Adelaide-Klasse

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RAN Ensign
Adelaide-Klasse
Foto HMAS Darwin
Übersicht
Typ: Fregatte
Namensgeber: australische Städte
Werft: Todd Pacific Shipyards
Seattle, Washington (4 Stück)
AMEC, heute Tenix Williamstown, Victoria (2)
Einheiten: 6
Dienstzeit: ab 1980
Technische Daten
Verdrängung: 4.100 ts (max.)
Länge: 139,00 Meter
Breite: 14,00 Meter
Tiefgang: 6,70 Meter
Geschwindigkeit: 29+ Knoten
Besatzung: 176–221 Mann
Reichweite: 4.500 Seemeilen bei 20 Knoten
Antrieb:
(CODAG)
GE Gasturbinen
(je 15.3 MW), 1 Welle
Sensoren: AN/SPS-49 Radar
Mk 92 Feuerleitsystem
AN/SPS-55 Radar
AN/SQS-56 Sonar
Bewaffnung: Mk 41 VLS-Zellen für Evolved Sea Sparrow Luftzielflugkörper
Mk 13 Starter fur RGM-84 Harpoon- und SM-2 Seezielflugkörper
1× 76 mm OTO Melara Geschütz
1× 20 mm Mk 15 Vulcan Phalanx Nahbereichsverteidigungssystem
2× 324mm Mk 32 Drillings-Torpedorohre (MU90-Torpedo)
Bordhubschrauber: S-70B Seahawk oder
1× Seahawk und 1× AS350B Squirrel

Die Adelaide-Klasse ist eine Klasse von sechs Mehrzweckfregatten der australischen Marine (RAN). Die Schiffe basieren auf den Oliver-Hazard-Perry-Fregatten der US Navy. Vier der sechs zwischen 1977 und 1993, als Nachfolger der Zerstörer der Daring-Klasse, gebauten Schiffe wurden bei Todd in Seattle in den USA gebaut, während die letzten beiden Einheiten auf der Australian Marine Engineering Consolidated (AMEC) Werft gebaut wurden. In der Ursprungsausführung waren die australischen Einheiten praktisch identisch mit den US-Einheiten. Durch zwei Modernisierungen unterscheiden sich die australischen Einheiten heute jedoch stark von denen der US Navy.

Modernisierungen[Bearbeiten]

Das Mk. 41 VLS der bereits umgerüsteten HMAS Sydney

Rumpfverlängerung[Bearbeiten]

Die Oliver Hazard Perrys wurden in zwei Versionen gebaut: Die ersten Schiffe waren 133,5 m lang während die späteren Einheiten mit einer Länge von 136 m gebaut wurden, um einen größeren Helikopter einzusetzen. Während sich die US Navy entschied, die kleineren Einheiten auszumustern, um eine homogene Flotte zu erreichen, entschloss sich die RAN, ihre drei kürzeren Einheiten zu verlängern.

FFG-Programm[Bearbeiten]

Anfangs des 21. Jahrhunderts zeigte sich jedoch immer mehr, dass die Perrys den neuen Herausforderungen nicht mehr gewachsen waren. Die US Navy entschloss sich deshalb die veralteten Mk-13-Raketenstarter für SM-1 und RGM-84 Harpoon komplett zu entfernen, was aber bedeutet, dass die Schiffe praktisch unbewaffnet sind. Australien mit seiner kleinen Marine konnte es sich aber nicht leisten, fast die Hälfte seiner Überwasserflotte unbewaffnet zu lassen, weshalb das FFG-Programm ins Leben gerufen wurden. Da eine Modernisierung für alle sechs Schiffe zu teuer war, wurde beschlossen, die ältesten beiden Einheiten auszumustern und nur die neueren vier zu modernisieren. Das Programm umfasst eine weitgehende Modernisierung der Elektronik, eine Umrüstung der Mk-13-Starter von SM-1 auf die wesentlich moderneren SM-2 sowie die Einrüstung eines Acht-Zellen-MK 41 VLS für 32 RIM-162 Evolved Sea Sparrow Missile.

Schiffsliste[Bearbeiten]

Kennung Name Kiellegung Stapellauf in Dienst gestellt Status
FFG 01 HMAS Adelaide 29. Juli 1977 21. Juni 1978 15. November 1980 19. Januar 2008 ausgemustert und am 13. April 2011 als künstliches Riff versenkt
FFG 02 HMAS Canberra 1. März 1978 1. Dezember 1978 21. März 1981 12. November 2005 ausgemustert
FFG 03 HMAS Sydney 16. Januar 1980 26. September 1980 29. Januar 1983 Aktiv
FFG 04 HMAS Darwin 3. Juli 1981 26. März 1982 21. Juli 1984 Aktiv
FFG 05 HMAS Melbourne 12. Juli 1985 5. Mai 1989 15. Februar 1992 Aktiv
FFG 06 HMAS Newcastle 21. Juli 1989 21. Februar 1992 11. Dezember 1993 Aktiv

Die beiden im Bau befindlichen Docklandungsschiffe der Canberra-Klasse erhalten die Namen der ersten beiden außer Dienst gestellten Schiffe. Beide sollen als künstliche Riffe versenkt werden. Die übrigen vier Schiffe sollen in der Zukunft durch die drei geplanten Zerstörer der Hobart-Klasse ersetzt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adelaide-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien