11 Freunde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
11 Freunde – Magazin für Fußballkultur
11 Freunde.svg
Beschreibung Sport-Fachzeitschrift
Fachgebiet Fußball
Sprache deutsch
Verlag 11 Freunde Verlag GmbH & Co. KG
Erstausgabe 2000
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage
(IVW 3/2014)
91.283 Exemplare
Chefredakteur Philipp Köster
Herausgeber Matthias Hörstmann
Geschäftsführer Nils Oberschelp, Philipp Köster
Weblink 11freunde.de
ISSN 1860-0255

11 Freunde – Magazin für Fußballkultur ist ein deutsches Fußballmagazin. Es wurde im Jahr 2000 von Philipp Köster und Reinaldo Coddou H. gegründet und erscheint seit 2005 im Berliner 11 FREUNDE Verlag. Zum 1. Juni 2010 übernahm der Hamburger Verlag Gruner+Jahr 51 % der Anteile.[1] Herausgeber von 11 Freunde ist Matthias Hörstmann, Chefredakteur ist Philipp Köster. Sitz der Redaktion ist Berlin.

Inhalt und Stil[Bearbeiten]

11 Freunde beschäftigt sich mit Aspekten der deutschen und internationalen Fußballkultur abseits der Spielergebnisse. Es erzählt Geschichten rund um den Fußball und seine Fans, oft in humorvollem Stil. Das Magazin war eine der ersten Publikationen, die die „Wiederaneignung“ des Fußballs durch die Intellektuellen erkannten, die auf etwa Mitte der 1990er Jahre datiert wird, und die Nische von bekennenden Fußballfans und Liebhabern einer anspruchsvollen, literarischen Berichterstattung bedienten. Die Zeitschrift sieht sich selbst in der Tradition der englischen Fußballmagazine wie When Saturday Comes.

Der Name der Zeitschrift geht auf den deutschen Trainer Richard Girulatis zurück, der um 1920 erstmals den Begriff der „elf Freunde“ auf dem Fußballplatz prägte. Später adaptierte der Autor Sammy Drechsel den Spruch „Elf Freunde müsst ihr sein“ für seinen gleichnamigen Jugendbuch-Klassiker.

Innerhalb der deutschen Presselandschaft stößt 11 Freunde auf ein durchaus positives Echo. So erklärte der Spiegel die Zeitschrift zu „Deutschlands bestem Fan-Magazin“, die Frankfurter Allgemeine Zeitung hält sie für „hierzulande einzigartig“. Der Berliner Tagesspiegel, in dem regelmäßig von der 11-Freunde-Redaktion gestaltete Sonderseiten erscheinen, bezeichnet sie als den „etwas anderen Kicker“.

Das Magazin 11 Freundinnen, das sich mit Frauenfußball beschäftigt, erscheint seit September 2009 als Beilage von 11 Freunde.[2]

Mediadaten[Bearbeiten]

11 Freunde hat eine Druckauflage von 130.385 Exemplaren, 32.971 Abonnenten und eine verkaufte Auflage von 80.976 Exemplaren[3] (Stand März 2012, IVW-geprüft). Das Magazin erscheint seit Februar 2002 monatlich; noch bis Ende 2005 gab es für die Monate Januar/Februar und Juni/Juli jeweils eine Doppelausgabe, seitdem wird durchgehend monatlich publiziert. Die August-Ausgabe erscheint als Sonderheft zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga. Eine Ausgabe umfasst in der Regel 132 Seiten.

Vergleichbare Magazine[Bearbeiten]

Der Ansatz, sich dem Fußball abseits von Spielergebnissen und -berichten kulturell zu nähern, wird im deutschen Sprachraum außerdem von den Fußballmagazinen Der tödliche Pass, Transparent, Zwölf (Schweiz), ballesterer und Null Acht (Österreich) verfolgt, wobei die vier letztgenannten Zeitschriften erst später erschienen. Zwischen 2005 und 2007 versuchte der Olympia-Verlag (unter anderem Herausgeber des Kicker-Sportmagazin) mit der Zeitschrift Rund, dasselbe Zielpublikum anzusprechen. Das Heft wurde jedoch nach der Ausgabe 4/2007 aufgrund zu niedriger Verkaufszahlen wieder eingestellt. Außerdem erschien von 2006 bis 2008 das englische Magazin FourFourTwo mit einer deutschen Ausgabe. Der Absatz blieb aber hinter den Erwartungen zurück, so dass auch diese Zeitschrift mit Ausgabe 3/2008 eingestellt wurde.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Eier, wir brauchen Eier!: 500 Dinge über Fußball. Heyne, Berlin 2010, ISBN 978-3-453-67590-2.
  • Philipp Köster: Viererkette auf der Doppelnull: Die Günter-Hetzer-Kolumne. Tropen Bei Klett-Cotta, 2010, ISBN 978-3-608-50301-2.
  • Philipp Köster: Ballgefühl und Rassehasen: Die Günter-Hetzer-Kolumnen. Tropen Bei Klett-Cotta, 2005, ISBN 3-608-50073-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jörn Kruse: Gruner+Jahr übernimmt Fußball-Magazin: Der zwölfte Freund; taz.de, 4. Juli 2010.
  2. Gunnar Leue: Schwester mit eigenem Stil (Version vom 14. Juli 2010 im Internet Archive); taz.de, 25. September 2009.
  3. Media-Daten Online – Publikumszeitschriften – Sportler – 11 FREUNDE
  4. Herausragendes Beispiel einer unterhaltsamen, humorvollen Berichterstattung; henri-nannen-preis.de
  5. Begründung der Jury vom 19. Dezember 2014, abgerufen am 20. Dezember 2014