Abolitionismus (Kriminologie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Abolitionismus ist im kriminalsoziologischen Sinne ein theoretischer Ansatz, der den Verzicht auf die totale Institution des Gefängnisses oder in einem noch umfassenderen Sinne die Abschaffung des Strafrechts fordert.

Die kriminalsoziologischen Abolitionisten sind grundsätzlich der Meinung, dass der Staat nicht das richtige Organ sein kann, um die Art und Weise der Bestrafung festzusetzen. Ihrer Ansicht nach sollten das nähere Umfeld eines Täters oder eines Opfers die Möglichkeit haben, eine geeignete Reaktion festzusetzen. Ein Modell hierfür könnte Community Accountability darstellen.

Bedeutende Vertreter des kriminologischen Abolitionismus sind Nils Christie, Thomas Mathiesen, Herman Bianchi und Louk Hulsman. Eine abolitionistische Organisationen ist beispielsweise das Anarchist Black Cross.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]