Wir bleiben zusammen
| Film | |
| Titel | Wir bleiben zusammen |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland, Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | 85 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Wolfgang Murnberger |
| Drehbuch | Henriette Piper |
| Produktion | Boris Ausserer, Oliver Schündler, Oswald Wolkenstein |
| Musik | Martin Grassl, Alexander Lutz |
| Kamera | Helmut Wimmer |
| Schnitt | Uschi Erber, Wolfgang Murnberger |
| Besetzung | |
| |
Wir bleiben zusammen ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2000. Er handelt von einer großen Familie mit der 23-jährigen Tochter Kristine, zwei Jugendlichen (Max und Cornelia) und einem Kleinkind (Therese), die durch den Tod der Eltern vom Schicksal des Auseinanderbrechens verfolgt ist.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Großfamilie Bergmann in Steyr, bei der eine alte Haushälterin – Frau Scholz – angestellt ist, will eine Hochzeit feiern. Tine, die älteste Tochter der Familie und hervorragende Pianistin in einem Quintett, möchte den Geiger Richard Oberberg für eine Zweckehe heiraten. Die Eltern Bergmann sind über die Heirat von Tine und Richard nicht gerade erfreut, jedoch verabschiedet sich die Mutter von Tine vor der Hochzeit. Tine und Richard fahren mit dem Hochzeitswagen voraus und weil Max vom Radfahren zu spät zurückkommt, fahren die Eltern ohne ihn weg. Wegen des läutenden Handys verliert Vater Bergmann das Gleichgewicht am Steuer und die beiden prallen mit dem Auto gegen einen Baum und verunglücken tödlich. Max läuft zum Standesamt und meldet während der Trauung den Tod der Eltern und somit platzt die Hochzeit.
Nun will die Beamtin des Jugendamtes, Frau Freitag, der Familie helfen, um den unmündigen Kindern einen Vormund zu verschaffen. Tine bietet sich dazu an, und Frau Freitag verlangt hierfür eine Antragstellung. Als Tines Freund Richard es ablehnt sich ebenfalls der Kinder anzunehmen und stattdessen vorschlägt, die Kinder in einem Internat abzuliefern und das Kleinkind Resi zu Pflegeeltern zu geben, verlässt ihn Tine. In der Familie bricht nun ein Chaos aus, denn Tine ist bereits mit Arbeit im Quintett ausgelastet und muss nun auch noch für die Kinder sorgen. Der Nachbar „Opa Friedrich“ hilft der Familie aus.
Frau Freitag bestellt die Bergmanns zu einer Gerichtsverhandlung wegen der Klärung der Vormundschaftsache. Max behauptet von sich, schuld am Unfalltod der Eltern zu sein, aber Tine tröstet ihn. Bei der Verhandlung entscheidet Richter Bülow, dass Tine vorläufig für drei Monate als Vormund eingesetzt wird und ihre Eignung dafür beweisen muss. Endgültig entschieden wird im Oktober.
Als Frau Freitag einen Hausbesuch machen will, lässt Neli sie nicht ins Haus. Die Haushälterin Scholz ist auf der Toilette eingesperrt und als Neli sie um keinen Preis herauslässt, ruft sie Tine mitten in einer Probe im Tonstudio an und Tine muss nach Hause kommen, um Frau Scholz herauszulassen. Danach kündigt Frau Scholz ihre Anstellung bei den Bergmanns. Beim Konzert macht Tine einen musikalischen Fehler, der Empörung im Quintett auslöst, nicht aber beim Publikum. Wegen heftigen Regens bringt Richter Bülow, der sich im Publikum befand, Tine mit dem Auto nach Hause und findet um Mitternacht die spielenden Kinder vor. Als Max sich dem Richter wegen seiner vermeintlichen Schuld am Tod seiner Eltern anvertraut, beruhigt ihn dieser und versichert dem Jungen, dass er nicht schuld daran sein kann. Max gibt Henning Starthilfe für sein Auto.
Am nächsten Tag nimmt der noch jugendliche Max ein Einschreiben vom Jugendamt in Empfang, das für Tine bestimmt ist. Zu allem Übel gerät dieser Brief in die Waschmaschine und Tine weiß somit nichts von dem Termin. Am Telefon teilt Frau Freitag Tine mit, dass heute ein Termin gewesen wäre, und verlangt eine Vorverlegung der Gerichtsverhandlung, die für Oktober angesetzt war.
