Bezirk Tempelhof-Schöneberg

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Wappen von Tempelhof-Schöneberg
Wappen von Berlin
Tempelhof-Schöneberg
7. Bezirk von Berlin
Bezirk MitteBezirk Friedrichshain-KreuzbergBezirk PankowBezirk Charlottenburg-WilmersdorfBezirk SpandauBezirk Steglitz-ZehlendorfBezirk Tempelhof-SchönebergBezirk NeuköllnBezirk Treptow-KöpenickBezirk Marzahn-HellersdorfBezirk LichtenbergBezirk ReinickendorfBrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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Fläche 53,09 km²
Einwohner 350.984 (31. Dez. 2019)
Bevölkerungsdichte 6611 Einwohner/km²
Adresse der
Verwaltung
Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz
10825 Berlin
Website berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg
Ortsteile Friedenau
Lichtenrade
Mariendorf
Marienfelde
Schöneberg
Tempelhof
Politik
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD)

Tempelhof-Schöneberg ist der siebte Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 350.984 Einwohner am 31. Dezember 2019.[1]

Im Jahr 2001 ist der Bezirk im Rahmen der Verwaltungsreform durch Fusion der bisherigen Bezirke Tempelhof und Schöneberg entstanden. Verwaltungszentrale ist das Rathaus Schöneberg.

Das Mercedes-Benz-Werk im Süden des Bezirks zählt zu den größten privaten Arbeitgebern der Stadt Berlin. Am Bahnhof Südkreuz hat sich mit dem EUREF-Quartier ein Zentrum für die Energiewirtschaft etabliert.

Bekannt ist der Berliner Bezirk für das Tempelhofer Feld (ehemaliger Flughafen Tempelhof) als Naherholungsgebiet und für den Ortsteil Schöneberg mit seiner homosexuellen Szene im sogenannten Regenbogenkiez.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk erstreckt sich von der südlichen Innenstadt Berlins weiter zur Südgrenze des Landes. Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. In Schöneberg, dem bevölkerungsreichsten Ortsteil Tempelhof-Schönebergs, lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung des Bezirks. Friedenau ist der kleinste Ortsteil des Bezirks (und einer der kleinsten in Berlin), aber dafür der am dichtesten besiedelte Ortsteil Berlins.

Im Jahr 2014 wurde ein Tausch von Flächen mit dem angrenzenden Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg beschlossen.[2]

Stadtgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mietshaus in Friedenau

Die Flächennutzung im Bezirk im Jahr 2008:[3]

  • Tempelhof-Schöneberg insgesamt 5310 ha
  • Gebäude- und Freifläche: 3076 ha (1719 ha Wohnfläche, 538 ha Gewerbe- und Industriefläche)
  • Betriebsfläche: 27 ha
  • Erholungsfläche: 584 ha (58 ha Sportplätze und Freibäder, 527 ha Grünanlagen und Camping)
  • Verkehrsfläche: 1354 ha (862 ha Straßen, Plätze und Wege, 491 ha Bahn- und Flugplatzgelände)
  • Landwirtschaftsfläche: 60 ha
  • Waldfläche: 48 ha
  • Wasserfläche: 42 ha
  • Flächen anderer Nutzung: 118 ha (117 ha Friedhöfe)
  • Freizeitflächen: 172 Kinderspielplätze (406.145 m²), 7 Hallen-, Frei- und Sommerbäder (8.493 m²), 115 Sportanlagen (343.864 m²), 1 Trabrennbahn (261.673 m²)

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funkhaus des Senders Deutschlandradio
Ullsteinhaus in Tempelhof
Konzert in der Columbiahalle, 2013
Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner[4]
31. Dezember 2019
Ein­wohner
pro km²
Lage
0701 Schöneberg 10,60 123.075 11.611
BerlinFriedenauSchönebergTempelhofMariendorfMarienfeldeLichtenradeBrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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0702 Friedenau 1,65 28.263 17.129
BerlinFriedenauSchönebergTempelhofMariendorfMarienfeldeLichtenradeBrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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0703 Tempelhof 12,20 62.248 5.102
BerlinFriedenauSchönebergTempelhofMariendorfMarienfeldeLichtenradeBrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
Über dieses Bild
0704 Mariendorf 9,38 53.094 5.660
BerlinFriedenauSchönebergTempelhofMariendorfMarienfeldeLichtenradeBrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
Über dieses Bild
0705 Marienfelde 9,15 32.349 3.535
BerlinFriedenauSchönebergTempelhofMariendorfMarienfeldeLichtenradeBrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
Über dieses Bild
0706 Lichtenrade 10,10 51.955 5.144
BerlinFriedenauSchönebergTempelhofMariendorfMarienfeldeLichtenradeBrandenburgOrtsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
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Stadtquartiere und Plätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Akazienstraße in Schöneberg
(Auswahl)

Parkanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teich in Lichtenrade

Parks

Friedhöfe

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1920–2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Bildung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920 verlor Schöneberg seine Selbstständigkeit und bildete von da an gemeinsam mit Friedenau den 11. Berliner Verwaltungsbezirk Schöneberg. Der Bezirk Tempelhof wurde im gleichen Jahr aus den bis dahin zum Landkreis Teltow gehörenden Gemeinden Tempelhof, Mariendorf (ohne Südende), Marienfelde und Lichtenrade als 13. Verwaltungsbezirk gebildet.

Das Gebäude des Berliner Kammergerichts war in der Zeit des Nationalsozialismus Sitz des Volksgerichtshofs. Während der deutschen Teilung war es der Sitz des Alliierten Kontrollrats.

Rede von J. F. Kennedy, 1963

Der Bezirk Schöneberg gehörte von 1945 bis 1990 zum Amerikanischen Sektor von Berlin (West-Berlin). Im Rathaus Schöneberg hatten während der Teilung Berlins das Berliner Abgeordnetenhaus (bis 1993) und der Senat von West-Berlin ihren Sitz.

Das Rathaus und die darauf zulaufenden Straßen waren der Ort vieler Kundgebungen und des Staatsbesuches des US-Präsidenten John F. Kennedy. Dort hielt er 1963 seine Rede mit dem berühmten Zitat „Ich bin ein Berliner“.

Seit 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Juli 2000 haben die Bezirksämter Schöneberg und Tempelhof in einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, dass der aus den bisherigen Bezirken Schöneberg und Tempelhof zum 1. Januar 2001 gebildete Bezirk den Namen Tempelhof-Schöneberg tragen soll: „Die Bezirksämter halten es für zweckmäßig, dem kraft Gesetzes zum 1. Januar 2001 gebildeten Bezirk unter Voranstellung des Namens des einwohner- und flächenmäßig größeren Bezirks den Doppelnamen ‚Tempelhof-Schöneberg‘ zu geben.“

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2019 zählte der Bezirk Tempelhof-Schöneberg 350.984 Einwohner auf einer Fläche von 53,1 Quadratkilometern.[5] Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 6.611 Einwohnern pro Quadratkilometer und damit über dem berlinweiten Durchschnitt.

Die Einwohnerzahlen (Stand jeweils 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.[6]

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung von Tempelhof-Schöneberg am 31. Dezember 2019.[7]

Geschlecht Anzahl Anteil
männlich 171.659 48,9 %
weiblich 179.325 51,1 %
Insgesamt 350.984 100 %
 
 
Altersgruppen
unter 20 059.941 17,1 %
20 bis unter 40 098.222 28,0 %
40 bis unter 60 097.449 27,8 %
ab 60 095.372 27,2 %
Insgesamt 350.984 100 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund 217.818 62,1 %
Deutsche mit Migrationshintergrund 060.869 17,3 %
Ausländer 072.297 20,6 %
Insgesamt 350.984 100 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe 072.535 20,7 %
mittlere Wohnlagen 220.068 62,7 %
gute Wohnlagen 058.381 16,6 %
Insgesamt 350.984 100 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch 065.851 18,8 %
römisch-katholisch 037.523 10,7 %
sonstige bzw. keine 247.610 70,5 %
Insgesamt 350.984 100 %

Das Durchschnittsalter lag am 31. Dezember 2019 bei 44,0 Jahren (Berliner Durchschnitt 42,8 Jahre).[7]

Geburten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Tempelhof-Schöneberg liegt die geburtenstärkste Klinik Deutschlands. 2019 kamen im St. Joseph Krankenhaus 4330 Kinder zur Welt.[8]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burmester-Lautsprecher in einem Cabriolet

Die Burmester Audiosysteme GmbH wurde in Schöneberg gegründet und ist als Hersteller von Premium-Audiokomponenten bekannt.

