Zitty

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ZITTY
Zitty Logo
Beschreibung Berliner Stadtmagazin
Verlag Zitty Verlag GmbH
Erstausgabe 23. März 1977
Erscheinungsweise wöchentlich, mittwochs
Verkaufte Auflage
(IVW Q4/2016)
14.556 Exemplare
Chefredakteur Stefan Tillmann, Lydia Brakebusch, Stefanie Dörre
Weblink zitty.de
ISSN 0179-9606

Zitty (Eigenschreibweise: ZITTY) ist ein wöchentlich erscheinendes Berliner Stadtmagazin. Es wurde 1977 von ehemaligen Mitarbeitern des Anfang der 1970er Jahre gegründeten Stadtmagazins Hobo gegründet. Das Stadtmagazin erscheint in der ursprünglich als selbstverwalteter Betrieb konzipierten Zitty Verlag GmbH, die 1999 von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gekauft wurde, anschließend Teil der Tagesspiegel-Gruppe in der Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH (DvH Medien) war und seit April 2014 der Raufeld Verlag GmbH gehört, die wiederum bereits sechs Monate zuvor das Berliner Stadtmagazin tip übernommen hatte.[1][2] Seit 10. Juni 2015 erscheint das ursprünglich 14-täglich erschienene Magazin nunmehr mittwochs als Wochenzeitschrift.

Seit dem 1. Januar 2016 erscheint Zitty zusammen mit tip bei GCM Go City Media.

Die Zitty wird als Abonnement-Zeitschrift sowie in Kiosken, Buchhandlungen, Kinos und im Handverkauf vertrieben. Sie ist auch überregional erhältlich.

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magazin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihren Anfangsjahren verstand sich die Zitty wie ihr Vorgänger Hobo als Teil der Off- bzw. Alternativpresse und berichtete vor allem über Aktionen und Veranstaltungen der politischen Gegenkultur. Kunden- bzw. Leserbindung suchte sie aber nicht zuletzt auch durch die noch lange Zeit gratis abgedruckten, inzwischen kostenpflichtigen Kleinanzeigen für Privatkunden, von denen insbesondere die Kontaktanzeigen regelrechten Kultstatus genießen.

Neben aktuellen Reportagen und Thementexten aus Berlin sowie dem Umland bietet sie heute Berichte und Kritiken zu aktuellen Veranstaltungen, wie Konzerten, Theaterstücken, Filmen, Ausstellungen sowie Tipps zu Restaurants, Kneipen, Ausflugszielen und Einkaufsmöglichkeiten. Zur Ausgabe 1/2013 wurde das Heft von dem Artdirector Axel Völcker (vom Magazin Der Wedding) optisch umgestaltet.

Zusätzlich zu den publizistischen Tätigkeiten hat zitty eigene Veranstaltungsreihen in Berlin etabliert. So veranstaltete das Magazin im Jahr 2012 zehn Kunstveranstaltungen der Reihe „zitty_ART“, sechsmal das „zitty filmtablequiz“ im Kreuzberger SO36, elfmal die Literaturveranstaltung „zitty Leserlounge“ sowie sechs umfangreiche Sonderveranstaltungen wie „zitty Leserlounge Spezial“ oder „zitty Konzert“.

Mitbewerber ist das Stadtmagazin tip, das in ähnlicher Aufmachung und Struktur um eine Woche verschoben unter dem Dach der Raufeld Verlag GmbH erscheint. Laut einer Tagesspiegel-Meldung vom 21. März 2014 ist zum 1. April 2014 die Zitty mit unveränderter Redaktion ebenfalls der Raufeld Verlag GmbH angegliedert worden.[1] Seit Jahresbeginn 2016 erscheinen beide Stadtmagazine bei GCM Go City Media.

Verlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Stadtmagazin gibt der Zitty-Verlag jährliche Specials in Magazinform heraus, darunter zitty Brandenburg, zitty Essen Gehen, Das Modebuch Berlin, Das Designbuch Berlin, zitty Shopping, Das BerlinBuch sowie die kostenlose Sonderpublikation zitty Familie im Frühjahr.

Ebenfalls im Zitty-Verlag erschien bis 31. Dezember 2015 das (030) Magazin Berlin, ein kostenloses werbefinanziertes Stadtmagazin in Berlin.[3] Der Name bezieht sich auf die Berliner Telefonvorwahl. Das Magazin wurde 1994 gegründet und informierte bis Januar 2015 zweiwöchentlich über Filme, Konzerte, Partys, Sport und neue Medien. Seit dem 1. Januar 2016 ist das Magazin im Besitz der Medienagentur elroq entertainment aus Berlin, dessen Inhaber Tim Schäfer seit 2006 als freier Musik- und Programmredakteur für das (030) Magazin Berlin tätig war.

Außerdem erschienen im Zitty-Verlag auch Buchveröffentlichungen, u. a.:

Auflagenentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der mit einem starken Auflagenschwund einhergehenden Krise der Printmedien, die um das Jahr 2000 herum einsetzte, ist auch Zitty betroffen: Lag laut IVW die verkaufte Auflage im 1. Quartal 1998 noch bei 67.013 Exemplaren, so waren es im 2. Quartal 2015 nur noch 22.051 Hefte. Die im Frühjahr 2015 vorgenommene umfangreiche Blattreform samt Umstellung auf wöchentliche Erscheinungsweise beschleunigte den Abwärtstrend: Im 2. Quartal 2016 wurden nur noch 16.389 Exemplare verkauft, davon 3.071 als E-Paper, von denen wiederum 3.068 als „sonstige Verkäufe“ firmierten.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 werden die Veranstaltungsdaten von der Cine Marketing GmbH verarbeitet. Dies stieß auf Kritik seitens verschiedener Medien, da die Veranstalter ihre Termine nun gegen Bezahlung einpflegen lassen müssen und kleinere Anbieter möglicherweise ausgeschlossen würden.[4]

Mittlerweile bietet die Cine Marketing GmbH die Möglichkeit an, die Daten selbst einzugeben und auf diesem Wege zu veröffentlichen. Die Veröffentlichungsgebühr entfällt über diesen Weg, allerdings fällt eine einmalige „Einrichtungsgebühr“ in Höhe von derzeit 30 Euro an.[5] Die Cine Marketing beliefert zehn Berliner Medien mit diesen Veranstaltungsdaten, neben zitty auch tip, den Tagesspiegel und die Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Redaktionsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainer Bieling – Leitender Redakteur 1980–1986
  • Manfred Hobsch – Redakteur, Leitender Redakteur 1988–1997
  • Bruno Preisendörfer – Redakteur, Leitender Redakteur 1987–1997
  • Kevin Cote – Chefredakteur 1997–2000
  • Burkhard Riepenhoff – Chefredakteur 2000–2001
  • Matthias Kalle – Chefredakteur 2004–2006 sowie 2007–2008
  • Mercedes Bunz – Chefredakteurin 2006–2007
  • Kai Röger – Redakteur, Chefredakteur 2009–2012
  • Jan Oberländer – Chefredakteur 2013–2014
  • Lydia Brakebusch, Stefan Tillmann – Redakteure, Chefredakteure seit Oktober 2014

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b In eigener Sache: Raufeld Verlag übernimmt das Stadtmagazin zitty, Online in: Der Tagesspiegel, 21. März 2014
  2. Berliner Stadtmagazine: Raufeld-Verlag kauft nach „Tip“ auch „Zitty“. In: Der Spiegel, 21.März 2014
  3. Webseite von (030) Magazin Berlin mit Angaben zum Verlag, online unter berlin030.de
  4. Veranstalter sollen Eintritt zahlen, Artikel der taz, 29. November 2007.
  5. Website der Cine Marketing GmbH, abgerufen am 18. Oktober 2012 Veranstaltungsservice