ZFV-Unternehmungen

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ZFV-Unternehmungen
Rechtsform Genossenschaft
Gründung 1894
Sitz Zürich SchweizSchweiz Schweiz
Leitung Andreas Hunziker
(CEO)
Mitarbeiterzahl 2'473 (2015)
Umsatz 237,4 Mio. CHF (2015)
Branche Gastronomie und Hotellerie
Website http://zfv.ch/de/unternehmen/

Die ZFV-Unternehmungen mit Sitz in Zürich sind eine Gastronomiegruppe mit eigenen und im Auftrag dritter geführten Betrieben. Neben einer Hotelkette führt die genossenschaftlich organisierte Gruppe auch Restaurants, Personalrestaurants, Cafeterias und Mensen, Caterings aller Art, eine Confiserie und ein Konditorei- und Bäckereiunternehmen. Insgesamt betreiben die ZFV-Unternehmungen 161 Betriebe. Die Unternehmensgruppe beschäftigte im Jahr 2015 2'473 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 237,4 Millionen Schweizer Franken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ZFV-Unternehmungen wurden 1894 von Zürcher Bürgerfrauen unter dem Namen Frauenverein für Mässigkeit und Volkswohl gegründet mit dem Ziel, alkoholfreie Gaststätten einzurichten, in denen man ohne Alkoholdruck verweilen und einen Kaffee trinken oder eine gesunde Mahlzeit einnehmen konnte. Susanna Orelli-Rinderknecht war massgeblich an der Gründung und am Erfolg des Vereins beteiligt.

Der Frauenverein führte 1934 in Zürich 18 alkoholfreie Restaurants: «Blauer Seidenhof», «Karl der Grosse», «Olivenbaum», Volkshaus Helvetiaplatz, «Freya», «Sonnenblick», «Wasserrad», Kirchgemeindehaus Wipkingen, «Lettenhof», «Platzpromenade», «Rütli», «Zur Limmat», Rosengasse 10, «Frohsinn», «Lindenbaum», Kurhaus Zürichberg, Kurhaus Rigiblick und «Baumacker».[1]

Bis 2002 behielt die Genossenschaft den seit 1909 bestehenden Namen Zürcher Frauenverein für alkoholfreie Wirtschaften bei.[2] Aufgrund der gesellschaftlichen und der wirtschaftlichen Veränderungen haben die ZFV-Unternehmungen das frühere rigorose Alkoholverbot sukzessive gelockert. Nach einer Statutenänderung im Jahre 2001 dürfen heute auch alkoholische Getränke ausgeschenkt werden.

Bis zum Jahr 2000 waren die ZFV-Unternehmungen ausschliesslich im Raum Zürich tätig. Seither haben sie ihren Tätigkeitsradius erweitert und sind heute in der ganzen deutschsprachigen Schweiz tätig.

Tätigkeitsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Namen Sorell führt die Gastronomiegruppe insgesamt 17 Hotels in verschiedenen Schweizer Städten. Weiter betreibt sie 15 Restaurants schwerpunktmässig in Zürich und Bern sowie 56 Personalrestaurants, davon 10 der UBS und 24 der SBB.

Die ZFV-Unternehmungen betreiben zudem hauptsächlich in Zürich insgesamt 55 Cafeterias und Mensen, insbesondere für die Universität Zürich (11) sowie für verschiedene Hoch-, Kantons- und Berufs- und Privatschulen.

Im Bereich Museumsgastronomie führen die ZFV-Unternehmungen Betriebe in verschiedenen Schweizer Museen. Zudem betreiben sie mit einem Restaurant und 18 Verpflegungsständen die Gastronomie im Stadion Letzigrund.

Zu den weiteren von den ZFV geführten Betrieben zählt die traditionsreiche Confiserie Schurter am Central in Zürich (bei der Polybahn), sowie die traditionsreiche Bäckerei und Konditorei Kleiner mit ihren 12 Filialen in und um Zürich (8 in der Stadt Zürich).

In Bern führt der ZFV im Bundeshaus das Parlamentsrestaurant Galerie des Alpes.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marie Hirzel: 50 Jahre Zürcher Frauenverein für alkoholfreie Wirtschaften 1894–1944. Zürcher Frauenverein für alkoholfreie Wirtschaften, Zürich 1945, DNB 574013415.
  • Dorothea Meyer-Liedholz, Nicole Lang (Illustrationen): JuKi – wir glauben in Vielfalt. Arbeitshilfe mit Begleit-DVD für das kirchliche Angebot im 5.–7. Schuljahr. Herausgegeben von der Reformierten Kirche Kanton Zürich. Theologischer Verlag, Zürich 2011, ISBN 3-290-17571-5, S. 468.
  • Monique R. Siegel: Weibliches Unternehmertum. Zürcherinnen schreiben Wirtschaftsgeschichte. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1994, ISBN 3-85823-495-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kreis Zürcherischer Pfarrer (Hrsg.): Zwingli-Kalender 1934. 16. Jahrgang. Friedrich Reinhardt, Basel 1934, S. 97.
  2. mensa.uzh.ch. Abgerufen am 7. August 2014.