Âşık Veysel

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Asik Veysel

Âşık Veysel Şatıroğlu, meist nur Aşık Veysel mit bürgerlichem Namen Veysel Şatıroğlu (* 25. Oktober 1894 im Dorf Sivrialan in Şarkışla; † 21. März 1973 ebenda) war einer der berühmtesten und prägendsten türkischen Bağlama-Spieler, Sänger und Dichter aus dem anatolischen Raum.

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater war ein Landwirt namens Ahmet Şatıroğlu. Veysel verlor sein Augenlicht im rechten Auge im Alter von sieben Jahren durch Pocken, die zu dieser Zeit in Sivas grassierten. Seine beiden älteren Schwestern starben an dieser Krankheit. Das linke Auge verlor er später durch einen Unfall, den sein Vater mit einem Ochsenstachel verursachte. Im Alter von zehn Jahren kaufte ihm sein Vater zum Trost eine Langhalslaute (Bağlama).

Er wurde von seinen Eltern mit einer entfernten Verwandten namens Esma verheiratet, die ihm einen Sohn und eine Tochter gebar. Sein Sohn starb kurz nach der Geburt, wenig später auch seine Mutter und sein Vater. Nachdem sein Bruder aus dem Krieg heimkehrte, selbst eine Familie gründete und eine Tochter bekam, entschlossen sich die zwei Brüder einen Bediensteten ins Haus zu holen.

Seine Frau Esma verließ Veysel mit diesem Diener, als er krank im Bett lag und sein Bruder zur Arbeit unterwegs war. Zu diesem Zeitpunkt war seine Tochter sechs Monate alt. Im Alter von zweieinhalb Jahren starb auch sie.

Durch das türkische Namensgesetz wählte er den Nachnamen Şatıroğlu. 1933 beeindruckte er beim landesweiten Aşık-Festival Staatspräsident Atatürk. In den folgenden Jahren zog Aşık Veysel in der Tradition der anatolischen Aşık-Sänger von Dorf zu Dorf und bereiste so fast die gesamte Türkei. Atatürk hatte ihn gebeten, auch die vom Staat neu eingerichteten Volkshäuser (halkevleri) zu besuchen und dort zu unterrichten. Eine Weile arbeitete er als Saz-Lehrer in einem Dorfinstitut, das der Schullehrer-Ausbildung diente.

1965 wurde ihm aufgrund seiner "Verdienste um Sprache und nationale Einheit" eigens per Gesetz eine monatliche Rente zuerkannt. 1973 starb Aşık Veysel im Alter von 78 Jahren in seinem Geburtshaus in Sivrialan. Heute ist sein Haus ein Museum.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Uzun ince bir yoldayım
  • Beni hor görme gardaşım
  • Güzelliğin on para etmez
  • Sazım
  • Dostlar beni hatırlasın
  • Ben gidersem sazım sen kal dünyada
  • Mecnunum Leylamı gördüm
  • Karşıkı karlı dağda bülbül
  • Kızılırmak seni seni
  • Ömrüm ömrüm
  • Yüce dağ başında
  • Yine dertli dertli
  • Dilber
  • Çiçekler
  • Hacı Bektaş
  • Sivas ellerinde sazım çalınır
  • Kara toprak
  • Derdimi dökersem derin dereye
  • Sen varsın orda

Literatur[Bearbeiten]

  • Murat Bulgan: Aşık Veysel (1894 - 1973): Leben und Wirken eines türkischen Volkssängers. Köln, Univ., Diss., 2004
  • Elisabeth Siedel: Aşik Veysel und sein Publikum. In: Die Welt des Islams, New Series, Bd. 29, Nr. 1/4. Brill, 1989, S. 83–100

Weblinks[Bearbeiten]