für Biokraftstoffe und Bioenergie unter der RED und FQD Direktive. Es erfüllt somit die gesetzlichen Nachhaltigkeitsanforderungen, welche seit 2011 für Biokraftstoffe geltend sind. Unternehmen können durch die Zertifizierung die Anforderungen der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung nachweisen. ISCC entspricht des weiterem dem Unilever Sustainable Agriculture Code, der Farm Sustainability Assessment der SAI Platform FSA 2.0 Silver Level und den FEFAC Anforderungen bezüglich der „Soy Sourcing Guidelines“. Mit ISCC PLUS sind auch für operative Einheiten aller nicht-regulierten Märkte wie der Lebens- und Futtermittelsektor, der Bioenergiemarkt (z.B. feste Biomasse) und die Chemieindustrie (z.B. Bioplastics) Zertifizierungen möglich.

Zertifizierung[Quelltext bearbeiten]

Das ISCC-System ist modular aufgebaut und deckte die gesamte Lieferkette vom Ersterfasser bis zum Endproduzten ab. Somit ist eine Rückverfolgbarkeit für die gesamte Lieferkette gewährleistet. Nach erfolgreichem Drittparteiaudit, der Anerkennung durch eines der unabhängigen Zertifizierungsstellen und der internen Konsistenz- und Validitätsprüfung wird das ISCC Zertifikat für die Dauer eines Jahres ausgestellt. Die hohe Qualität und Integrität des Systems wird durch das ISCC Integrity Program sichergestellt.

Kritiken[Quelltext bearbeiten]

Zertifizierungssysteme bieten Anhaltspunkte für Kritik. Hier ist festzuhalten, dass das ISCC System strenge und weitreichende Nachhaltigkeitskriterien vertritt. Dennoch blieb auch das ISCC System nicht von Anschuldigungen verschont. So bemängelt Rettet den Regenwald e.V. in einer Studie von 2010, dass Cargrill illegal Regenwald auf Borneo abholzt, obwohl es ISCC Zertifikate innehält. In einem entsprechenden Statement verdeutlichte ISCC, dass sich entsprechenden Zertifikate nicht auf das gesamte Unternehmen beziehen sondern standortspezifisch sind. So hatte Cargrill zu diesem Zeitpunkt Zertifikate für auditierte Plantagen auf Sumatra, welche die hohen Nachhaltigkeitskriterien erfüllten.

„Unter den zertifizierten Anlagen befinden sich außerdem Anlagen in Europa. Für sie bedeutet die ISCC-Zertifizierung, dass sie die Voraussetzungen für die Verarbeitung von nachhaltiger Ware und die Kriterien der Rückverfolgbarkeit erfüllen. Sie müssen klar darlegen, welche Menge an zertifizierten Rohstoffen gekauft und verarbeitet und wohin diese Menge weitergegeben wird. Ohne nachhaltige Rohstoffe können diese Anlagen keine nachhaltige Ware produzieren. Das Zertifikat bedeutet damit nicht per se, dass die von dem Unternehmen verkaufte Ware nachhaltig ist.“

ISCC System: ISCC System Homepage ISCC-Statement zur „Rettet den Regenwald“ Aktion gegen die Zertifizierung von Unternehmen der Cargill-Gruppe. Von der ISCC System Homepage. Abgerufen am 30 März 2017

Weitere Informationen[Quelltext bearbeiten]

ISCC Eigentümer: http://www.iscc-system.org

http://www.dincertco.de/de/dincertco/produkte_leistungen/zertifizierung_produkte/umwelt_1/biomasse/Biomass.html

https://www.food-monitor.de/2012/04/iscc-entwickelt-neues-zertifizierungssystem-fuer-nahrungs-und-futtermittel/

Feige, A. (2016). ISCC–Vorreiter bei der Zertifizierung von Nachhaltigkeit und Treibhausgasemissionen. In Zertifizierung als Erfolgsfaktor (pp. 189-204). Springer Fachmedien Wiesbaden.

Wreesmann, J., & Moser, C. (2014). Nachhaltigkeitszertifizierung von Biokraftstoffen in der EU. In Biokraftstoffe und Biokraftstoffprojekte (pp. 213-247). Springer Berlin Heidelberg.