Zickelburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zickelburg
Der „Eifelblick“ mit Aussicht Richtung Bonn

Der „Eifelblick“ mit Aussicht Richtung Bonn

Höhe 182 m ü. NHN
Lage Bad Honnef
Gebirge Siebengebirge
Koordinaten 50° 37′ 59″ N, 7° 14′ 50″ OKoordinaten: 50° 37′ 59″ N, 7° 14′ 50″ O
w1

Die Zickelburg ist ein 182 m ü. NHN hoher Berg am nordwestlichen Rand des Rheinwesterwälder Vulkanrückens, unmittelbar südlich des Siebengebirges. Er liegt östlich des Bad Honnefer Stadtteils Selhof und nördlich von Menzenberg. Unterhalb und westlich des Berges befindet sich der Aussichtspunkt „Eifelblick“ mit einer guten Aussicht in Richtung Bonn und im Winter auch in Richtung Eifel. Nachbarberge der Zickelburg sind im Südosten die Hardt (278 m) und im Osten der Leyberg (359 m). Geologisch zählt die Zickelburg zur Jüngeren Hauptterrasse des Rheintals, deren Ablagerungen größtenteils aus sandigen Kiesen bestehen.[1]

Zickelburg ist auch ein ehemaliger Wohnplatz der Stadt Honnef. Die Siedlung war bis 1773 im Besitz des Jesuitenordens. An der Zickelburg entstanden spätestens ab 1600 zwei Weingüter, die an die Jesuiten gelangten und 1835 versteigert wurden. Das ältere der beiden Güter wurde 1840 abgerissen, das neuere bestand noch um 1890.[2] Im Jahre 1843 wohnten im einzigen Wohngebäude, einem Hof, sieben Menschen[3], 1885 war das Gebäude unbewohnt.[4] 1911 waren noch Reste der Wirtschaftsgebäude erhalten. Die Siedlung ging zur Zeit des Ersten Weltkriegs ein.[5] Um 1925 waren noch Trümmer der letzten Scheune erhalten.[6] Vom ersten und zweiten Zickelburger Hof sind heute nur noch spärliche und schwer zugängliche Überreste vorhanden, die seit 2013 als Bodendenkmal unter Denkmalschutz stehen[7]. Auch am Eifelblick hat ehemals eine Ansiedlung bestanden.[5] Eine frühere Bezeichnung des Flurstücks lautet „Auf dem Zickelberg“.[8][9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen (Hrsg.); Gangolf Knapp, Klaus Vieten: Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:25.000. Erläuterungen zu Blatt 5309 Königswinter. 3., überarbeitete Auflage, Krefeld 1995, S. 40.
  2. Adolf Nekum: Der Weinbau in Honnef – Erinnerungen an eine 1.100jährige Geschichte (=Heimat- und Geschichtsverein „Herrschaft Löwenburg“ e. V.: Studien zur Heimatgeschichte der Stadt Bad Honnef am Rhein, Heft 10). Bad Honnef 1993, S. 73/74, 116.
  3. Königliche Regierung zu Cöln: Uebersicht der Bestandtheile u. Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften des Regierungs-Bezirks Cöln. Cöln 1845, S. 86.
  4. Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII. Provinz Rheinland. Verlag des Königlichen statistischen Bureaus, Berlin 1888, S. 115 (Digitalisat [PDF; 1,5 MB; abgerufen am 9. Oktober 2016]).
  5. a b Adolf Nekum: Tausend Jahre Selhof, hundert Jahre Bürgerverein, Bad Honnef-Selhof 1988, S. 67.
  6. J[ohann] J[oseph] Brungs: Die Stadt Honnef und ihre Geschichte. Verlag des St. Sebastianus-Schützenvereins, Honnef 1925, S. 19 (Neudruck 1978 durch Löwenburg-Verlag, Bad Honnef).
  7. Denkmalliste der Stadt Bad Honnef, Nummer B 6
  8. Topographische Aufnahme der Rheinlande, zwischen 1801 und 1828
  9. Johannes Jansen: Honnefer Familienbuch 1632–1809@1@2Vorlage:Toter Link/www.genealogy.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Köln 1972, S. 14.