Wordle

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Wordle
Wordle 196 example.svg
Beispiel zum Lösungswort Rebus: R, S und E (in Zeile 1) sowie U (ab Zeile 2) gehören zum Lösungswort, stehen aber noch nicht in der korrekten Position. Ab Zeile 2 steht R, ab Zeile 3 S an der richtigen Stelle. In Zeile 4 wurde das korrekte Wort erraten.
Studio Josh Wardle
Publisher Josh Wardle, New York Times Company
Veröffentlichung Oktober 2021
Plattform Webbrowser
Genre Buchstabenspiel, Browserspiel
Information nytimes.com/games/wordle

Wordle ist ein 2021 veröffentlichtes, kostenlos spielbares Online-Buchstabenspiel; entwickelt wurde es von Josh Wardle. Besonders die ursprüngliche englischsprachige Version war erfolgreich und fand größere Verbreitung durch soziale Medien wie Twitter. Mittlerweile gibt es verschiedene Sprachversionen.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wordle ist ein browserbasiertes Rätsel, das täglich ein neues Wort veröffentlicht. Das gesuchte Wort besteht aus fünf Buchstaben und muss ähnlich wie in einem Kreuzworträtsel in quadratische, nebeneinander angeordnete Felder eingetragen werden. Für jedes Wort gibt es insgesamt sechs Versuche.[1] Anders als beim Kreuzworträtsel gibt es jedoch keine inhaltlichen Hinweise auf das Lösungswort. Die Spielmechanik ist ähnlich der von Spielen wie Mastermind. Der Spieler trägt in der ersten Zeile ein beliebiges fünfbuchstabiges Wort ein, woraufhin die Buchstaben farbig unterlegt werden: Grauer Hintergrund steht für Buchstaben, die im gesuchten Wort nicht vorkommen; gelber Hintergrund steht für Buchstaben, die im Lösungswort an anderer Stelle vorkommen; grüner Hintergrund für Buchstaben, die im Lösungswort an derselben Stelle stehen. Nun hat der Spieler die Möglichkeit, sich dem Lösungswort in den fünf nachfolgenden Zeilen anzunähern. Ziel des Wortspieles ist, in möglichst wenigen Versuchen das gesuchte Wort zu finden.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in den 1980er-Jahren gab es in der Fernsehshow Lingo – in Deutschland umgearbeitet als 5 mal 5 – ein weitgehend gleiches Spielprinzip.[3]

Josh Wardle, ein in New York City lebender Brite,[4] entwickelte das Spiel zunächst für seine Lebensgefährtin und ließ es später auch weitere Familienmitglieder spielen;[3] im Oktober 2021 veröffentlichte er es im Internet.[5] Der Name des Spiels ist ein Wortspiel aus dem Nachnamen seines Erfinders Josh Wardle.[1] Die Idee hatte Wardle laut eigener Aussage zusammen mit seiner Frau. Inspiriert durch ein ähnlich aufgebautes täglich erscheinendes Rätsel namens Spelling Bee der New York Times übernahm er das Prinzip für sein Browserspiel. Die Beschränkung auf ein Spiel pro Tag trägt durch künstliche Verknappung zur Attraktivität des Spiels bei.[6] Das Spiel bestand ursprünglich aus etwa 12.000 Wörtern. Wardles Frau ging diese vor der Veröffentlichung durch und prüfte, ob sie die Wörter kannte oder nicht. Auf diese Weise wurde die Liste der Wordle-Wörter auf etwa 2500 eingegrenzt. Verärgert waren einige Spieler im englischsprachigen Raum beispielsweise über die Wörter Rebus und Tapir, weil sie ihnen nicht vertraut genug waren.[6]

Im November 2021 hatte das Spiel 90 Spieler.[1] Nachdem Wardle im Dezember 2021 die Möglichkeit hinzugefügt hatte, die eigenen Ergebnisse mittels Emojis in Form farbiger Quadrate in den sozialen Medien zu teilen,[5] wuchsen die Nutzerzahlen explosionsartig an; am zweiten Januarwochenende 2022 spielten weltweit zwei Millionen Menschen Wordle.[4]

Bereits im Januar 2022 erschienen diverse deutsche Übersetzungen des Spiels.[7] Im Gegensatz zum englischen Original besteht hierbei oftmals die Schwierigkeit, Wörter mit den Umlauten Ä, Ü und Ö einzubinden. Diese müssen mit den Buchstaben AE, UE und OE gebildet werden. Die deutsche Variante „Wördle“[8] bietet allerdings die Umlaute und das scharfe S als extra Buchstaben an. Auch Vergangenheitsformen von konjugierten Verben können bei einigen Versionen mögliche Lösungen sein.[9]

Ende Januar 2022 wurde bekanntgegeben, dass The New York Times Company, die ein Abo für ähnliche, kreuzworträtselartige Spiele vertreibt, Wordle für „einen niedrigen siebenstelligen Betrag“ erworben hat.[10] Das Spiel soll aber auch ohne Abonnement zunächst kostenlos spielbar bleiben.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Elisa Britzelmeier: Wordle-Hype: Bananenbrot und Sauerteig in der Omikron-Welle. Abgerufen am 19. Januar 2022.
  2. Onlinespiel Wordle - Internethype mit fünf Buchstaben. Abgerufen am 19. Januar 2022.
  3. a b Danyal Hussain: Five words, five guesses... look familiar? Online puzzle game 'Wordle' that's taking the internet by storm... bears striking resemblance to 1980s game show favorite LINGO. Mail Online, 4. Januar 2022, abgerufen am 14. Januar 2022 (englisch).
  4. a b Rachel Hall: Wordle creator overwhelmed by global success of hit puzzle. The Guardian, 11. Januar 2022, abgerufen am 14. Januar 2022 (englisch).
  5. a b Patrick Lum: What is Wordle? The new viral word game delighting the internet. The Guardian, 23. Dezember 2021, abgerufen am 14. Januar 2022 (englisch).
  6. a b Daniel Victor: Wordle Is a Love Story. In: The New York Times. 3. Januar 2022, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 19. Januar 2022]).
  7. World Wide Wordle: What it takes to bring the viral game into other languages. 21. Januar 2022, abgerufen am 26. Januar 2022 (amerikanisches Englisch).
  8. Jörn Lenoch: Wördle - Das Wortspiel Wordle auf Deutsch. 22. Mai 2022, abgerufen am 22. Mai 2022.
  9. Stuttgarter Nachrichten: Beliebtes Browsergame: Wordle gibts jetzt auch auf deutsch. Abgerufen am 19. Januar 2022.
  10. Mason Bissada: New York Times Buys Puzzle Game Wordle For ‘Low-Seven Figures’. In: Forbes. 31. Januar 2022, abgerufen am 1. Februar 2022 (englisch).
  11. Marc Tracy: The New York Times Buys Wordle. In: The New York Times. 31. Januar 2022, abgerufen am 1. Februar 2022 (englisch).