Bei einer Konzertprobe passt Neli im Hintergrund auf Therese auf, was Empörung bei Tines Kollegen auslöst. Wegen der großen Stressbelastung kündigt Tine auf Richards Wunsch als Pianistin. Am nächsten Morgen erwacht Tine in halb verwüsteten Räumen und Neli und Therese sind verschwunden, jedoch wollte Neli nur frische Windeln kaufen gehen. Alle suchen die beiden Mädchen nun. Später werden sie in Steyr von der Polizei aufgegriffen. Richter Bülow kommt ins Haus, warnt Max vor dem Besuch der Frau Freitag und hilft beim Aufräumen, ebenso wie Opa Friedrich.
Als Frau Freitag den unangemeldeten Hausbesuch abstattet, findet sie einen perfekten Zustand vor. Sie wird von Max und Opa Friedrich mit Kaffee und Kuchen bewirtet und verabschiedet sich schließlich von den beiden, bekommt aber hinterher mit, dass es Richter Bülow war, der es ermöglicht hatte, diesen perfekten Zustand vorzutäuschen.
Tine bringt bei Richter Bülow Post von den Kindern vorbei, die sich mit Zeichnungen bedanken wollten. Tine entdeckt Hennings Klavier und die beiden spielen nun gemeinsam Klavier und haben Spaß dabei. Sie verlieben sich ineinander. Durch diese neue Situation zwischen Tine und Richter Bülow kann bei der Gerichtsverhandlung vorerst nichts entschieden werden, Henning entschuldigt sich und Gerichtspräsident Haase übernimmt daraufhin den Vorsitz. Frau Freitag will nun die Vormundschaft an das Jugendamt übertragen. Der Präsident spricht das Urteil aus, dass Max und Neli in ein Heim müssen und Therese in eine Pflegefamilie kommt. Die Bergmanns sind am Boden zerstört wie nie zuvor. Per Video stellen sich die neuen Pflegeeltern für Therese vor, doch die Bergmanns sind bitter enttäuscht.
Tine besucht wieder Richard Oberberg, der inzwischen eine neue Pianistin gefunden hat. Er zeigt sich jetzt ihr gegenüber von seiner besten Seite, macht ihr ein Angebot, wieder zurückzukommen, und Tine beginnt sich ihm wieder anzunähern.
Als die beiden älteren Kinder mit ihrem Gepäck bereitstehen für den Umzug ins Heim, verweigert Tine per Telefon dem Jugendamt die Übergabe der Kinder. Frau Freitag veranlasst nun einen Polizeieinsatz, der das Haus Bergmann stürmt. Tine will die Haustür um keinen Preis öffnen und die Polizei droht mit einem Aufbruch der Tür. Noch dazu sperrt sich Neli vor Angst in ihrem Zimmer ein, zeigt sich dann am offenen Fenster und droht zu springen. Opa Friedrich erscheint mit einem Prügel vor der Haustür und die Polizei nimmt ihn vorläufig fest. Die Feuerwehr wird verständigt, eilt herbei und breitet ein Sprungtuch für Neli aus. Danach erscheinen auch Bülow und der Präsident Haase, die endlich den Einsatz abblasen und Tine die Frist für eine neue Chance geben. Henning Bülow und Tine finden nun doch noch zusammen.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fernsehfilm entstand als Koproduktion des ZDF und des ORF. Am 7. Oktober 2001 wurde er erstmals vom ZDF im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.
Kritiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]„Mit Konflikten überladenes Melodram, das auf dem Weg zum Happy End kaum ein Klischee auslässt“, befand das Lexikon des internationalen Films sehr kritisch.[1] TV Spielfilm vergab hingegen einen Daumen nach oben und meinte, Regisseur Wolfgang Murnberger habe „auf joviale Romantik statt soziale Dramatik“ gesetzt, was „überraschend gut“ gelungen sei. Das Fazit lautete: „Ein ernstes Thema, locker-leicht inszeniert.“[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Wir bleiben zusammen. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 20. Juli 2017.
- ↑ Wir bleiben zusammen. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 28. November 2021.