Wittenbergplatz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wittenbergplatz
Coat of arms of Berlin.svg
Platz in Berlin
Wittenbergplatz
Wittenbergplatz mit U-Bahnhof in West-Ost-Richtung, Blick vom Dach des KaDeWe, 2003
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Schöneberg
Angelegt 1889
Einmündende Straßen
Tauentzienstraße,
Kleiststraße,
Ansbacher Straße,
Bayreuther Straße
Bauwerke KaDeWe
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Straßenverkehr, ÖPNV

Der Wittenbergplatz ist ein Platz im Berliner Ortsteil Schöneberg des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Er ist Teil des sogenannten „Generalszugs“, einer Straßen- und Platzfolge, der die Ortsteile Schöneberg und Kreuzberg miteinander verbindet. Der Platz wurde zwischen 1889 und 1892 angelegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Namen erhielt er nach der Schlacht bei Wittenberg am 13. Januar 1813 gegen die napoleonischen Truppen in den Befreiungskriegen. Im direkten Zusammenhang damit steht der Name der Tauentzienstraße, die sich an der Westseite des Platzes anschließt. General von Tauentzien erhielt in Würdigung des Gefechts den Beinamen „von Wittenberg“ – obwohl er bei der Erstürmung der Stadt nicht persönlich anwesend war.

Das markante kreuzförmige Zugangsgebäude zum U-Bahnhof Wittenbergplatz befindet sich in der Mitte des Platzes zwischen den Fahrstreifen der Verbindung von der Tauentzienstraße zur Kleiststraße. An der südwestlichen Ecke des Platzes befindet sich das über Berlin hinaus bekannte Kaufhaus des Westens (KaDeWe).

Während des Ersten Weltkriegs traf sich die Berliner Secession, namentlich Ernst Oppler, Lovis Corinth und Eugen Spiro zu einem Stammtisch in einer kleinen Bierkneipe am Platz.[1]

Die Berliner Gebietsreform mit Wirkung zum 1. April 1938 hatte zahlreiche Begradigungen der Bezirksgrenzen sowie einige größere Gebietsänderungen zur Folge. So wurde auch das gesamte Areal des Wittenbergplatzes zu Schöneberger Gebiet.

Die Platzanlage wurde in den 1990er Jahren in den heutigen Zustand gebracht. Zwischen 2008 und 2009 wurde die Decke des U-Bahn-Tunnels wegen eindringenden Wassers auf einer Länge von rund 800 Metern für rund 11,4 Millionen Euro umfassend saniert. Dazu wurden Teile des Wittenbergplatzes abgesperrt, die jeweils linken Fahrstreifen der Tauentzienstraße und die Durchfahrt zur Bayreuther Straße gesperrt sowie Grün- und Blumenanlagen entfernt, da der Zugriff auf die Decke nur von oben her möglich war.

Der Wittenbergplatz war auch Gegenstand künstlerischer Rezeption, mit dem Werk Markt am Wittenbergplatz von Ernst Oppler und mit der Installation TEL-NEANT 1998 von George Zongolopoulos.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wittenbergplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Schwarz (Hrsg.): Jüdische Kunst, Jüdische Künstler. Hentrich und Hentrich, 2001, ISBN 3-933471-05-2, S. 227.

Koordinaten: 52° 30′ 7″ N, 13° 20′ 34″ O