Zahlungsanweisung

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Die Zahlungsanweisung (in der Schweiz auch: Mandat; lateinisch: mandatum, z. T. auch Geldanweisung genannt) ist ein Auftrag an ein Kreditinstitut, Bargeld auszuzahlen oder Geld unbar (bargeldlos) zu überweisen. Sie werden in der Regel durch Bareinzahlung an eine Bank vorgenommen, die die Zahlung an einen Empfänger weiterleitet.

Hierbei wird im Gegensatz zur Überweisung das Geld nicht direkt von einem Bankkonto auf ein anderes übertragen, sondern ein Formular ausgestellt, das den Empfänger zur Einlösung bei einer Bank oder Post zwecks Kontogutschrift oder Barauszahlung berechtigt. Es ist auch die direkte Auszahlung durch den Postboten möglich.

Dabei gibt es auch die Möglichkeit, Express-Geldanweisungen vorzunehmen. Diese werden von der Bank telefonisch, per Computer oder per Fax an eine Vertragsbank weitergeleitet und sind innerhalb von wenigen Minuten erledigt. Der Abholer weist sich durch einen Ausweis oder über ein Kennwort aus.

Marktführer auf dem Gebiet sind die US-amerikanischen Unternehmen Western Union und das etwas kleinere MoneyGram.

Die neue SEPA-Zahlungsanweisung ersetzt als Zahlungsbeleg die bisherigen Zahlscheine, Erlagscheine, Überweisungen und EU-Standard-Überweisungen (beziehungsweise Auslandsüberweisungen). Sie wird im Rahmen des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) seit 28. Januar 2008 eingeführt. Sie gleicht weitgehend den bisherigen Zahlungsbeleg, anstatt Kontonummer und Bankleitzahl des Empfängers werden Internationale Bank-Kontonummer (IBAN) und Bank Identifikations-Code (BIC/SWIFT-Code) eingetragen. In Österreich erfolgt die Umstellung endgültig per 1. Februar 2014.[1][2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Zahlungsanweisung, help.gv.at
  2. Die neue Zahlungsanweisung, austrianpaymentscouncil.at