Das 1902 gegründete Mercedes-Benz-Werk Berlin in Marienfelde ist einer der größten industriellen Arbeitgeber in Berlin. Rund 2500 Mitarbeiter sind dort angestellt. Das Werk gehört zur Daimler AG.

In Tempelhof produziert die Backwarenfirma Bahlsen aus Hannover in der Oberlandstraße. Darüber hinaus wird am Standort ein Fabrikverkauf angeboten.

Ebenfalls in der Oberlandstraße produziert Procter & Gamble Klingen und anderen Rasierbedarf unter dem Markennamen Gillette.

Handel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das KaDeWe

Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) am Schöneberger Wittenbergplatz ist ein Warenhaus mit einem gehobenen Sortiment und Luxuswaren. Es zählt zu den bekanntesten Warenhäusern Europas[9] und ist mit rund 60.000 Quadratmetern Verkaufsfläche das größte Warenhaus Deutschlands.

Die angrenzende Tauentzienstraße, im Berliner Volksmund kurz der Tauentzien, bildet die Verlängerung des Kurfürstendamms und zählt zu einer der teuersten Lagen Deutschlands. Die Tauentzienstraße ist eine der meist frequentierten Einkaufsstraßen der Stadt.

In Tempelhof existiert darüber hinaus am Tempelhofer Damm zwischen Alt-Tempelhof und Ordensmeisterstraße ein Einkaufs- und Geschäftszentrum. Am Tempelhofer Hafen wurde 2009 das gleichnamige Einkaufszentrum eröffnet.

Energiewirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der EUREF-Campus

Das Europäische Energieforum (EUREF) liegt im Ortsteil Schöneberg. Der Campus um den Gasometer Schöneberg ist ein Standort für Unternehmen aus den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität. U.a. befindet sich hier die Firmenzentrale der GASAG.[10]

Medienwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich der Medienwirtschaft ist der Sitz des Deutschlandradios in Schöneberg bedeutend. Sony Music Entertainment betreibt ab dem Jahr 2020 seine Deutschlandzentrale im Bezirk.

Springer Nature, eine der umsatzstärksten Buchverlagsgruppen der Welt, hat seine Geschäftsstelle in der Nähe des Bahnhofs Südkreuz eingerichtet.[11]

Handwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 waren von den 30.862 in Berlin ansässigen Handwerksbetrieben insgesamt 2.859 in Tempelhof-Schöneberg gemeldet.[12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangshalle im Bahnhof Südkreuz

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahnen A 100 und A 103 sowie die Bundesstraßen B 1, B 96, und B 101 führen durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die geplante Radschnellverbindung Teltowkanal-Route soll ebenfalls durch Tempelhof-Schöneberg verlaufen.

Der Bezirk wurde 2015 für die Einrichtung der deutschlandweit ersten sogenannten Begegnungszone im Bereich der Maaßenstraße bekannt. Das Projekt gilt jedoch als gescheitert.[13]

Öffentlicher Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25, S41, S42, S45 und S46 sowie die U-Bahn-Linien U1, U2, U3, U4, U6, U7 und U9 führen durch den Bezirk.

Der Bahnhof Südkreuz in Schöneberg verfügt über eine direkte Anbindung an den Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn. Der Bahnhof wird unter anderem von der ICE-Linie Hamburg – Berlin – LeipzigMünchen bedient.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Bezirk sind die Amtsgerichte Schöneberg und Tempelhof-Kreuzberg sowie die Finanzämter Schöneberg und Tempelhof zuständig.

Bezirksverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2016[15]
Wahlbeteiligung: 64,1 %[14]
 %
30
20
10
0
24,7
21,9
21,1
11,1
8,7
6,8
2,0
3,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011[15][16]
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-1,9
-2,7
-8,2
+11,1
+5,0
+5,0
-5,6
-2,7

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Tempelhof-Schöneberg am 18. September 2016 führte zu folgender Sitzverteilung:[17]>

Partei Sitze
SPD 15
Bündnis 90/Die Grünen 13
CDU 12
AfD 06
Die Linke 05
FDP 04
Insgesamt 55

Bezirksamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirksstadtrat[18] Partei Abteilung
Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin SPD Finanzen, Personal und Wirtschaftsförderung
Jörn Oltmann,
stellv. Bezirksbürgermeister
Grüne Stadtentwicklung und Bauen
Christiane Heiß Grüne Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt
Matthias Steuckardt CDU Bildung, Kultur und Soziales
Oliver Schworck SPD Jugend, Umwelt, Gesundheit, Schule und Sport
Amtszeit Bezirksbürgermeister Partei
1. Januar 2001[19] – 19. Dezember 2001 Dieter Hapel CDU
19. Dezember 2001 – 23. November 2011 Ekkehard Band SPD
seit 23. November 2011 Angelika Schöttler SPD

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister und in der AG Ressourcensteuerung vertreten.[20][21]

Bundestagswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Bundestagswahlen bildet der Bezirk den Wahlkreis 81 Berlin-Tempelhof – Schöneberg.[22]
Aktueller Wahlkreisabgeordneter ist Jan-Marco Luczak (CDU), der das Direktmandat bei der Bundestagswahl 2009 (32,5 %),[23][24] bei der Bundestagswahl 2013 (35,0 %),[25][24] sowie der Bundestagswahl 2017 (28,9 %)[26] gewann.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coat of arms of borough Tempelhof-Schoeneberg.svg

Das heutige Wappen wurde am 25. März 2003 durch den Senat von Berlin verliehen.

Wappenbeschreibung: In dem durch einen grünen Stab silbern-golden gespaltenen Schild über einem grünen Bogenschildfuß mit Mittelkuppe vorn ein schwebendes rotes Kreuz mit verbreiterten Enden, hinten ein schreitender roter Hirsch. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.[27]

Wappenbegründung: Das Wappen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg vereinigt die Wappen der ehemaligen Bezirke Tempelhof und Schöneberg in einem gespaltenen Schild. Dabei verweist das vordere Feld mit dem Templerkreuz auf die Gründer des Ortes Tempelhof. Der rote Hirsch im hinteren Feld ist dem Wappen Schönebergs entlehnt, der ehemals in doppelter zugewendeter Form auf einem grünen Dreiberg sprang – Die Mauerkrone das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Schöneberg, Sitz des Bürgermeisters Tempelhof-Schöneberg

Der Bezirk unterhält folgende Städtepartnerschaften:[28]

International
NiederlandeNiederlande Amstelveen, Niederlande
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London Borough of Barnet, Vereinigtes Königreich
FrankreichFrankreich Charenton-le-Pont, Département Val-de-Marne, Frankreich
PolenPolen Koszalin, Polen
FrankreichFrankreich Levallois-Perret, Frankreich
TurkeiTürkei Mezitli, Bezirk der Stadt Mersin, Türkei
IsraelIsrael Nahariya, Israel

National

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Direktion 4 der Berliner Landespolizei ist für die Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf zuständig. Am Bahnhof Südkreuz übernimmt die Bundespolizei Aufgaben des Grenzschutzes.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HWR Campus in Schöneberg

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sakralbauten

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Columbiahalle in Tempelhof ist ein Veranstaltungsort für Pop- und Rockkonzerte. Die Halle bietet bis zu 3500 Besuchern Platz.[29]

Das Metropol am Nollendorfplatz, früher auch als Neues Schauspielhaus bekannt, ist ein vielseitig nutzbarer Veranstaltungsraum. Hier finden Konzerte und unterschiedliche Ereignisse wie privat organisierte Galas oder auch Abiturfeiern statt.[30]

Der Bezirk betreibt die nach Leo Kestenberg benannte Leo-Kestenberg-Musikschule[31] mit dem Sinfonieorchester Tempelhof (SOT).[32]

Im Bezirk befindet sich auch das Kulturzentrum ufaFabrik und das Ausstellungshaus für urbane Gegenwartskunst Urban Nation.

