Abencerragen

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Die Abencerragen (aus dem arabischenبنو السراج‎ Banu s-Saradsch, DMG Banū s-Sarāǧ, hispanisiert Abencerrajes) waren ein edles maurisches Geschlecht in Granada, das im 8. Jahrhundert nach Spanien kam.

Ihren Namen erhielten sie nach einem Mitglied der Familie, Jussuf ben Zerragh, dem Vertrauten des Königs Mohammed VII. von Granada, und wurden durch ihren tragischen Untergang bekannt.

Die Abencerragen waren nach der – allerdings romanhaften – Historia de las guerras civiles de Granada des Ginés Perez da Hita (Alcalá 1604, 2 Bände) mit den Zegris in Zwist geraten und standen auch dem König Abu l-Hasan Ali in geheimer Feindschaft gegenüber. Als nun letzterer von der Liebschaft zwischen einem der Abencerragen und seiner Schwester Zoraide erfahren hatte, ließ er sie mit Hilfe der Zegris in die Alhambra locken und hier bis auf wenige, welche entrannen, ermorden. Noch heute heißt ein Teil der Alhambra Saal der Abencerragen.

Diese mehr oder weniger sagenhafte Begebenheit liegt der Erzählung Gonsalve de Cordoue von Jean-Pierre Claris de Florian zugrunde, nach der Victor-Joseph Étienne de Jouy das Textbuch zu Luigi Cherubinis Oper Les Abencérages (Das Feldlager in Granada; 1813) bearbeitete, sowie der bekannten Erzählung Les aventures du dernier des Abencérages (1826) von Chateaubriand[1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Les aventures du dernier des Abencérages, François-René de Chateaubriand, Webseite der Gallica Bibliothèque Numérique, französisch