1-Decen

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Strukturformel
Strukturformel von 1-Decen
Allgemeines
Name 1-Decen
Andere Namen

Decylen

Summenformel C10H20
CAS-Nummer 872-05-9
PubChem 13381
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 140,27 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,74 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−66,3 °C[1]

Siedepunkt

172 °C[1]

Dampfdruck

2,00 mbar (20 °C)[1]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser[1]
  • löslich in Ethanol[2]
Brechungsindex

1,4214 (20 °C, 589 nm)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​304​‐​315​‐​411
P: 273​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​331 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Umweltgefährlich Gesundheitsschädlich
Umwelt-
gefährlich
Gesundheits-
schädlich
(N) (Xn)
R- und S-Sätze R: 10​‐​38​‐​51/53​‐​65
S: 25​‐​61​‐​62
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

1-Decen ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffe.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

1-Decen kann durch Oligomerisierung von Ethylen durch das Ziegler-Natta-Verfahren oder durch Cracken von petrochemischen Wachsen gewonnen werden.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

1-Decen ist eine wenig flüchtige, farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch, die praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Sie bildet Oligomere.[6]

Verwendung[Bearbeiten]

1-Decen wird als Comonomer und als Zwischenprodukt zur Herstellung einer Reihe von weiteren Verbindungen verwendet.[5] Das aus der Verbindung synthetisierte Hydrierte Poly-1-decen (E 907) ist als Überzugsmittel für Zuckerwaren und Trockenfrüchte zugelassen.[7]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Die Dämpfe von 1-Decen können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 44 °C, Zündtemperatur 235 °C) bilden.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l Eintrag zu CAS-Nr. 872-05-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 12. September 2013 (JavaScript erforderlich).
  2.  Richard J. Lewis, Sr.: Hawley's Condensed Chemical Dictionary. 15 Auflage. Wiley-Interscience, 2007, ISBN 978-0-47176865-4.
  3. a b c Datenblatt 1-Decen (PDF) bei Merck, abgerufen am 12. September 2013.
  4. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. a b OECD: Screening Information Dataset (SIDS) Initial Assessment Report (SIAR) für Alfa Olefins (PDF), abgerufen am 6. November 2014.
  6.  V. Stepina, V. Vesely: Lubricants and Special Fluids. Elsevier, 1992, ISBN 0-08087587-4, S. 152 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7.  Sarastro Gmbh: Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu .... BoD – Books on Demand, 2012, ISBN 3-86471742-6, S. 46 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).