Willy Hagara

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
Eine Kutsche voller Mädels
  DE 10 30.06.1956 (13 Wo.)
Ich schlendre langsam durch die Stadt
  DE 13 31.08.1957 (6 Wo.)
Casetta in Canada
  DE 3 15.02.1958 (24 Wo.)
Nur in Portofino
  DE 17 19.4.1958 (7 Wo.)
Mandolinen und Mondschein
  DE 14 11.04.1959 (7 Wo.)
Sieben Bräute
  DE 35 15.12.1959 (8 Wo.)
Freunde für‘s Leben
  DE 8 15.9.1960 (10 Wo.)
Karneval in Portugal
  DE 48 15.01.1961 (3 Wo.)
Pepe
  DE 9 15.02.1961 (16 Wo.)
Liebe kleine Stadt
  DE 18 15.031961 (12 Wo.)
Mach’s doch so wie Aladin
  DE 30 15.09.1961 (8 Wo.)
Er hat schon wieder etwas Neues
  DE 42 15.11.1961 (4 Wo.)
Du spielst ‘ne tolle Rolle
  DE 50 15.03.1962 (1 Wo.)
Caterina
  DE 7 15.07.1962 (16 Wo.)
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Willy Hagara (* 4. Juni 1927 in Wien; † 15. Mai 2015 in Wiesbaden) war ein österreichischer Schlagersänger und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willy Hagara wuchs in Wien auf und begann 1941 eine Ausbildung zum Postbeamten. Anschließend wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen und war während des Zweiten Weltkrieges Soldat bei der deutschen Luftwaffe. Nach Kriegsende arbeitete Hagara wieder bei der Post und nahm nebenher Gesangsstunden und Schauspielunterricht. 1946 gewann er einen Schlagerwettbewerb im Wiener Kongresshaussaal, worauf er ein Engagement als Aushilfssänger beim Orchester Johannes Fehring erhielt. 1948 wurde daraus eine Festanstellung, und Hagara entwickelte sich zu einem der beliebtesten Sänger jener Zeit. Nach ersten Schallplattenaufnahmen bei der österreichischen Plattenfirma Harmona nahm ihn 1953 die österreichische Philips unter Vertrag, bei der 1954 Hagaras erster Plattenerfolg mit dem Titel „Diesmal muss es Liebe sein“ veröffentlicht wurde.

Ein Jahr später wurde er von Philips Deutschland übernommen, wo er bis 1963 zu den meist produzierten Sängern gehörte. Nachdem er 1958 mit dem Titel „Casetta in Canada“, der Platz drei in den Hitlisten erreichte, seinen größten Plattenerfolg hatte, erlebte er seine erfolgreichste Phase im Plattengeschäft von Mitte 1960 bis Mitte 1962, in der sich jede Single in Hitparaden wiederfand. Nachdem der Titel „Caterina“ im Juli 1962 Platz sieben erreicht hatte, war Hagaras Erfolgsstrecke zu Ende, denn keine seiner nachfolgenden Platten erreichte mehr die Hitlisten. 1959 verpasste Hagara mit dem Titel „Mandolinen und Mondschein“ einen größeren Erfolg, weil Philips die Single zu spät veröffentlicht hatte. Während die Polydorversion mit Peter Alexander schon Mitte März in den Hitlisten auftauchte und schließlich Platz drei erreichte, brachte Philips Hagaras Single erst drei Wochen später auf den Markt, und sie erreichte als Nachzügler nur noch den 14. Hitparadenplatz. 1963 endete sein Plattenvertrag mit Philips, und Hagara wechselte zu Electrola, wo er vom Erfolgsproduzenten Heinz Gietz betreut wurde. Es wurden bis 1966 acht Singles produziert, die aber alle unnotiert blieben. Electrola veröffentlichte auch Hagaras erste Langspielplatte, wo er unter dem Titel „I bin halt a echt's Weaner Kind“ Wiener Lieder sang. Weitere Singles erschienen bis 1973 bei kleineren Plattenfirmen. Danach beendete Hagara seine Schallplattenkarriere. Diese hinterließ auch Spuren in der DDR, wo die volkseigene Plattenfirma Amiga zwischen 1959 und 1961 fünf Singles herausgab. Dabei kam Hagaras Titel jeweils auf die A-Seite, während die B-Seite mit einer DDR-Produktion bestückt wurde. Unter Hagaras Aufnahmen waren unter anderem seine Erfolgstitel „Mandolinen und Mondschein“ sowie „Pepe“.

Wie üblich trat Hagara, nachdem er in den 1950er Jahren an Popularität gewonnen hatte, in zahlreichen Kinofilmen auf. Seine erste Rolle erhielt er 1957 in dem Heimatfilm „Weißer Holunder“, und 1961 war er bei seinem letzten Kinoauftritt in dem Musikfilm „Ramona“ der Hauptakteur unter den auftretenden Sängern. Später hatte Hagara bis 1980 zahlreiche Fernsehauftritte, darunter auch in mehreren Fernsehfilmen.

Seit den 1960er Jahren lebte Willy Hagara im Rheingau. 1969 hinterließ ihm sein aus Ungarn stammender Vater ein Millionenerbe, zu dem unter anderem eine Villa und mehrere Mietgrundstücke in Wien gehörten. 1986 zog sich Willy Hagara nach dem Tod seiner Frau endgültig aus dem Showgeschäft zurück.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Ehnert: Hit Bilanz 1956–1980, Taurus Press, 1990