Zero Motorcycles

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Erstes Elektromotorrad von Zero Motorcycles mit Lithium-Ionen-Batterie Z-Force
Batterie

Zero Motorcycles ist ein amerikanischer Hersteller von Elektromotorrädern. Das Unternehmen wurde im Jahr 2006 von Neal und Lisa Saiki im kalifornischen Santa Cruz gegründet. Zu den Produkten gehören das Straßenmotorrad Zero S, die Dualsport-Maschine Zero DS, die Motocrossvariante Zero MX, das Geländemodell Zero X und das Urban-Cross-Bike Zero XU.

Zero Motorcycles setzt bei der Antriebstechnik auf einen Lithium-Ionen-Akku, der keine Schwermetalle enthält und komplett recyclebar ist. Zur Weiterentwicklung seiner elektrischen Antriebstechnik wird Zero unter anderem vom Monterey Bay Unified Air Pollution Control District (MBUAPCD) und der California Energy Commission mit rund 2.000.000 US-Dollar gefördert. Die Elektromotoren werden unter anderem vom deutschen Unternehmen Perm Motor hergestellt. Die Rahmen der Motorräder bestehen aus Aluminium und wurden von dem ehemaligen NASA-Ingenieur Neal Saiki entworfen.

Im Juni 2009 richtete das Unternehmen ein europäisches Kundendienstzentrum und Vertriebs-Center in Amsterdam ein. Ein flächendeckendes Service- und Vertriebsnetz in den Kernvertriebsregionen befindet sich seitdem im Aufbau.

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zero Motorcycles ist 2007 mit der Einführung der Geländevariante Zero X in das Motorradgeschäft eingestiegen. 2009 kam das erste Straßenmotorrad Zero S Supermoto, die Motocrossmaschine Zero MX, und die Zero DS, eine Kombination aus Gelände- und Straßenmotorrad, hinzu. Im März 2010 hat das Unternehmen seine 2010er Modelle vorgestellt. Die neuen Versionen der Zero S und DS sind mit einer neu entwickelten Kühlung ausgestattet, wodurch sich die Batterielaufzeit verlängert. Im Februar 2011 erschien eine weitere Produktreihe. Die Geländemaschinen Zero X und Zero MX sind nun auch für die Straße erhältlich. Neu ist auch das Straßenmotorrad Zero XU, dessen Akku austauschbar ist. Im November 2011 präsentierte Zero Motorcycles seine neuen Modelle für das Jahr 2012 erstmals in Europa. Auf der Motorradmesse EICMA stellte das Unternehmen eine Produktlinie vor, die vor allem in den Bereichen Reichweite und Höchstgeschwindigkeit weiterentwickelt wurde.

Zero S (Streetfighter)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zero S, 2012

Das Straßenmotorrad Zero S ist seit der Saison 2012 in zwei verschiedenen Ausführungen – mit einer Akkukapazität von 6 oder 9 kWh – erhältlich. Das für den Stadtverkehr und gelegentliche Fahrten abseits der Straße entwickelte Motorrad erreicht eine Reichweite von bis zu 183 Kilometern. Je nach Einstellung und Ausführung schafft die Supermoto Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 142 km/h.

Das Gesamtgewicht beträgt 135 (6 kWh) beziehungsweise 155 (9 kWh) Kilogramm. Davon entfallen 10 Kilogramm auf den Aluminium-Rahmen. Die Batterie soll in weniger als vier Stunden aufgeladen sein. Dank einer Schnelllade-Option kann die Ladezeit um rund 75 Prozent verkürzt werden.[1]

Die Zero S ist in Deutschland für den Verkehr freigegeben.

Zero DS (Dualsport)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zero DS 2012

Die auf der Basis der Zero S entwickelte Dualsport-Maschine Zero DS vereint Eigenschaften von Enduro und Straßenmaschine. Die Mehrzweck-Sportreifen bieten sowohl im Gelände als auch auf der Straße Bodenhaftung. Die speziell für die DS konstruierte Federung soll größere Unebenheiten dämpfen. Auch die Dualsport-Maschine war 2012 in den Versionen mit 6 und 9 kWh erhältlich, was eine Reichweite von bis zu 180 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 129 km/h ermöglicht.[2]

Die Zero DS ist in Deutschland für den Verkehr freigegeben.

Zero MX (Motocross)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zero MX 2012

Die Motocrossvariante Zero MX umfasst einen veränderten Fahrzeugvorbau und einen neu entwickelten, speziell gefertigten Heckstoßdämpfer. Dadurch verfügt der Fahrer über eine komplett einstellbare Federvorspannung und eine einfach anzupassende Dämpfung. Die Zero MX wurde außerdem mit einem dynamischen 19”-Vorderrad und einer spezielle Bereifung ausgestattet. Die 2012er Version ist um rund 33 % leistungsfähiger, so dass bis zu 90 Fahrminuten im Gelände möglich sind.[3]

Zero X (Gelände)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zero X 2012

Das Einsteigermodell Zero X wurde für das leichte Gelände entwickelt. Mit um 33 % mehr Leistung als die Vorgängermodelle ist mit der 2012er Zero X eine Reichweite von 61 Kilometern möglich. Der Akku kann dank einer Schnelllade-Option in zwei Stunden vollständig wieder aufgeladen werden.[4]

Zero XU (Straßenmotorrad)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zero XU 2012

Die Zero XU ist ein leichtes Elektromotorrad, das auf das Fahren in der Stadt ausgelegt ist. Aufgrund des geringen Gewichts, der niedrigen Sitzhöhe und des fehlenden Schiebebetriebs ist es für Fahrer aller Erfahrungsstufen geeignet. Der Akku ist austauschbar und kann mit einem Schnell-Lade-Gerät in 2 Stunden aufgeladen werden.[5]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Modelle von Zero verfügen über einen proprietären Lithium-Ionen-Akkumulator. Der Kabelstrang besteht aus geflochtenem Leitungsdraht, der mechanisch in das Anschlussteil der Batteriezelle gepresst wird. Die Batterie kann in jeder gewöhnlichen 110- oder 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden. Die Batterien der 2012er Modelle sollen mehr als 3.000 Mal bei voller Leistungskapazität aufgeladen werden können, bevor diese auf rund 80 % sinkt.

Teilnahme Elektro-Rennserie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der erstmaligen Teilnahme an einem Motorradrennen im November 2009, der Defi Electrique in Frankreich, gewann Zero Motorcycles den ersten Platz. 2010 nahm Zero Motorcycles an der TTXGP, teil. Ein Großteil des Konzeptdesigns der Rennmaschine des Unternehmens wurde vom Serienmodell Zero X übernommen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zero Motorcycles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spec-Sheet Zero S auf zeromotorcycles.com
  2. Spec-Sheet Zero DS auf zeromotorcycles.com
  3. Spec-Sheet Zero MX auf zeromotorcycles.com
  4. Spec-Sheet Zero X auf zeromotorcycles.com
  5. Spec-Sheet Zero XU auf zeromotorcycles.com