Zhang Ailing

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Dieser Artikel behandelt die chinesische Schriftstellerin Zhāng Àilíng. Für die Badmintonspielerin siehe Zhang Ailing (Badminton).
Zhāng Àilíng, 1954

Zhang Ailing (chinesisch 張愛玲 / 张爱玲Pinyin Zhāng Àilíng; auch: Eileen Chang; * 30. September 1920 in Shanghai, Republik China; † 8. September 1995 in Los Angeles, Vereinigte Staaten) war eine chinesische Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Sie zählt zu den modernen Klassikern der chinesischen Literatur.

Leben[Bearbeiten]

In Shanghai geboren und aufgewachsen, war Zhang zeit ihres Lebens bekannt für ihre Liebesgeschichten und -romane, die häufig auch seelische Abgründe und dunkle Seiten miteinbeziehen.

1943 veröffentlichte sie ihren ersten Roman (《傾城之戀》 Qīng​chéng zhī liàn), mit dem sie zur bekanntesten Autorin Shanghais avancierte. 1953 verließ sie Shanghai und arbeitete fortan bei der American News Agency in Hongkong.

Der Roman The Rice Sprout Song wurde noch in Hong Kong auf Englisch geschrieben. Im Jahr 1955 übersiedelte sie in die USA, wo sie weitere Romane schrieb, The Fall of the Pagoda und The Book of Changes fanden lange Zeit keinen Verlag und wurden posthum (2010) veröffentlicht.

Ihr Werk beschäftigt sich häufig mit der spannungsgeladenen Beziehung zwischen Mann und Frau. Die Verfilmung ihrer Kurzgeschichte Sè, jiè durch den taiwanesischen Filmregisseur Ang Lee erhielt bei den Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2007 den Goldenen Löwen.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Das goldene Joch (金锁记), Erzählungen; mit einem Nachwort von Susanne Hornfeck. Ullstein Verlag, Berlin 2011. 368 S. ISBN 978-3-550-08872-8.
  • Gefahr und Begierde. Erzählungen. Claassen Verlag, Düsseldorf 2008. 224 S.[1]
  • Das Reispflanzerlied, (秧歌), Roman. Claassen Verlag, Düsseldorf 2009. 224 S.
  • Liu Yan (流言) (Written on Water)
  • Ban Sheng Yuan (半生缘)
  • Liebe in einer gefallenen Stadt (倾城之恋)
  • Rote Rose und weiße Rose (红玫瑰与白玫瑰)

Literatur[Bearbeiten]

  • Weiping Huang: Melancholie als Geste und Offenbarung : zum Erzählwerk Zhang Ailings. Lang, Frankfurt (et al) 2001 (Dissertation Bonn 1999)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutschlandfunk: Paare in Hassliebe verbunden Rezension des Erzählbands (DLF 15. Mai 2008)
Chinesische Eigennamen Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Zhang ist hier somit der Familienname, Ailing ist der Vorname.