Wolfram Kopfermann

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Wolfram Kopfermann (* 2. Januar 1938 in Beverungen;[1]21. November 2018 in Hamburg[2]) war ein deutscher Theologe und Begründer der Freikirche Anskar-Kirche sowie theologischer Buchautor.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kopfermann studierte evangelische Theologie in Bethel, Heidelberg und Erlangen sowie Soziologie in Heidelberg, Erlangen und Nürnberg. In den Jahren 1963 bis 1969 war er wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Systematische Theologie der Universität Erlangen-Nürnberg. Unter anderem zählte er zum Marburger Kreis. Im Anschluss war er zunächst im Vikariat in Büchenbach bei Erlangen, daraufhin dann auch im Pfarrdienst in Bayern tätig, später dann als Pastor an der Hauptkirche St. Petri in Hamburg. Hier erlebte er in den 1980er Jahren einen sogenannten geistlichen Aufbruch mit, den er wesentlich mitprägte. Seine charismatischen Sonntagabend-Gottesdienste besuchten um die 1.000 evangelische Christen. Von 1978 bis 1988 war Kopfermann Leiter der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der von ihm entwickelte „Grundkurs des Glaubens“ wird bis heute in vielen Gemeinden in Deutschland durchgeführt. 1988 legte er sein Amt als Pastor in der St.-Petri-Kirche nieder, trat aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche aus und gründete in Hamburg die Freikirche Anskar-Kirche, die seitdem von ihm geleitet wurde.

Heute ist die Anskar-Kirche Deutschland eine bundesweite Freikirche mit fünf Gemeinden in Hamburg, Marburg, Bad Arolsen und Wetzlar sowie einer eigenen theologischen Ausbildungsstätte für Hauptamtliche, dem Anskar-Kolleg.

Die Leitung der Gemeinde Hamburg-Mitte gab Kopfermann im Januar 2008 an Tillmann Krüger ab.[3]

Kopfermann war ferner Autor einiger theologischer Bücher zum Thema Gemeindebildung, Gemeindeerneuerung und Gemeindeaufbruch.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kopfermann war seit 1963 mit seiner Frau Dietlinde verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne, einer davon der christliche Musiker Arne Kopfermann.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IdeaSpektrum 1/2.2013, S. 8
  2. https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/menschen/2018/11/21/anskar-gruender-wolfram-kopfermann-gestorben/
  3. Amtsübergabe 2008 (Memento vom 12. April 2009 im Internet Archive)