Ägyptische Gottesanbeterin

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Ägyptische Gottesanbeterin
Miomantis paykullii Luc Viatour.jpg

Ägyptische Gottesanbeterin (Miomantis paykullii)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Fangschrecken (Mantodea)
Familie: Mantidae
Unterfamilie: Miomantinae
Gattung: Miomantis
Art: Ägyptische Gottesanbeterin
Wissenschaftlicher Name
Miomantis paykullii
Stål, 1871

Die Ägyptische Gottesanbeterin (Miomantis paykullii) oder Pharaomantis ist eine Fangschrecke aus der Familie der Mantidae, Unterfamilie Miomantinae.[1]

Merkmale[Bearbeiten]

Männchen erreichen eine Körperlänge von 35 Millimetern, Weibchen eine von 45 Millimetern. Die Grundfarbe der Ägyptischen Gottesanbeterin ist grün, es gibt jedoch auch Exemplare mit einer beige-braunen Grundfärbung.

Ähnliche Arten[Bearbeiten]

Die Ägyptische Gottesanbeterin ähnelt einigen Typusarten der Fangschrecken, etwa der Ghana-Gottesanbeterin (Sphodromantis lineola) oder der Europäischen Gottesanbeterin (Mantis religiosa), welche jedoch mit gut 80 Millimetern deutlich größer sind als die Ägyptische Gottesanbeterin.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Ägyptische Gottesanbeterin lebt in Afrika in den Ländern Ägypten, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Kamerun, Kenia, Mosambik, Niger, Tschad, Uganda und Senegal. Dort bewohnt sie Sträucher, Büsche und Gräser in eher trockenen Steppengebieten.

Lebensweise[Bearbeiten]

Weibchen der Ägyptischen Gottesanbeterin erreichen eine Lebensdauer von 8 Monaten. Sie benötigen für diesen Lebenszyklus 7 Häutungen. Männchen werden 6 Monate alt und durchstreifen 6 Häutungen.

Die Kopulation dauert 2 bis 5 Stunden. Daraufhin werden in 7 Tagen nach der Paarung, etwa 10 Ootheken abgelegt, aus denen 20 bis 50 Larven schlüpfen. Da sie sehr klein sind, ernähren sie sich von recht kleinen Insekten, etwa Springschwänzen. Taufliegen zählen schon zu den größten Beutetieren.

Imagines ernähren sich von Fliegen, Ofenfischchen, wie die Larven auch von Springschwänzen und von kleinen oder noch nicht ausgewachsenen Lang- und Kurzfühlerschrecken.

Die Ägyptische Gottesanbeterin ist in ihrem Habitat gut getarnt und ist auf Gräsern, auf denen sie lauert, schwer auszumachen.

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Art wurde 1871 von Carl Stål beschrieben.[2] Das Artepithet paykulii wurde zu Ehren des schwedischen Naturforschers Gustaf von Paykull gewählt. Innerhalb der Unterfamilie Miomantinae wird sie zur Tribus Miomantini gezählt, die neun Gattungen umfasst.[3] Die zweite Tribus der Miomantinae sind die Rivetinini mit 18 Gattungen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tree of Life Web Project: Miomantis. 2005
  2. Carl Stål: Orthoptera quaedam africana. Öfversigt af Konglia Vetenskaps-Akademiens förhandlingar, 3, S. 375–401, 1871
  3. Martin Stiewe: Recent Mantodea Systematic (present-day). Abgerufen am 10. März 2012

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Ehrmann: Mantodea: Gottesanbeterinnen der Welt. Natur und Tier Verlag, Münster 2002, ISBN 3-931587-60-6
  • Carl Stål: Orthoptera quaedam africana. Öfversigt af Konglia Vetenskaps-Akademiens förhandlingar, 3, S. 375–401, 1871 (Erstbeschreibung)

Weblinks[Bearbeiten]