William Christie

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Musiker William Christie. Für den Astronomen siehe William Christie (Astronom).

William Lincoln Christie (* 19. Dezember 1944 in Buffalo, New York) ist ein amerikanischstämmiger französischer Dirigent und Cembalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

William Christie hat in Harvard und Yale Klavier, Orgel, Cembalo bei Ralph Kirkpatrick und Musikwissenschaften unter Elliot Forbes studiert. In den Jahren 1969 und 1970 unterrichtete er Dartmouth College, in Hanover (New Hampshire), wo er ebenfalls das Collegium Musicum der Universität leitete. Angeregt durch seinen Lehrer Ralph Kirkpatrick, begann er sich für die französische Kultur zu interessieren und siedelte 1971 nach Paris über. Bei Kenneth Gilbert und David Fuller nahm er weiter Cembalounterricht und wurde schließlich Cembalist des 1977 durch René Jacobs gegründeten Concerto Vocale Gent.[1]

1979 gründete Christie, das nach einem Bühnenwerk von Marc-Antoine Charpentier benannte Ensemble Les Arts Florissants, das auf historischen Instrumenten sowie Nachbauten spielt und sich hauptsächlich der Barockmusik widmet. Zu Christies wichtigsten Verdiensten zählt die Wiederaufführung von mehreren französischen Barockopern - vorwiegend von Rameau und Lully. Davon und auch von Händel-Opern und -Oratorien gibt es ausgezeichnete Aufnahmen. Christie war beim Auswählen seiner Solisten und Ensemblemitglieder erfolgreich, denn ausgezeichnete und erfolgreiche Künstler wie Véronique Gens, Hugo Reyne und Andreas Staier begannen ihre Karriere bei Les Arts Florissants.

Zwischen 1982 und 1995 unterrichtete Christie am Pariser Konservatorium historische Aufführungspraxis. Ab dem Herbstsemester 2009 war Christie für einige Zeit Gastprofessor im „Juilliard Historical Performance Program“ der Juilliard School in New York City.[2]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 wurde Christie französischer Staatsbürger und in die Ehrenlegion aufgenommen. 2008 wurde er als Nachfolger von Marcel Marceau in die französische Académie des Beaux-Arts gewählt und im Januar 2010 feierlich eingeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stanley Sadie: Eintrag Christie, William (Lincoln) in Grove Musik online
  2. Kurzlebenslauf Christies, mit Hinweis auf seine Tätigkeit an der Julliard School