Achan

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Steinigung des Frevlers, (William Blake; ca. 1800).

Achan (hebräisch עָכָן; ‘ākhān (JosEU und Jos 22,20 EU); עָכָר ‘ākhār in 1 Chr 2,7 EU), der Sohn des Karmi, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, aus dem Stamm Juda war ein verurteilter Dieb im Alten Testament.

Gemäß der Legende von der gescheiterten Eroberung von Ai während der Landnahme Kanaans durch Israel war Achan der Verursacher dieser (vorläufigen) Niederlage.

Bei der zuvor erfolgten Eroberung Jerichos hatte der Führer Josua, der Sohn Nuns die gesamte Stadt unter den Bann gestellt,(Jos 6,17 EU) sie also der priesterlichen Verfügung unterstellt, und damit dem direkten Zugriff der Eroberer entzogen. Achan behielt jedoch Teile Banngutes für sich (Jos 7,1 EU): einen babylonischen Mantel, zweihundert Silberschekel und einen fünfzig Schekel wiegenden Goldbarren.

Darauf entbrannte der Zorn Gottes nicht nur über den Dieb, sondern das gesamte Volk, woraufhin er diesem vor Ai eine militärische Schlappe beifügte. Im Gebet erfuhr Josua, die Verletzung des Banngebotes sei dafür die Ursache gewesen (Jos 7,10-13 EU) sowie den Hinweis, den Namen des Delinquienten über ein Losorakel (Auswahlorakel) zu ermitteln. Das göttliche Los siebte aus den Stämmen Juda, aus Juda die Sippe Serach, aus dieser wiederum die Großfamilie Sabdi und aus ihr schließlich Achan heraus. Derart überführt erkannte er auf Josuas Verlangen Gottes Gerechtigkeit an, bekannte sich schuldig, zählte das Diebesgut auf und gab das Versteck preis, eine Grube im Zelt.

Dem Gesetz enprechend wurden der Straftäter mitsamt seiner Familie im „Tal Achor“ (wohl die Ebene Buqē‘a) gesteinigt. Die Geschichte ist somit eine ätiologische Sage, die den dort befindlichen Steinhaufen erklärt.

Die Struktur der Passage des Auswahlorakels folgt der Schilderung der Königswahl des Saul (1 Sam 11 EU).

Die Härte in der Verfolgung von missbrauchtem Vertrauen klingt im Neuen Testament im Gleichnis von den anvertrauten Talenten sowie der Geschichte von Ananias und Saphira (Apg 5,1-10 EU) wieder auf.

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