ÖBB 2045
| ÖBB 2045 | |
|---|---|
| Hersteller: | SGP Wien-Floridsdorf |
| Ausmusterung: | 1993 |
| Achsformel: | Bo’Bo’ |
| Spurweite: | 1.435 mm |
| Länge über Puffer: | 12.750 mm |
| Dienstmasse: | 67 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 90 km/h |
| Dauerleistung: | 2 * 380 kW |
| Anfahrzugkraft: | 200 kN |
| Anzahl der Fahrmotoren: | 2 |
| Antrieb: | BBC-Federantrieb |
Die ÖBB 2045 war eine Diesellok-Reihe der Österreichischen Bundesbahnen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Nachdem der Großteil des österreichischen Streckennetzes nach dem Zweiten Weltkrieg wieder befahrbar war, benötigten die Österreichischen Bundesbahnen neue Lokomotiven. Dies führte zur Konstruktion der Reihe 2045, der ersten Nachkriegs-Diesellok-Reihe. Die Loks waren vom Erscheinungsbild her an US-amerikanische Diesellokomotiven angelehnt. Diese Bauform wurde bei späteren Neukonstruktionen allerdings nicht mehr verwendet – die Reihe 2045 stellte eine Sonderbauform dar. 20 Lokomotiven der Reihe 2045 wurden von Simmering-Graz-Pauker gebaut und zwischen 1952 und 1955 an die ÖBB geliefert. Die ersten Lokomotiven wurden in brauner Farbgebung geliefert, die jedoch später durch eine tannengrüne Lackierung ersetzt wurde. Später erhielten die Loks eine blutorange Lackierung, die sie bis zu ihrer Ausmusterung beibehielten. Ein Umbau der Kühler veränderte außerdem das Erscheinungsbild der Loks, dabei wurden Lüftungsöffnungen verblecht und Aufbauten auf den Vorbauten angebracht.
Die Loks der Reihe 2045 wurden ursprünglich auf der Semmeringbahn eingesetzt. Später wurden sie von diesem Dienst verdrängt und auf Nebenbahnen im Personen- und Güterverkehr eingesetzt. Die letzte Vertreterin der Reihe 2045 wurde am 1. Mai 1993 ausgemustert. Acht Lokomotiven sind bis heute erhalten geblieben.
[Bearbeiten] Konstruktion
Der geschweißte Rahmen stützt sich auf die beiden Drehgestelle ab. In der Mitte befindet sich ein Führerhaus, an das zwei gleich lange Vorbauten anschließen, in denen die Antriebsanlagen untergebracht sind.
[Bearbeiten] Technische Merkmale
Die Antriebsanlage setzt sich aus einem Motor des Typs S12a, einem Generator und den Hilfsaggregaten je Vorbau zusammen. Die Kraftübertragung erfolgt mittels BBC-Federantriebs. Die Lokomotiven verfügen über eine Hand- und eine direkt wirkende Luftdruckbremse sowie über eine Sicherheitsfahrschaltung.
[Bearbeiten] Verbleib
Folgende Lokomotiven sind bis heute erhalten geblieben:
| Nummer | Baujahr | Farbgebung | Eigentümer | Standort |
|---|---|---|---|---|
| 2045.01 | 1952 | rotbraun | ÖCD | Etsdorf-Straß |
| 2045.002-9 | 1952 | blutorange | Verein Neue Landesbahn | Mistelbach |
| 2045.009-4 | 1953 | blutorange | ÖCD | |
| 2045.012-8 | 1954 | blutorange | ÖGEG | Ampflwang |
| 2045.015 | 1954 | blutorange | Lienzer Eisenbahnfreunde | |
| 2045.017-7 | 1954 | blutorange | Waldviertler EM | Sigmundsherberg |
| 2045.019-3 | 1954 | blutorange | ÖGEG | Ampflwang |
| 2045.020 | 1955 | tannengrün | Verein Neue Landesbahn | Mistelbach |
[Bearbeiten] Literatur
- Markus Inderst: Bildatlas der ÖBB-Lokomotiven. Alle Triebfahrzeuge der Österreichischen Bundesbahnen. GeraMond, München 2010, ISBN 978-3-7654-7084-4.