Akkusativsprache

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Akkusativsprachen verwenden für das Subjekt von transitiven Verben (typischerweise das Agens-Argument) und das Subjekt von intransitiven Verben denselben Kasus, nämlich den Nominativ.

Für das direkte Objekt von transitiven Verben (typischerweise das Patiens-Argument) wird ein anderer Kasus verwendet, nämlich der Akkusativ (daher die Bezeichnung).

Die indoeuropäischen Sprachen (z. B. Deutsch, Latein oder Griechisch) sind im Allgemeinen Akkusativsprachen, aber auch in vielen anderen Sprachfamilien kommt dieses Schema vor, z. B. in den uralischen Sprachen (z. B. Finnisch, Ungarisch) und in den Turksprachen (z. B. Türkisch) sowie im Japanischen.

Schema[Bearbeiten]

  Subjekt Objekt
transitiv Nominativ Akkusativ
intransitiv Nominativ

Beispiel[Bearbeiten]

Typisches Beispiel für eine Akkusativsprache ist Latein:

Domin-us veni-t.
Herr-nom.sg kommen-präs.3sg
„Der Herr kommt.“
Domin-us serv-um audi-t.
Herr-nom.sg Sklave-akk.sg hören-präs.3sg
„Der Herr hört den Sklaven.“

Siehe auch[Bearbeiten]

Andere Systeme:

Oberbegriff: