Zblewo

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Zblewo
Wappen von Zblewo
Zblewo (Polen)
Zblewo
Zblewo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Starogardzki
Geographische Lage: 53° 56′ N, 18° 20′ OKoordinaten: 53° 56′ 5″ N, 18° 19′ 46″ O
Einwohner: 3338 ([1])
Postleitzahl: 83-210
Telefonvorwahl: (+48) 58
Kfz-Kennzeichen: GST
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 22
Droga wojewódzka 214
Schienenweg: Tczew–Chojnice
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 16 Schulzenämter
Fläche: 137,96 km²
Einwohner: 11.494
(30. Jun. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 83 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2213132
Verwaltung (Stand: 2010)
Gemeindevorsteher: Krzysztof Trawicki
Adresse: ul.Główna 40
83-210 Zblewo
Webpräsenz: www.zblewo.pl



Zblewo [zblɛvɔ] (deutsch Hochstüblau) ist ein Dorf im Powiat Starogardzki in der Woiwodschaft Pommern, Polen. Es zugleich Sitz der gleichnamigen Landgemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zblewo liegt ca. 70 km südwestlich von Danzig. Das Dorf gehört zur ethnisch-kulturellen Region Kociewie[3]. Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich der Große und der Kleine Bordzichower See.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes von Wenzel III stammt aus dem Jahr 1305.[4] Infolge der Ersten Polnischen Teilung 1772 fiel Zblewo an Preußen. 1812 zog die Armee Napoleons durch das Gebiet von Zblewo. Seit 1818 gehörte der Kreis Preußisch Stargard – und damit auch Hochstüblau/Zblewo – zum Regierungsbezirk Danzig in der Provinz Westpreußen. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte das Dorf in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Bahnstrecke von Berlin nach Königsberg. Seit 1874 war Hochstüblau Sitz eines Amtsbezirkes.[5]

Infolge des Versailler Vertrages fiel Hochstüblau/Zblewo 1920 an Polen. Die deutschen Einwohner mussten die polnische Staatsangehörigkeit anzunehmen oder Hochstüblau verlassen. Im Zweiten Weltkrieg war Zblewo vom September 1939 bis zum März 1945 von deutschen Truppen besetzt.

Von 1975 bis 1998 gehörte Zblewo zur Woiwodschaft Danzig[6].

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde Zblewo gehören 16 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945)[7] mit einem Schulzenamt. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 137,96 km², wovon 60 % landwirtschaftlich genutzt werden und 28 % bewaldet sind[8].

  • Białachowo (Groß Bialachowo)
  • Borzechowo (Bordzichow, 1942–1945 Borschau)
  • Bytonia (Bitonia)
  • Jezierce
  • Karolewo (Karlshagen)
  • Kleszczewo Kościerskie
  • Lipia Góra Mała
  • Mały Bukowiec (Klein Bukowitz)
  • Miradowo (Miradau)
  • Nowy Cis
  • Pałubinek
  • Pinczyn (Pinschin)
  • Radziejewo (Rathsdorf)
  • Semlin
  • Tomaszewo
  • Zblewo (Hoch Stüblau)

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

  • Babie Doły
  • Białachówko (Klein Bialachowo)
  • Biały Bukowiec
  • Jeziornik
  • Królewski Bukowiec
  • Lisewko
  • Pazda
  • Piesienica (Pischnitz)
  • Semlinek (Klein Semlin)
  • Stary Cis
  • Trosowo
  • Twardy Dół
  • Wałdówko
  • Wirty (Wirthy)
  • Zawada (Zawadda)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Erzengel St. Michael
  • Pfarrkirche Erzengel St. Michael, erbaut 1880.
  • Kirche in Borzechowo
  • Lipa Sobieskiego[9] und eine Laubganghütte aus dem 19. Jahrhundert in Borzechowo[3].
  • Arboretum Wirty
  • Kirche in Pinczyn
  • Findling Diabelski Kamień (Teufelsstein) in Pinczyn
  • Park in Miradowo
  • Alte Brennerei in Radziejewo

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zblewo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Główny Urząd Statystyczny (GUS) Portret miejscowości statystycznych w gminie Zblewo w 2010 r. (Exelsheet, polnisch, abgerufen am 29. August 2013)
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 26. Dezember 2014.
  3. a b Infos über das Dorf und die Gemeinde mit Fotos (polnisch)
  4. Friedrich Benninghoven (Hg.): Beiträge zur Geschichte Westpreußens. Zeitschrift der Copernicus-Vereinigung für Geschichte und Landeskunde Westpreußens e.V., Bd. 3 (1970), Verlag Gerhard Rautenberg, Leer 1970, ISBN 3-7921-0079-7, S. 107.
  5. Amtsbezirk Hochstüblau, abgerufen am 7. November 2015.
  6. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (Memento vom 8. April 2009 auf WebCite) (polnisch)
  7. Das Genealogische Orts-Verzeichnis
  8. Regioset.pl (polnisch)
  9. Erwähnung der Linde (polnisch)