Young-Holt Unlimited

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Young-Holt Unlimited
Allgemeine Informationen
Genre(s) Soul-Jazz
Gründung 1968
Auflösung 1974
Gründungsmitglieder
Bass
Eldee Young
Schlagzeug
Redd Holt

Young-Holt Unlimited war ein US-amerikanisches Instrumental-Soul-Jazz-Duo der späten 1960er Jahre.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1966 bildeten der Jazz-Bassist Eldee Young und der Schlagzeuger Redd Holt zusammen mit dem Jazz-Pianisten Ramsey Lewis das „Ramsey Lewis Trio“. Dann trennten sie sich von Lewis und machten zusammen mit dem Pianisten Don Walker als „Young Holt Trio“ weiter. Mit dem Titel Wack Wack von ihrem gleichnamigen Debütalbum hatten sie 1967 einen Top-40-Hit in den US-Charts. Später nannte sich die Formation „The Young Holt“ und ab 1968, nachdem Walker durch Ken Chaney ersetzt worden war, „Young-Holt Unlimited“.

Der Instrumentaltitel Soulful Strut ist das bekanntestes Lied des Duos. Es erreichte im Jahr 1968 Platz 3 der US-Singlecharts und war ein Millionseller (Goldstatus). Das zugehörige Album kam in den Billboard 200 ebenfalls in die Top 10. Das Instrumentalstück ist auch die Basis für Am I the Same Girl von Barbara Acklin, das Klavier ersetzte den Gesang. Geschrieben hatten ihn Eugene Record und William Sanders. Acklin veröffentlichte ihr Lied erst ein Jahr später und hatte damit noch einen kleineren Hit in den USA (Platz 79[1]), Dusty Springfield brachte es im selben Jahr mit einer Coverversion in die UK-Charts (Platz 43[2]). Swing Out Sister kamen mit dem Lied 1992 international erneut in die Hitparaden, unter anderem in Deutschland auf Platz 53[3]. 1998 wurde das Instrumental von Young-Holt Unlimited im Film Ein Zwilling kommt selten allein verwendet.

Young-Holt Unlimited löste sich nach nachlassendem Erfolg im Jahr 1974 auf.[4] 1983 schlossen sich Holt und Young wieder mit Ramsey Lewis zusammen.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5][6][7] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1967 Wack Wack
Brunswick 754121
132
(6 Wo.)
10
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1967
als Young Holt Trio; Produzent: Carl Davis
1969 Soulful Strut
Brunswick 754144
9
(30 Wo.)
2
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1968
Produzenten: Carl Davis, Eugene Record
1969 Just a Melody
Brunswick 754150
185
(6 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: August 1969
Produzenten: Carl Davis, Eugene Record, Willie Henderson

weitere Studioalben

  • 1967: Feature Spot (als The Young Holt)
  • 1967: The Beat Goes On
  • 1968: Funky But!
  • 1970: Mellow Dreamin’
  • 1971: Born Again
  • 1973: Oh, Girl
  • 1973: Plays Super Fly

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1967: On Stage
  • 1968: Live at the Bohemian Caverns

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Wack Wack
  • 1995: The Best of Young-Holt Unlimited (Brunswick)
  • 2004: The Best of Young-Holt Unlimited (Collectables)
  • 2005: The Definitive

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[5][6][8] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1966 Wack Wack
Wack Wack
40
(8 Wo.)
12
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1966
als Young Holt Trio
Autoren: Eldee Young, Hysear Don Walker, Isaac Red Holt
1968 Soulful Strut
Soulful Strut
3 Gold
(13 Wo.)
3
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1968
Instrumental-Track wurde 1969 als Basis für
Barbara Acklins Am I the Same Girl verwendet
Autoren: Eugene Record, William Sanders
1969 Who’s Making Love
Soulful Strut
57
(4 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Februar 1969
Autoren: Don Davis, Homer Banks,
Bettye Crutcher, Raymond Jackson
Original: Johnnie Taylor, 1968
1969 Just a Melody
Just a Melody
300! 49
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1969
Autoren: Carl Davis, Eugene Record

weitere Singles

  • 1967: Ain’t There Something That Money Can’t Buy (VÖ: März)
  • 1967: The Beat Goes On (VÖ: August)
  • 1967: Yon Gimme Thum (VÖ: Dezember)
  • 1968: Give It Up (VÖ: April)
  • 1969: Young and Holtful (VÖ: Mai)
  • 1969: Straight Ahead (VÖ: Juli)
  • 1969: Horoscope (VÖ: Oktober)
  • 1970: Mellow Dreaming (VÖ: September)
  • 1971: Luv-Bugg (VÖ: April)
  • 1971: Hot Pants (VÖ: Juni)
  • 1972: Oh Girl (VÖ: Oktober)
  • 1973: Super Fly
  • 1973: Could It Be I’m Falling in Love

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon, Bastei-Lübbe 1991, ISBN 3-404-60288-9.
  • Jay Warner: The Billboard Book of American Singing Groups. A History 1940–1990. New York City / New York: Billboard Books, 1992.
  • Todd Decker: Music Makes Me: Fred Astaire and Jazz. University of California 2011, ISBN 0-520-26890-3

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Am I the Same Girl (Barbara Acklin) in den US-Charts
  2. Am I the Same Girl (Dusty Springfield) in den UK-Charts
  3. Am I the Same Girl (Swing Out Sister) in den Charts: DE1 DE2/UK/US
  4. Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon, S. 650
  5. a b Chartquellen: Billboard Hot 100 Billboard 200
  6. a b Gold-/Platin-Datenbank US
  7. Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, ISBN 0-89820-134-9
  8. Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0-89820-186-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]