Wilhelm Engelbert Giefers

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Wilhelm Engelbert Giefers

Wilhelm Engelbert Giefers (* 6. November 1817 in Brakel; † 26. November 1880 ebenda) war ein deutscher Gymnasialprofessor, Historiker und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Engelbert Giefers wurde am 6. November 1817 als erstes Kind des Dachdeckers und Ziegelbrenners Franz Anton Giefers in Brakel geboren. Als Schüler besuchte er das Theodorianum in Paderborn, wo sein Onkel Heinrich Gundolf Gymnasialdirektor und dessen älterer Bruder Lehrer waren. Er nahm das Studium in Münster auf und wechselte an die Universität Bonn. Dort promovierte er im Jahre 1847 mit einer Arbeit über das Römerkastell Aliso. 1851 wurde er Hilfslehrer in Paderborn. Seine Ernennung zum ordentlichen Lehrer erfolgte 1855. 1874 beendete Giefers seine Tätigkeit als Lehrer und zog sich in seine Vaterstadt Brakel zurück. Am 26. November 1880 verstarb er an den Folgen eines Schlaganfalls.

Giefers verfasste ein umfangreiches Werk meist regionalgeschichtlicher Literatur. Zudem war er in dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn, engagiert. Von 1855 bis 1880 war er dessen Direktor.

In Paderborn wurde eine Straße nach ihm benannt. In seiner Heimatstadt Brakel erinnert der Giefersweg an ihn.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De Alisone castello deque cladis Varianae loco commentatio. Krefeld, 1844.
  • Eine Abhandlung über die Quellen der Geographie des alten Germaniens. 1848.
  • Die Externsteine im Fürstenthum Lippe-Detmold, eine historisch-archäologische Monographie. 1851, Digitalisat in der Google-Buchsuche.
  • Westphalia sancta pia beata: sive, Vitae eorum, qui sanctitate sua …. Band 2 mit Michael Strunck, Schoeninghii, 1855, Digitalisat in der Google-Buchsuche.
  • Der Dom zu Paderborn: Vortrag. gehalten im wissenschaftlichen Vereine, 1860, Digitalisat in der Google-Buchsuche.
  • Zur Geschichte der Burg Iburg und Stadt Driburg. 1860, Digitalisat in der Google-Buchsuche.
  • Die neuesten Schriften über die Varusschlacht und das Castell. 1863, Digitalisat in der Google-Buchsuche.
  • Römerspuren an der Lippe, aufgedeckt von den Herren Fr. W. Schmidt, Frh. von Zuydturyck, L. Hölzermann und Fr. Hülsenbeck. Beleuchtet von Wilhelm Engelbert Giefers. Junfermann, Paderborn 1868.
  • Die Einführung des Christenthums in Westfalen und in den angrenzenden Landestheilen zur elfhundertjährigen Gedächtnißfeier derselben. 1872.
  • Zur Ehrenrettung des Jesuiten Nicolaus Schaten. 1880.
  • Praktische Erfahrungen und Rathschläge die Erbauung neuer Kirchen sowie die Erhaltung und Wiederherstellung, die Ausschmückung und Ausstattung der Kirchen betreffend, nebst einer kurzen Uebersicht der Entwicklung der christlichen Baukunst. 5. Auflage. Paderborn 1873.
  • Die Silberarbeiten des Warburger Meisters Anton Eisenhoit nebst einem Blicke auf die älteste Geschichte seiner Vaterstadt, Warburg. 1880.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Wilhelm Engelbert Giefers – Quellen und Volltexte