Zink(II)-hydrid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Zink(II)-hydrid
Andere Namen
  • Zinkhydrid
  • Zinkwasserstoff
Summenformel ZnH2
CAS-Nummer 14018-82-7
PubChem 22056524
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 67,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit
  • langsame Zersetzung in Wasser[1]
  • unlöslich in Diethylether[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Zink(II)-hydrid ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Hydride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Zink(II)-hydrid kann durch Reaktion von Zink(II)-iodid oder Zinkdimethyl mit Lithiumaluminiumhydrid in Ether bei tiefen Temperaturen gewonnen werden.[1]

\mathrm{ZnI_2 + 2 \ LiAlH_4 \longrightarrow ZnH_2 + 2 \ AlH_3 + 2 \ LiI}
\mathrm{Zn(CH_3)_2 + 2 \ LiAlH_4 \longrightarrow ZnH_2 + 2 \ LiAlH_3CH_3}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Zink(II)-hydrid ist ein weißer Feststoff, der mit Wasser oder Luftfeuchtigkeit unter Wasserstoffabgabe reagiert. Im Vakuum zerfällt es ab 90 °C in seine Elemente.[1] Bei Kontakt mit Säuren und Basen zersetzt es sich rasch.[2] Da die Valenzschale von Zink nicht vollständig besetzt ist, lagern sich die Moleküle über Wasserstoffbrückenbindungen zu einem Polymer zusammen. Man spricht von einem kovalent polymeren Hydrid.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. Band II, 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1024.
  2. a b  Roger Blachnik (Hrsg.): Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Band III: Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale. begründet von Jean d’Ans, Ellen Lax. 4., neubearbeitete und revidierte Auflage. Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-60035-3, S. 810 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4.  Uwe Böhme: Chemie für Ingenieure. John Wiley & Sons, 2012, ISBN 3527706828, S. 130 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).