al-Ghad-Partei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
حزب الغد
al-Ghad-Partei
Partei des Morgens Logo.jpg
Partei­vorsitzender Moussa Moustafa Moussa
Gründung 2004 durch Aiman Nur
Haupt­sitz Kairo, Ägypten
Aus­richtung liberaldemokratisch, reformistisch
Farbe(n) orange
Internationale Verbindungen Arabische Allianz für Freiheit und Demokratie
Website http://www.elghad.com

Die al-Ghad-Partei[1][2][3] (arabisch ‏حزب الغد‎, DMG Ḥizb al-Ġadd ‚Morgen-Partei‘, Aussprache: ˈħezb elˈɣæd) ist eine aktive politische Partei in Ägypten, die im Oktober 2004 offiziell zugelassen wurde.

Das politische Profil der Partei wird als zentristisch, liberal und säkular beschrieben. Das Ziel der Partei besteht nach eigenen Angaben darin, eine liberaldemokratische Perspektive sowie den Einsatz für Menschenrechte zu vertreten.

Die Partei war bislang eine von insgesamt 18 offiziell anerkannten Parteien in Ägypten. Die al-Ghad-Partei war bislang mit einigen Abgeordneten im ägyptischen Unterhaus, der Volksversammlung (arabisch: Madschlis al-Schaʿb), vertreten. Zur Zeit verfügt die Partei über keine Sitze im Oberhaus des Parlaments.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem ersten Parteitag im Oktober 2004 wurde Aiman Nur, ein Parlamentsabgeordneter und praktizierender Anwalt, zum Parteivorsitzenden gewählt. Die Partei wurde von ehemaligen Mitgliedern der Neuen Wafd-Partei gegründet. Aiman Nur nutzte die Partei als Plattform, um eine Verfassungsreform zu fordern, die die Befugnisse des Präsidenten beschränkt, sowie eine offene Präsidentenwahl einführt, an der mehrere Kandidaten teilnehmen dürfen.

Die offizielle al-Ghad-Partei, geführt von Moussa Moustafa Moussa, tritt bei den Parlamentswahlen in Ägypten 2011/2012 als eine unabhängige Liste an. Eine abgespaltene Fraktion, die Morgen-Partei der Revolution,[4] wird nun von Aiman Nur geführt und bildet mit der islamistischen Freiheits- und Gerechtigkeitspartei von der Muslimbruderschaft ein Bündnis als Demokratische Allianz, bis sie in der Konferenzpartei von Amr Mussa aufging.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Dorsheimer, Sabine: Das ägyptische Regierungssystem unter Hosni Mubarak und der Einfluss der Muslimbruderschaft auf die Regierungspraxis. GRIN Verlag, 2009, S. 9 (online, abgerufen am 7. Dezember 2011).
  2.  Gertel, Jörg: Globalisierte Nahrungskrisen: Bruchzone Kairo. transcript Verlag, 2010, S. 254 (online, abgerufen am Dezember 2011).
  3. Steinvorth, Daniel und Volkhard Windfuhr: Oppositionsparteien: Mubaraks Gegenspieler kommen aus der Deckung. In: Spiegel Online. 30. Januar 2011, abgerufen am 7. Dezember 2011.
  4. a b Parteienmonitor Ägypten 2011. Konrad-Adenauer-Stiftung, 27. November 2011, abgerufen am 20. Mai 2012.