Adalbert Friedrich Marcus

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Adalbert Friedrich Marcus. Kupferstich von Johann Jakob Lips nach einer Vorlage von Franziska Schöpfer.

Adalbert Friedrich Marcus (* 21. November 1753 in Arolsen; † 24. April 1816 in Bamberg) war ein deutscher Arzt und Förderer der Kunst und Wohlfahrt der Stadt Bamberg.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Bereits 1801 erwarb er die Altenburg, die verfallene ehemalige Residenz der Bamberger Bischöfe, und widmete sich der Erhaltung der Burg. Einer seiner Gäste und Freunde war der Dichter E. T. A. Hoffmann.

Die Säkularisation des einstigen Hochstifts und Fürstbistums Bamberg nutzte er, um die medizinische und soziale Versorgung der Bürger zu verbessern. 1803 ließ er die Bewohner des nicht mehr zeitgemäßen Altenstifts Katharinenspital in das aufgelöste Kloster Michelsberg bringen. 1805 wurde auf sein Betreiben hin St. Getreu, die Propstei des säkularisierten Klosters Michaelsberg, zur Kreisirrenanstalt umgewandelt.

Nach seinem Tod ließ er sich am Fuße der von ihm bewahrten Altenburg begraben. Das Grab ist am dortigen Nordhang unterhalb der Kreuzigungsgruppe zu finden.

Hinterlassenschaft[Bearbeiten]

Zwei Jahre nach Marcus' Tod gründete Postmeister Anton von Grafenstein den Altenburgverein, der sich bis heute um den Unterhalt der Burg kümmert.

Ehrungen[Bearbeiten]

In Bamberg sind der Marcusplatz, die Marcusbrücke und das Marcushaus (ehemalige Frauenklinik und heute Teil der Universität Bamberg) nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]