Zechsches Palais

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zechsches Palais
Blick von Norden, 2015

Das Zechsche Palais ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Merseburg in Sachsen-Anhalt. Es ist heute Teil des Hotels Radisson Blu Merseburg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude befindet sich westlich des Schlossgartens in Merseburg auf der Westseite der Straße Oberaltenburg an der Adresse Oberaltenburg 4.

Architektur und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der langgestreckte dreigeschossige Bau auf rechteckigem Grundriss entstand im Jahr 1782 wohl durch Johann Wilhelm Chryselius als Stadtpalais der Familie von Zech. Von 1835 bis 1894 diente es als Ständehaus und somit Tagungsort der Ständevertretung, dem damaligen Provinziallandtag und Vorläufer des heutigen Landtag Sachsen-Anhalt, der preußischen Provinz Sachsen. In der Zeit der DDR hatte der Volkseigene Betrieb für die Ausrüstung von Bergbau und Schwerindustrie (ABUS) seinen Sitz im Gebäude.

Die siebzehnachsige Fassade des repräsentativen Baus ist schlicht aber monumental im Stil des Spätbarock gestaltet. Die mittleren drei Achsen des Hauses treten als flacher Mittelrisalit hervor. In der mittleren Achse ist der Hauseingang angeordnet. Die jeweils mittlere der sieben Achsen auf der linken und rechten Seite ist gleichfalls als flacher Risalit ausgebildet. Das Erdgeschoss ist gequadert. Bedeckt ist der Bau mit einem Mansardwalmdach.

Im Rahmen der Umnutzung zum Hotelflügel in den Jahren 1993/94 wurde das Gebäude restauriert und dabei das Innere des Gebäudes stark verändert.

Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist das Palais unter der Erfassungsnummer 094 20263 als Baudenkmal verzeichnet.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Falko Grubitzsch, Marina Meincke-Floßfeder, Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 6.1, Landkreis Merseburg-Querfurt (I), Altkreis Merseburg, fliegenkopf verlag Halle, 2000, ISBN 3-910147-66-6, Seite 140.
  • Jürgen Jankofsky, Kleiner Wegweiser durch Merseburg, 1992, Seite 38.
  • Peter Ramm/Hans-Joachim Krause, Dehio-Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt II: Regierungsbezirke Dessau und Halle. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1999, ISBN 3-422-03065-4, Seite 552 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zechsches Palais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 3285

Koordinaten: 51° 21′ 38,8″ N, 11° 59′ 57,6″ O