Adolf III. (Berg)

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Belagerung von Damiette, 1218

Graf Adolf III. von Berg (* vor 1176; † 7. August 1218 vor Damiette in Ägypten) war ab 1189 Graf von Berg.

Leben[Bearbeiten]

Er war der Sohn von Engelbert I. von Berg und der ältere Bruder von Engelbert II. von Berg (1185–1225), bekannt als Erzbischof Engelbert I. von Köln. Nachdem sein Vater 1189 auf dem Dritten Kreuzzug gestorben war, wurde Adolf Graf von Berg. Spätestens 1204 war Adolf mit einer Bertha (Hertha) verheiratet, die möglicherweise aus dem Haus Sayn stammte.

Seine Regierungsjahre fielen in die Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen der staufischen und welfischen Partei. Er wechselte mehrfach die Seiten, stritt einmal für Otto IV., den Sohn Heinrichs des Löwen, den sein Vetter, Erzbischof Adolf von Köln, zum deutschen König erhoben hatte, ein andermal für Philipp von Schwaben, den Sohn Barbarossas, schloss sich endlich dem jungen Staufer Friedrich II. an, der 1212 in Konstanz auf deutschem Boden erschien. Auch diesmal stand er wieder auf der richtigen Seite. Der Staufer zeigte sich mit der Wahl seines Bruders Engelbert zum Kölner Erzbischof erkenntlich.

1212 nahm Adolf am Albigenserkreuzzug teil. 1215 eroberte er die Kaiserpfalz Kaiserswerth und befreite die dort von Otto IV. eingeschlossenen staufisch gesinnten rheinisch-westfälischen Bischöfe. Seine Parteinahme entschied den Thronstreit zugunsten Kaiser Friedrichs II.

Adolf brach 1218 zum Fünften Kreuzzug ins Heilige Land auf und starb am 7. August 1218 als Kommandant der rheinischen und friesischen Belagerungstruppen vor Damiette im Nildelta an einer Seuche. Da er nur eine Tochter hinterließ, erlosch der Stamm Altena-Berg.

Sein Bruder, der Erzbischof Engelbert I. von Köln, übernahm daraufhin die Grafschaft Berg. Nach dessen Ermordung wurde Heinrich IV. von Limburg, der Ehemann von Adolfs Tochter Irmgard, Graf von Berg.

Literatur[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Engelbert I. Graf von Berg
1189–1218
Engelbert II.