Albert Vanhoye

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Albert Kardinal Vanhoye
Wappen

Albert Kardinal Vanhoye SJ (* 23. Juli 1923 in Hazebrouck, Frankreich) ist ein katholischer Theologe und Bibelwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

Nachdem er 1941 dem Jesuitenorden beigetreten war, studierte Vanhoye zunächst an der Sorbonne[1], von 1947 bis 1950 Philosophie an der Jesuitenhochschule Vals-prés-le Puy und von 1951 bis 1955 Theologie an der Ordenshochschule Enghien in Belgien. Am 25. Juli 1954 wurde er in Enghien durch Henri Dupont zum Priester geweiht.

Anschließend studierte Vanhoye bis 1959 am Päpstliche Bibelinstitut in Rom biblische Exegese, war von 1959 bis 1962 Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Jesuitenhochchule Chantilly und wurde 1961 am Päpstlichen Bibelinstitut mit einer Arbeit zur literarischen Struktur des Hebräerbriefes promoviert. Von 1963 bis zu seiner Emeritierung 1993 lehrte er als Professor für Exegese des Neuen Testaments an diesem Institut. Sein Arbeitsschwerpunkt lag dabei auf den paulinischen Briefen und vor allem dem Hebräerbrief.

Daneben war Vanhoye ab 1978 Konsultor der Kongregation für das Katholische Bildungswesen, von 1980 bis 1996 Mitglied des Rates für die Einheit der Christen und seit 1990 Konsultor der Glaubenskongregation. Im selben Jahr wurde er Sekretär der Bibelkommission. Dieses Amt übte er bis 2001 aus.[1]

Im feierlichen Konsistorium am 24. März 2006 nahm ihn Papst Benedikt XVI. als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie Santa Maria della Mercede e Sant’Adriano a Villa Albani in das Kardinalskollegium auf. Auf seine Bitte hin wurde er wegen seines hohen Alters von der Verpflichtung zur Bischofsweihe dispensiert.

2008 hielt Vanhoye die Fastenexerzitien für Papst Benedikt XVI. Von 2008 bis 2010 war er Großprior des Konstantinordens.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Personalien, in: Die Tagespost, 23. Juli 2013, S. 4.