Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen

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Die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) ist ein unabhängiges Expertengremium, das die Niedersächsische Landesregierung und Wissenschaftseinrichtungen in Fragen der Wissenschafts- und Forschungspolitik berät. Die Kommission wurde im Oktober 1997 auf der Grundlage eines Kabinettsbeschlusses und in Abstimmung mit der Landeshochschulkonferenz auf Dauer eingerichtet. Ziel der WKN ist die Stärkung der Konkurrenzfähigkeit des Forschungs- und Wissenschaftsstandorts Niedersachsen im nationalen und internationalen Kontext.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Qualitätsbewertung und Empfehlungen zur Qualitätsverbesserung. Qualitätsbewertungen werden im Rahmen von externen Begutachtungen durch unabhängige Experten nach den Prinzipien des „informed peer-review“ vorgenommen. Auf dieser Basis werden Optimierungsempfehlungen entwickelt. Evaluationen erfolgen routinemäßig oder anlassbezogen. Bekannt geworden ist die WKN vor allem durch die flächendeckende Evaluation aller universitären Fachdisziplinen und außeruniversitären Einrichtungen in Niedersachsen.
  • Begutachtung von Förderanträgen und -programmen des Landes. Die WKN begutachtet Einzel- und Verbundforschungsprojekte. Dabei handelt es sich vor allem um Projekte, die aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung gefördert werden sollen. Auch Förderprogramme des Landes, wie z. B. das niedersächsische Promotionsprogramm und ELAN (eLearning Academic Network Niedersachsen), werden durch die WKN evaluiert.
  • Wissenschaftspolitische Empfehlungen. Die WKN setzt Arbeitsgruppen ein, um übergreifende wissenschaftspolitische Themenfelder wie z. B. Nachwuchsförderung und Qualitätssicherung von Berufungsverfahren zu bearbeiten.
  • Begleitende Beratung struktureller Entwicklungen des Wissenschaftssystems. Die WKN unterstützt das Land und seine Wissenschaftseinrichtungen in ihren strukturellen Entwicklungsprozessen. Dazu gehören etwa die Neuausrichtung von Fächergruppen oder die Profilbildung an Hochschulen oder einzelnen Fakultäten.
  • Transfer und Vernetzung. Die Geschäftsstelle der WKN stellt den Transfer der Arbeitsergebnisse an die Fachöffentlichkeit und eine breitere Öffentlichkeit durch Publikationen, Fachtagungen und die Vernetzung mit relevanten Institutionen sicher.

Mitglieder und Geschäftsstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die WKN hat 17 Mitglieder, 11 mit Stimmrecht und 6 mit beratender Funktion. Die stimmberechtigten Mitglieder sind renommierte Wissenschaftler, die außerhalb Niedersachsens tätig sind und die gemeinsam ein möglichst breites Spektrum der großen Wissenschaftsbereiche (Natur-, Ingenieur-, Lebens-, Sozial- und Geisteswissenschaften) abdecken. Die beratenden Mitglieder sind hochrangige Vertreter niedersächsischer Institutionen aus den Bereichen Wissenschaft, Gesellschaft/Wirtschaft und Politik. Derzeitiger Vorsitzender der WKN ist seit dem 1. Januar 2016 Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung.

Die Kommission wird unterstützt durch eine Geschäftsstelle mit 11 Mitarbeitern, die von Generalsekretär Mathias Pätzold geleitet wird.[1] Der Sitz der Geschäftsstelle ist Hannover.

Liste der stimmberechtigten Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ferdi Schüth (Vorsitz)
  2. Cornelia Gräsel
  3. Gerald Haug
  4. Hans-Jochen Heinze
  5. Sybille Krämer
  6. Sabine Kunst
  7. Gisela Lanza
  8. Andreas Löschel
  9. Sabine Maasen
  10. Ethel Matala de Mazza[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]