Ali Nasir Muhammad

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anleitung: Neutraler Standpunkt Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Ali Nasir Muhammad (rechts) als südjemenitischer Präsident bei einem Besuch in Ost-Berlin am 12. Januar 1978

Ali Nasir Muhammad al-Hasani, arabisch ‏علي ناصر محمد الحسني‎, DMG ʿAlī Nāṣir Muḥammad al-Ḥasanī (* 1939), war zweimal Präsident des Südjemen und musste, nachdem er im Januar 1986 einen Bürgerkrieg ausgelöst hatte und unterlegen war, nach Nordjemen und später Dubai flüchten. Heute lebt er in Damaskus.

Anfangs war er Mitglied in der Unabhängigkeitsbewegung NLF aktiv. 1978 wurde Ali Nasir Muhammad vom 26. Juni bis 27. Dezember Staatsoberhaupt und wurde von Abdul Fattah Ismail abgelöst. Am 21. April 1980 übernahm erneut Ali Nasir Muhammad, der als skrupellos und fast analphabetisch beschrieben wird, die Macht und blieb bis zum 24. Januar 1986 in diesem Amt.[1] Sein Vorgänger, der charismatische Abdul Fattah Ismail, war aus "gesundheitlichen Gründen" zurückgetreten und kehrte erst 1985 nach einer langen Rekonvaleszenz aus Moskau zurück. Bald nach seiner Rückkehr wurde Abdul Fattah Ismail erneut ins Politbüro der Staatspartei, der marxistischen Einheitspartei JSP gewählt, wo er, auch wegen seiner Rolle im Unabhängigkeitskampf gegen Großbritannien, eine Mehrheit der Mitglieder hinter sich hatte. Am 13. Januar 1986 eskalierte der Konflikt zwischen den beiden Lagern in Aden zu einem Bürgerkrieg, der damit begann, dass Ali Nasir nicht an der Sitzung des Politbüro erschien, sondern seine Leibwächter den Vizepräsidenten Ali Ahmed Antar und vier weitere Mitglieder des Politbüros töteten. In den folgenden Auseinandersetzungen kamen mehrere tausend Menschen ums Leben, auch Ali Nasir Muhammads großer Rivale Abdul Fattah Ismail. Haidar Abu Bakr al-Attas konnte sich schließlich durchsetzen und gelangte an die Macht, während der am 24. Januar 1986 als Präsident abgesetzte Ali Nasir mit 60.000 anderen nach Nordjemen flüchtete. In den westlichen Medien wurde diese Episode als ein von Moskau unterstützter gescheiterter Putschversuch "harter" Kommunisten gegen einen "gemäßigten und pragmatischen" Präsidenten kommuniziert. Seine Regierung wurde als diktatorisch bezeichnet.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Le Monde Diplomatique, 14. Mai 2010: Zwei Jemen, ein Krisenstaat