Wojciech Marczewski

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Wojciech Marczewski

Wojciech Marczewski (* 28. Februar 1944 in Litzmannstadt) ist ein polnischer Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marczewski begann 1962 ein Regiestudium an der Filmhochschule Łódź, das er jedoch 1964 für ein Geschichts- und Philosophiestudium unterbrach. Seine Studienzeit beendete er 1969, das Regiediplom erhielt er allerdings erst 1998. In den 1970er Jahren arbeitete er in Polen als Regie- und Produktionsassistent und schrieb Drehbücher. Für das polnische Fernsehen realisierte er kleinere Filmproduktionen. Sein erster Kinofilm war der Film Alpträume aus dem Jahre 1979. Für seinen zweiten Spielfilm Schauder erhielt er auf der Berlinale 1982 den Silbernen Bären und weitere Preise. Außerdem erhielt er auf dem Polnischen Filmfestival in Gdynia den Silbernen Löwen. Dies sollte bis zum politischen Wechsel in Polen sein letzter Spielfilm sein. Seit 1984 lehrt er an der Filmhochschule Kopenhagen.

In den 1990er Jahren war er Leiter der Abteilung Regie der britischen National Film and Television School in Beaconsfield bei London. Erst 1991 brachte er einen neuen Spielfilm heraus. „Flucht aus dem Kino "Freiheit"“ (Ucieczka z kina Wolność) erhielt mehrere Preise auf dem Polnischen Filmfestival, u. a. in der Kategorie „bester Film“. Im Jahre 2000 verfilmte er den Roman Weiser Dawidek von Paweł Huelle. Der Film Weiser nahm am Wettbewerb der Berlinale 2001 teil. 2002 gehörte er zu den Mitbegründern der Warschauer Filmregieschule von Andrzej Wajda. Er ist dort bis heute als Dozent tätig. Außerdem ist er Professor an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Łódź.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978: Gespenster (Zmory)auch Drehbuch
  • 1981: Schauder (Dreszcze)auch Drehbuch
  • 1990: Flucht aus dem Kino "Freiheit" (Ucieczka z kina Wolność)auch Drehbuch
  • 2000: Weiser

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 wurde Marczewski zum Offizier des Orden Polonia Restituta ernannt.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gazeta.pl, Andrzej Wajda odznaczony Orderem Orła Białego, 21. März 2011