Märkte und Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wochenmarkt am Winterfeldplatz findet jeden Samstag statt. Das Kürbisfest wird einmal jährlich in der Schöneberger Akazienstraße gefeiert.[33]

Im Monat Dezember, zur Weihnachtszeit, finden alljährlich zahlreiche Gospel-Konzerte in der Apostel-Paulus-Kirche statt. Seit den 1990ern Jahren hat sich die Kirche zu einem Zentrum für Kirchen- und Gospelmusik entwickelt.[34]

Szeneleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maaßenstraße bei Nacht

Im Nollendorfkiez um die Fuggerstraße, die Motzstraße und den Nollendorfplatz befinden sich zahlreiche Kneipen, Bars und Läden, die sich überwiegend an ein homosexuelles Publikum richten. Jährlich an einem Wochenende im Juni oder Juli findet in diesem Teil Berlins das Lesbisch-Schwule Stadtfest statt, das mit einer Mischung aus Informationsständen gleichgeschlechtlicher Gruppen, Showbühnen sowie Imbiss- und Verkaufsbuden hunderttausende Besucher aus aller Welt anzieht.[35]

Der Kiez galt bereits in den Goldenen Zwanzigern als Gegend, die über eine dichte Infrastruktur und kulturelles Angebot für homo- und transsexuelle Menschen verfügt.[36] Das Viertel ist geprägt von teilweise komplett erhaltenen Straßenzügen der Gründerzeit und kaiserzeitlichen Schmuckplätzen, wie dem Winterfeldplatz oder dem Viktoria-Luise-Platz.

Der Bezirk in der Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der autobiografisch angelehnte Roman Leb wohl, Berlin des britischen Autors Christopher Isherwood, der zweieinhalb Jahre in der Nollendorfstraße 17 wohnte, wo ein Großteil der Handlung des Buches spielt. Der Roman war unter anderem Vorlage für das Musical Cabaret. Teile des Films Himmel über Berlin von Wim Wenders wurden in Schöneberg gedreht.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berlin ePrix, ein Motorsport-Rennen der Formel E, wurde 2015 und 2017 auf dem Tempelhofer Feld ausgetragen. Eine der traditionsreichen Pferderennbahnen in Deutschland ist die Trabrennbahn Mariendorf. Seit 1895 findet dort jährlich das Deutsche Traber-Derby statt.

Der Olympischer Sport-Club Berlin zählt mit etwa 2500 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen in Tempelhof-Schöneberg. Sieben olympische Medaillen, 37 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie Weltspielen und über 280 Deutsche Meisterschaften hat der Club nach Berlin geholt.[37]

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg gab es im Jahr 2017 mindestens 15 Yoga­studios.[38]

Das Sportzentrum Schöneberg ist eine der größten Schwimmhallen in Berlin. Hier werden Wettkämpfe in unterschiedlichen Disziplinen des Schwimmsports abgehalten. Das Stadtbad Schöneberg zählt zu den bekannten Hallenbädern im Freizeitbereich.

Seit der Eröffnung des Tempelhofer Feldes nutzen viele Berliner die großen Flächen des Parks als individuellen Trainings- und Übungsplatz. Kiteboarder und Windskater haben dort Freiraum, um ihren Sport auszuüben.[39]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Vermessung und Geoinformation (Hrsg.): Tempelhof-Schöneberg, Straßen – Plätze – Brücken, Ihre Herkunft, Bedeutung und Umbenennungen. 1. Aufl., 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bezirk Tempelhof-Schöneberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Tempelhof-Schöneberg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  2. Gebietstausch mit Friedrichshain-Kreuzberg. (Memento vom 11. März 2014 im Internet Archive) In: Berliner Abendblatt. 28. Februar 2014, abgerufen am 13. April 2014.
  3. Zahlen & Fakten. (Memento vom 9. April 2014 im Internet Archive) Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg auf Berlin.de. Abgerufen am 31. März 2014.
  4. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2019, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 27. August 2020 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  5. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2019 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 10. Juni 2020 ([1]) (Hilfe dazu).
  6. Melderechtlich registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung nach Bezirken 1991 bis 2019
  7. a b Statistischer Bericht A I 5-hj 2/19. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2019. Grunddaten. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2020.
  8. St. Joseph Krankenhaus 2019 erneut geburtenstärkste Einzelklinik Deutschlands, Berliner Woche, abgerufen am 28. Januar 2020.
  9. AP / DPA / chm: 100 Jahre KaDeWe: Purer Luxus auf 60.000 Quadratmetern. In: Stern, 1. März 2007: „Man nennt es in einem Atemzug mit Harrods in London oder den Galeries Lafayette in Paris: das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe). In diesem Jahr wird Deutschlands bekanntestes Kaufhaus 100 Jahre alt.“
    Birgitt Eltzel: Das KaDeWe wird geliftet. Karstadt-Konzern will Deutschlands bekanntestes Kaufhaus umbauen – und jüngere Kunden gewinnen. In: Berliner Zeitung, 23. Januar 2004.
    Pssst! Das KaDeWe, Deutschlands berühmtestes Kaufhaus, ist 95 Jahre geworden. In: Die Welt, 20. April 2002.
  10. Gasag-Gruppe zieht auf Euref-Campus in Schöneberg, Berliner Morgenpost, abgerufen am 12. Januar 2020.
  11. Ranking der Buchverlage mit den höchsten Umsätzen weltweit im Jahr 2017, Statista, abgerufen am 30. Januar 2020.
  12. Berliner Wirtschaft in Zahlen – Ausgabe 2013. Hrsgg. von der IHK Berlin, abgerufen am 29. Juni 2017.
  13. Begegnungszone Maaßenstraße gilt als gescheitert, Berliner Morgenpost, abgerufen am 12. Januar 2020.
  14. Bericht der Landeswahlleiterin 2016, S. 154, abgerufen am 12. Februar 2017
  15. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 20. September 2016
  16. Die Landeswahlleiterin für Berlin – Berliner Wahlen 2011, abgerufen am 6. Februar 2017
  17. Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung 2016
  18. Übersicht der Kollegiumsmitglieder, abgerufen am 7. Juni 2017.
  19. Dieter Hapel stellt sich vor,@1@2Vorlage:Toter Link/www.hapel.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 7. Juni 2017.
  20. Rat der Bürgermeister – abgerufen am 18. Mai 2019
  21. Kleine Anfrage der FDP – abgerufen am 18. Mai 2019
  22. Amtliche Wahlkreiseinteilung 2013 (Memento vom 13. April 2016 im Internet Archive)
  23. Der Landeswahlleiter von Berlin – Bundestagswahl 2009, S. 18, 36, 39, 66/67, abgerufen am 2. Oktober 2017
  24. a b Ergebnistabelle Erst- und Zweitstimmen im Wahlkreis 81 Berlin-Tempelhof-Schöneberg am 22. September 2013 und am 27. September 2009, abgerufen am 17. August 2017
  25. Die Landeswahlleiterin für Berlin – Bundestagswahl 2013, S. 14, 22, 25, 47, abgerufen am 2. Oktober 2017
  26. Bundeswahlleiter – Bundestagswahl 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017.
  27. Die Bezirkswappen. In: www.berlin.de. 15. Oktober 2018, abgerufen am 14. Dezember 2018.
  28. Städtepartnerschaften des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. (Memento vom 27. Januar 2014 im Internet Archive) Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg im Webportal Berlin.de, abgerufen am 27. Februar 2014.
  29. Columbiahalle. (PDF) In: C-Halle am Columbiadamm GmbH. columbiahalle.berlin, S. 2, archiviert vom Original am 20. Februar 2016; abgerufen am 21. Februar 2016.
  30. Legendäres Metropol feiert Comeback: Das erwartet die Gäste, Berliner Morgenpost, abgerufen am 28. Januar 2020.
  31. Startseite - Leo Kestenberg Musikschule. In: www.lkms.de. Abgerufen am 14. Dezember 2018.
  32. SinfonieOrchester Tempelhof - Startseite. In: 59023045.swh.strato-hosting.eu. Abgerufen am 14. Dezember 2018.
  33. Dickes Ding: Kürbisfest in der Akazienstraße, Der Tagesspiegel, abgerufen am 14. Januar 2020.
  34. „Du kannst nicht mehr weglaufen“. In: Die Welt, 26. März 2014
  35. Salih A. Wolter: Ist Krieg oder was? Queer Nation Building in Berlin-Schöneberg. In: Salih Alexander Wolter Webseite. 15. Juni 2012, abgerufen am 14. Dezember 2018.
  36. Magazin-Die Siegessäule, abgerufen am 7. Juni 2017.
  37. OSC Berlin, abgerufen am 5. Juli 2017.
  38. Willkommen bei yoga@inberlin – das Verzeichnis für Yoga Studios in Berlin, (Memento vom 8. August 2017 im Internet Archive) abgerufen am 3. Juli 2017.
  39. Kitesurfen fernab vom Meer – Kitelandboarden. In: Die Welt, 15. August 2011, abgerufen am 5. Juli 2017.